Nehmen wir nun an, Sie haben für die Betrachtung der beiden Diashows (1+2) zum „Culture Art“ Doppelband die vier Brillen der KCA „Logo-Symbolik“ zur Verfügung,  eine Luft-, eine Wasser-, Feuer- und eine Erd-Brille. Jede dieser Brillen-Typen der Marke Natur vermittelt Ihnen einen wichtigen Aspekt, was bei Ihnen vor sich geht wenn sie dies betrachten. Durch die Luft-Brille denken wir über das Wahrgenommene nach und schaffen Bezüge. Im dazu empfohlenen Buch von Maria Carla Prette „Kunst verstehen“ (2009,S.8ff.), finden Sie wie man ein „Kunst-Werk als visuellen Text“ liest.  Durch die Wasser-Brille tauchen wir ein in die Spiegelwelt der Kunst. Entfaltet sich das Wahrgenommene in der Farb- und Formgebung einer Bildkomposition. Damit werden Emotionen geweckt und Gefühle ausgelöst. Hierzu bietet das Buch von Guschti Meyer „Sprache der Bilder - Kunst verstehen: Form, Farbe, Komposition“ (2013) eine Vertiefung. Wer sich für die „Erziehung durch Farbe und Form“ (1981) interessiert, wird das Buch von Gottfried Tritten empfohlen; für „Farben“ (1987), „Formen“ (1986) und „Bilder“ (1991,S.176ff.) im Einzelnen, die gleichnamigen Bücher von Ingrid Riedel. Im letzten finden wir an der erwähnten Stelle die in der Tabelle der PDF-Fassung aufgeführten „Zahlen“ und deren „Zahlenverhältnisse“ behandelt, welche beim Präsentierten in Bezug auf die „Bild-Raum-Strukturierung“ eine Rolle spielen. Die Feuer-Brille stellt hierzu Fragen. Was damit gewollt wird und wie dies gestaltet wurde? Die Bild-Inhalte (Schlagintweit/Forstner 2003,S.30f.: Sujet,Thema & Motiv) geben erste Hinweise. Weitere erhalten wir aus dem Buch von Fritz Lüdtke: „Malen, Zeichnen, Gestalten“ (1973). Dort sehen wir das zeichnerische und malerische Material abgebildet, mittels dem das „Gezeigte“ erstellt wurde. Werden deren Themen behandelt und damit Kräfte aktiv(iert). Je nach Funktion und Position des Betrachters fällt diese Bewertung anders aus. Durch die Erd-Brille wird uns bewusst, dass das was wir wahrnehmen nicht unabhängig von uns als Betrachter ist. Bei der Betrachtung dieser Beispiele zur „Kultivierung von Kunst aus west-östlicher Sicht“, merken wir meist sehr rasch, ob uns dies gefällt oder nicht. Mit unserem Denken, Fühlen und Wollen übereinstimmt und damit kongruent ist oder nicht. Gefragt ist „der richtige Blick“, „die Kunst des Sehens“. Hierzu bietet Friederike Wiegand (2012) einen „Leitfaden zur Bildbetrachtung“. Je nach Dominanz des einen oder anderen der hier behandelten Elemente kann diese Betrachtung unter-schiedliche „Farb-Kombinationen“ und „Formen“ annehmen. Dabei nimmt jeder Mensch zuerst das wahr, was seinem Naturell und Temperament entspricht, ihn kennzeichnet und charakterisiert. Zur Förderung des „richtigen Blickes“ findet sich ein einführendes Kapitel im umfassenden Nachschlagwerk „Kunst“ von Graham-Dixon (2009) mit über 2500 Kunst-Werken von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Was für das „Verstehen von Bildern/Kunst“ die in der PDF-Fassung (links) angeführte Tabelle ergibt, welche  mit der KCA „Logo-Symbolik“ in Beziehung steht, dessen „Spirit“ nebst Ittens „Kunst der Farbe“ (1961/70), das „4-Farben-Denken“ Lüschers (1991,S.39ff.) als dessen „Form-Geber“ kennt, mit den dort behandelten „aber ich muss nicht Reaktionen“.

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