5-P zur Bewerkstelligung von ...

 

 

 Schweiz AG

 

Wallis AG  

Sackgasse

Ausweg

 

Die Sackgasse: Wie alle - immer schneller ...

In der heutigen Zeit betreiben alle - im gängigen Fachjargon ausgedrückt - 

Diese Massnahmen sind in vielen Firmen und Organisationen gewiss angezeigt, erhöhen sie doch die Wettbewerbsfähigkeit und motivieren zu besseren Leistungen. Doch sie genügen nicht für Spitzenleistungen und zur Erreichung von "Excellence", weil alle ernstzunehmenden Konkurrenten heute dasselbe auch tun. Natürlich versucht man, etwas schneller zu sein als die Konkurrenz. Weil man begriffen hat, dass wir in einer "dromokratischen Gesellschaft" (Virilio) leben - in einer von der Geschwindigkeit regierten Welt. Die Konkurrenten der Schweiz AG haben das ebenfalls begriffen, also sputen sie sich und holen auf ... Kein Ausweg in Sicht? Doch! Die 5-P kreativer Leadership des bekannten Walliser Kreativitätsforschers Dr.Gottlieb Guntern ...

Der Ausweg: Die 5-P kreativer Leadership ...

Die 5-P des Pentagon der Kreativität von Gottlieb Guntern weisen der Wallis AG den Weg zu Erzielung von Spitzenleistungen und Erreichung des "Valais Excellence" Gipfels:

  1. Persönlichkeit > Format - Eigenschaften ...
  2. Problem > Lösung - Vorschlag ...
  3. Prozess > Phasen - Technik ...
  4. Produkt > Beurteilung - Kriterien ...
  5. Platz > Umwelt + Mitwelt - Bedingungen ...

Diese fünf P's und ihre Vernetzung untereinander machen das kreative Phänomen fassbar und wie folgt für eine Nachhaltige Entwicklung der Wallis AG handbar.

AD 1: Persönlichkeit > Format - Eigenschaften ...

Der erste Faktor ist die Persönlichkeit, die ein Individuum im Prinzip haben muss, um kreativ zu sein. Die Losung der Stunde: Personen mit Profil sind gefordert. Menschen von Format. Eine "education permanente" erforderlich über die Stufenleiter: Wollen > Lernen > Wissen > Können > Dürfen; eine Persönlichkeits-Bildung nach dem Kreativitäts-Grundsatz von Bruno Neckermann

Und der gängigen Markt-Position: 

Der Unterschied zwischen individueller und sozialer Kreativität sind hier für die Erreichung von Valais Excellence von besonderer Bedeutung, wie sie Erika Landau aus zahlreichen Untersuchungen von besonders kreativen Personen wie Wissenschaftlern, Architekten, Designern, Künstlern u.a. abgeleitet hat, die sich als erfolgreiche Kreativ-Manager durch folgende fünf Eigenschaften auszeichneten:

Erfahrungen bestätigen, dass Eigenschaften dieser Art Individuen noch nicht zur sozialen Kreativität interdisziplinärer Teamarbeit befähigen, wie sie für Valais Excellence erforderlich ist. Erst ihre

mit anderen zusammenzuarbeiten, bestimmen ihr kreatives Verhalten und das was wir soziale Kreativität bzw. kreative Leadership im Sinne Gunterns bezeichnen. 

AD 2: Problem > Lösung - Vorschlag ...

Der zweite Faktor, der uns in diesem Kontext interessiert, ist das Problem. Es kann beim Menschen keinen kreativen Prozess geben, ohne dass er ein Problem definieren würde oder es wenigstens intuitiv erahnt. Aus dem Grunde definiert man Kreativität auch oft als einen Prozess ungewöhnlicher Problem-Lösungen mittels Bewerkstelligung eines Brückenschlags zwischen einem Ist- und einem Soll-Zustand. Damit Kreativität funktioniert, muss ein Problem auf eine bestimmte Art wahrgenommen und/oder formuliert werden. Hierbei wird unter dem Begriff Problem generell verstanden:

Dieser Problem-Begriff verlangt bzw. bedingt das Vorliegen oder eine Vorstellung über einen gewünschten bzw. Soll-Zustand, an dem das vorhandene Problem gemessen werden kann. Ein vorhandenes Problem kann somit definiert werden als Abweichung eines Ist-Zustandes von einem Soll-Zustand bzw. als eine Veränderung im Vergleich zu einem gewünschten bzw. gewollten Normal-Zustand. Anders ausgedrückt. Bei der Lösung von Problemen geht es darum die

um im Anschluss daran die Abweichungs-Ursachen zu finden und zu beweisen. Danach ist dann eine Lösung für das entstandene oder existierende bzw. potentielle Problem zu finden, um den gewünschten Zustand

In dem Zusammenhang bezeichnet man einen Komplex von ungelösten Einzel-Aufgaben als Problematik und in der Literatur wird der Problem-Begriff "Problemsolver" vereinzelt auch als Lösungs-Vorschlag oder Rezept zur Lösung einer Aufgabe verstanden. Er wird demnach also als Synonym für die Begriffe Vorschlag, Vorschrift, Richtlinie, Ratschlag oder Empfehlung verwendet und im Sinne von Lösungs-Weg für offene, ungeklärte praktische Fälle verstanden. Auf die Kreativität als Ressource des Denk- und Werkplatz Schweiz angewendet, ergibt dies folgenden KCA Mission-Statement: "Kreativität ein Management-Problem  politischer und technischer Vernunft".

Kreativität ... Management-Problem Politische Vernunft Technische Vernunft
Platz Selektions-Problem Grundlagen dokumentieren Planungen konstruieren
Persönlichkeit Entwicklungs-Problem Ziele moderieren Entscheidungen kommunizieren
Prozess Lenkungs-Problem Massnahmen präsentieren Ausführungen koordinieren
Produkt Gestaltungs-Problem Mittel visualisieren Kontrollen konzentrieren

AD 3: Prozess > Phasen - Technik ...

Der dritte Faktor ist der Prozess, der zu einem Produkt führt, das man kreativ nennt. Jedesmal, wenn ein kreatives Individuum mit einem Problem konfrontiert wird, kann im Prinzip ein solcher Prozess beginnen, werden Schritte eingeleitet im Sinne der bekannten vier Phasen des kreativen Prozesses von Poincaré:

  1. Vorbereitung: Informationen sammeln, die für die Lösung einer Aufgabe nützlich sind, auch Strategien, Rezepte oder Prozeduren, die bei ähnlichen Problemen geholfen haben.
  2. Inkubation: In dieser Phase gerät das Problem nach ergebnisloser Arbeit in Vergessenheit, es wird verdrängt oder hinweggeschwemmt. Wenn die Oberfläche des Bewusstseins entspannt und leer wird, wenn der Spiegel von Vorstellungen befreit ist - dann kann Intuition aufleuchten: ein neues Bild, eine Vision (Erleuchtung oder Aha-Erlebnis).
  3. Intuition: Ist eine blitzartige und ganzheitliche Einsicht in die Lösung des Problems. Illumination und Inspiration sind andere Namen für die gleiche Erfahrung: die lang gesuchte Lösung scheint auf in einem hellen Bewusstseins-Zustand, deutlich und klar bis in die feinste Ableitung.
  4. Realisation: Die Idee wird geprüft (verifiziert), in bekannte Prozeduren übersetzt und schrittweise verwirklicht. Künstler und Wissenschaftler können diese Arbeit noch selbst leisten. Meistens aber wird die Realisations-Phase zur Kommunikations- und Kooperations-Phase. 

Eine geschickt formulierte Problem-Stellung (Frage) ist in dem Zusammenhang für den kreativen Prozess von fundamentaler Wichtigkeit; sie trägt ihre Lösung (Antwort) bereits in sich wie eine Schnecke, die ihr Haus auf dem Rücken trägt. Oft wird für die Förderung des Problem-Lösungs-Prozesses, für dessen in-Gang-Setzung wie in-Gang-Haltung die Unterstützung sogenannter Promotoren (Macht-, Sach- und Sozial-Promotoren) benötigt, damit die Innovation nicht im Sande verläuft, sondern in die Tat umgesetzt wird. Hierzu bietet sich in Analogie zum Poincarés Phasen-Modell des kreativen Prozesses mit den 3-C: Clear - Cluster - Create eine Führungs-Technik, mittels der sich Ergebnisse in verschiedenen Bereichen und auf verschiedenen Ebenen der Wallis AG integrieren lassen, wie wir dies in unserem Grundlagenpapier dazu näher aufgezeigt haben.

Diese 3-C Führungs-Technik von Adrian Menz verkörpert ein Leadership-Modell für Kreise, in denen Integration im Mittelpunkt steht. Das können Teams, Arbeits- oder Projekt-Gruppen sein, oder die drei Kreise: Quality, Creatitivity und Selection Circle, wie wir sie im erwähnten Papier vorstellten, die der Wallis AG ermöglichen, vorhandene Ideen zu polieren und nachhaltig weiterzuentwickeln, damit daraus Excellence entsteht.

AD 4: Produkt > Beurteilung - Kriterien 

Der vierte Faktor ist das Produkt. Dabei verstehen wir nach Guntern unter der menschlichen Kreativität die Fähigkeit, ein Produkt hervorzubringen, das früher oder später von einer Gruppe sachkompetenter und kritischer Menschen als

  1. originell oder einmalig
  2. funktionell und
  3. formal ästhetisch befriedigend 

beurteilt wird. Diese drei Komponenten sind alle gleich wichtig. Zuerst muss aber ein sichtbares und damit ein beurteilbares Produkt vorhanden sein, um von Kreativität überhaupt sprechen zu können. Dann braucht es die sachkompetenten und kritischen Leute, die das Produkt früher oder später im Konsens beurteilen. 

Und schliesslich braucht es einen gewissen Konsens in der Beurteilung eines kreativen Produktes, um die Objektivität der Wertung zu erhöhen. Was diese Beurteiler sagen, ist im Hinblick auf den Wert des Produktes wichtig, den vierten Punkt zur Bestimmung eines kreativen Produktes, nämlich:

  1. Wert-Zumessung ...

Entspricht es den genannten Kriterien der Kreativität, ja oder nein? Diese Antwort sagt nichts über die anderen vier P's aus, die wir ebenfalls begreifen müssen, um zu verstehen, was Kreativität ist und wie sie funktioniert. Da es bekannt ist, dass Menschen immer wieder mal mit der Verantwortung ihrer Funktion und Position Schindluder treiben (Mehr Schein als Sein sind), darf man sich nicht unkritisch auf deren (Fach-) Urteil verlassen. Entscheidend letztlich die Personalität über die Relevanz des betreffenden Urteils und damit über dessen Stimmigkeit (Kongruenz). Und was hat dies mit Fondue zu tun? Nur wer bereit ist, neugierig und ohne Vorurteile diese Schweizer Spezialität zu probieren, es also quasi "in sich hinein lässt", kann er das, was es zu bieten hat, entdecken und erleben. Und wenn er dann die Bereicherung für seinen Genuss kennt und darum auch schätzt, entsteht sogar Lust, Variationen zu probieren, Experimente zu wagen, bis er schliesslich seine ganz persönliche Lieblings-Käse-Mischung kennt, die sozusagen täglich essen könnte. So ist es auch mit kreativen Produkten und dem was wir daran (wert)schätzen oder nicht. 

Ein methodischer Hinweis  ...

Der methodische Hinweis, den Wolfgang Metzger in seinem allgemeinpsychologischen Hauptwerk dem wissenschaftlicher Beobachter und Interpreten menschlichen Verhaltens und Erlebens erteilt, gilt im besonderen für den Umgang mit dem Phänomen Kreativität und seinen Machern und ist zugleich der vielleicht beste allgemeine Hinweis, der sich aus psychologischer Sicht jedem Betrachter und Interpreten von kreativen Leistungen geben lässt, sofern er ihm nicht schon längst nachkommt: 

AD 5: Platz > Umwelt + Mitwelt - Bedingungen ...

Der fünfte Faktor, der uns in diesem Zusammenhang interessiert, ist der Platz. Kreative Prozesse finden unter bestimmten Umständen, zu bestimmten Zeiten, in bestimmten Räumen, unter bestimmten demographischen, ökonomischen, politischen und sozio-kulturellen Bedingungen statt. Sie finden in einer bestimmten physikalischen und biosozialen Umwelt statt und werden von ihrer Mitwelt wahrgenommen, gefördert, zugelassen, gehemmt oder blockiert. 

Denk- und Werk-Platz Schweiz ...

Wissenschaft und Kunst spiegeln unsere Gesellschaft. Beide nehmen die Welt wahr, deuten sie, und geben der Deutung Gestalt. Während Wissenschaft Antworten zu geben sucht, reisst Kunst eher Fragen auf, schafft Unsicherheit. Wissenschafter sind also im Durchschnitt sozialisierter und angepasster als Künstler. Wertvoller als Kunst ist Wissenschaft deshalb keineswegs. Aber besser bezahlt wird sie in der Regel. Kreativität - die gemeinsame Grundlage von Kunst und Wissenschaft, ist die Innovationsfähigkeit der Kunst aus Einem Vieles zu machen, bzw. der Wissenschaft aus Vielem Eines zu machen.

Markt- und Innovations-Platz Schweiz ...

Innovationen als erfolgreiche Umsetzungen von zukunftsorientierten Ideen in die unternehmerische Realität - sind wichtiger denn je. Innovationsfähigkeit (Kreativität) und Innovationsbereitschaft (Motivation) sind die wichtigsten Voraussetzungen, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, vereinfacht auch Wollen-Können genannt. Die Unsicherheiten und Risiken der Innovationsvorhaben zeigen sich in Form von Sterblichkeitsraten und -quoten. Die folgenden Daten zeigen den Selektions-Prozess sehr deutlich, der von den Schweiz AG Marktteilnehmern eine hohe Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Mobilität abverlangt:  In der Schweiz werden von anfänglich 1'200 Produkt-Ideen 400 weiterverfolgt, woraus 120 Projekte entstehen. Daraus ergeben sich 88 Produkte, aus welchen wiederum 60 in einen Testmarkt eingeführt werden. 40 Produkte verbleiben schliesslich im Markt. Aus diesen sind nach 2 Jahren lediglich noch 28 Produkte in einem national eingeführten Markt vorzufinden.

7 Anmerkungen zum Begriff  "kreative Leadership" ...

  1. Mittelmass versus kreative Leadership ... 
  2. Leadership-Definition ... 
  3. Leadership-Kriterien ... 
  4. Leadership-Praxis ... 
  5. Gefragt sind Eliten ...  
  6. Genauer eine sophokratische Elite ... 
  7. Ziel-Position: Wallis AG ein Unternehmen guter Bürger ...

AD 1: Mittelmass versus kreative Leadership ...

Unsere gierige Gesellschaft mit ihrer normierten Plastik-Kultur hat manches zum Nachteil verändert. Zurzeit leben wir nach Guntern, in einer Phase des Übergangs, und da gibt es chaotische Turbulenzen, statt perfekte laminäre Strömungen. Da gibt es eine Trümmerlandschaft, statt harmonische Ordnungen. Da fehlen uns nicht nur die richtigen Rituale, da fehlt auch sonst so manches. Die Haupt-Schwäche des heutigen Wallis sind nach ihm dieselben, die wir heute beinahe überall in der modernen Industrie-Gesellschaft und anderswo wahrnehmen. Ihr fehlt es an kreativer Leadership, im Erziehungs- und Gesundheistwesen wie in  der Politik, Wirtschaft und Kultur. Wir äffen die Moden nach, die man anderswo erfindet und vorexerziert.

Auf diese Art produziert man keine Gesellschaft, die im weltweiten Konkurrenzkampf überleben und sich angemessen entwickeln kann, geschweige Excellence zustandebringt. Auf diese Art amputiert man unsere Gesellschaft. Und ein Organismus, dem man den Kopf vom Rumpf trennt, torkelt nur noch kurz herum, bevor er der Länge nach hinschlägt und sich nicht mehr regt.

Die Emotionen solcher Siege verfliegen schnell. Und hinterher stellt man ernüchternd fest, dass trotz des kurzen Triumpf-Gefühls alles beim alten geblieben ist. Karoly Grosz, ehemaliger Premierminister im kommunistischen Ungarn, stellte einmal ironisch fest: "Wir haben alle Ziele erreicht, die wir uns gesetzt haben. Es waren leider die falschen Ziele." Es könnte uns im Wallis ähnlich ergehen. Wir brauchen die Förderung von Eliten am richtigen Ort. Das Mittel hierzu: Leadership. 

AD 2: Leadership-Definition ...

Der von Gottlieb Guntern konsequent gebrauchte englische Ausdruck "Leadership" steht für "Führungs-Kunst" und "Führungs-Hand-Werk". Hierbei definiert Guntern die Kunst des Leitens (Navigierens) und Führens (Linking) wie folgt: "Leadership ist nicht etwas, was ein einziger Mensch besitzt und andern Menschen angedeihen lässt oder antun kann. Leadership ist ein gesellschaftliches Phänomen, eine Art zwischenmenschlicher Kooperation, mittels derer man sich gegenseitig zu dem macht, was schliesslich wird." Guntern bezeichnet Leadership weiter als "Prozess der zwischenmenschlichen Selbstorganisation". Die Menschen die daran teilnehmen, spielen grundsätzlich eine "gleichwertige, aber funktionell komplementäre (TEAM-) Rolle, dass sie sich gegenseitig zu aussergewöhnlichen Leistungen befähigen und Excellence zustandebringen.

AD 3: Leadership-Kriterien ...

Leadership ist nach Guntern nicht ein Charakter- oder Persönlichkeitszug, nicht etwas, was ein Mensch usurpieren kann, besitzt und anderen Menschen angedeihen lassen oder gar oktroyieren kann. Leadership entsteht nur dann, wenn im Kontext zwischenmenschlicher Beziehungen ganz bestimmte Feld-Bedingungen (Prozesse) erfüllt sind: 

Da Leadership konstruktiv oder destruktiv, legal oder illegal sein und noch viele andere Merkmale aufweisen kann, ist die Existenz einer kreativen Leadership dann vorhanden, wenn die aussergewöhnlichen Leistungen den obgenannten Kriterien der Kreativität entsprechen.

AD 4: Leadership-Praxis ...

Auf dem Weg zur lernenden Organisation wird von Vorgesetzten immer mehr die Fähigkeit verlangt, Mitarbeiter und Gruppen soweit zu entwickeln, dass diese selbständig arbeiten und mitdenken.

Je grösser die Professionalität der einzelnen Mitarbeiter, desto mehr ist diese Fähigkeit des Coaches seitens des Vorgesetzten (Captain) gefragt.

Dies verlangt von Vorgesetzten (Präsidenten) immer mehr die (Linking-) Fähigkeiten, welche den Kreativ-Manager auszeichnet, der es versteht Ordnung (Stabilität) und Chaos (Flexibilität) synergetisch für die Wert-Schöpfung zu nutzen; mit Kultur und System führt und nicht mit Wildwuchs und Bürokratie, wie in Organisationen, wo ein phantasieloses Trailership anstelle eines authentischen Leadership praktiziert wird.

AD 5: Gefragt sind Eliten ...

Nach Gottlieb Guntern verfügen wir nicht über die notwendige Elite, die fähig ist, eine Vision zu entwickeln, aus der richtige Ziele und die richtigen Strategien resultieren, um die für unsere Gesellschaft wichtigen Ziele zu erreichen.

Dabei versteht Guntern unter einer Elite, eine Gruppe von Menschen, deren Mitglieder vier Bedingungen erfüllen müssen:

  1. Sie denken logischer, klarer und tiefer als der Durchschnitt.
  2. Sie handeln effizienter und sachgerechter als der Durchschnitt.
  3. Sie haben ein besseres Form- und Stil-Gefühl als der Durchschnitt.
  4. Sie verfügen über eine grössere moralische Integrität als der Durchschnitt.

Die demokratische Elite-Forschung hat in dem Kontext ergeben, dass eine echte Demokratie mit Chancen-Gleichheit für alle nur dort möglich ist, wo es relativ viele autonome, das heisst von einander relativ unabhängige Eliten gibt, die sich gegenseitig überwachen und so verhindern, dass eine einzelne Gruppe - die vorwiegend nicht elitärer sondern mediokrer Natur ist - ein Machtmonopol erringen kann.

AD 6: Genauer eine sophokratische Elite ...

Wer gemäss den Regeln des vierwertigen Codes und dessen Leitbild-Idealen:

  1. konzeptioneller Code: wie man einen spezifischen Weltausschnitt so beschreibt und erklärt, dass man ihn richtig verstehen kann. Wahrheit und logisches Sinn-Verständnis (Logik) als Leitbild-Ideal.
  2. ästhetischer Code: was schön und hässlich ist, was guter und was schlechter Stil ist. Schönheit und ästhetisches Sinn-Verständnis (Asthetik) als Leitbild-Ideal
  3. ethischer Code: was konkreten moralischen Werten und allgemeinen ethischen Prinzipien entspricht und was ihnen widerspricht. Gerechtigkeit und ethisches Sinn-Verständnis (Ethik) als Leitbild-Ideal
  4. technischer Code: wie man auf der Grundlage des Verstehens, zielgerecht und effizient handelt. Geschicklichkeit und praktisches Sinn-Verständnis (Praxis) als Leitbild-Ideal

eine überdurchschnittliche Kompetenz aufweist - eine Kompetenz, die sich nicht in ihrer Rhetorik erschöpft, sondern sich in den beobachtbaren Resultaten ihrer Operationsweisen und im Vorleben manifestiert, gehört nach Guntern zu einer Elite. Wer die Regeln dieses vierwertigen Codes nicht nur kennt, sondern sie auch im Sinne seiner Leitbild-Ideale (Lüschers) derart respektiert und kultiviert, dass daraus ausserordentliche Leistungen resultieren, der gehört m.E. zu einer besonderen Elite, die Guntern als sophokratische Elite (griech. sophos = weise) bezeichnet. Mittels dem vierdimensionalen Farb-Bewusstsein und dazugehörigen Form-Funktionen kreativer Leaderhip lässt sich der sophokratische Code und seine Leitbild-Ideale wie folgt kultivieren:

Code Leitbild Ideal Farbe  Bewusstsein Form Funktionen
konzeptioneller Logik Wahrheit Grün Wahrnehmen Quadrat Selektionieren
ästhetischer Ästhetik Schönheit Gelb Denken Dreieck Entwickeln
ethischer Ethik Gerechtigkeit Blau Fühlen Kreuz Lenken
technischer Praxis Geschicklichkeit Rot Wollen Kreis Gestalten

AD 7: Wallis AG ein Unternehmen guter Bürger als Ziel-Position ..

Liegt dies vor, erwächst daraus Glaubwürdigkeit, die mentale Liquidität der Wallis AG und dessen Ideal "Corporate Citizenship" - "ein Unternehmen guter Bürger" (Ulrich/Kaiser). Die Grund-Werte, welche die Wallis AG als ein Unternehmen guter Bürger bestimmen sollte sind:

denen folgende Handlungs-Maximen (Wie wollen wir sein?) entsprechen:

Die Moral von der Geschichte ...

Hierbei gilt es zu bedenken, dass die Kommunikation innerhalb der Wallis AG oft an grundlegenden Miss-Verständnissen krankt, denn ...

Daher gilt immer, was H.P.Duerr einmal auf folgende griffige Formel gebracht hat: Nach der Wahrheit kommt kein Punkt, sondern ein Komma ...

Kurzportrait von Dr.Gottlieb Guntern:

Alter: 62 Jahre. Zivilstand: verheiratet mit der Künstlerin Greta Galatti. Beruf: Arzt, Psychiater, Publizist und Kreativitätsforscher. Tätigkeit: Gründer und Leiter der CREANDO-Stiftung for Creativity and Leadership in Brig; Gründer und Leiter des Zermatter Symposiums zum Thema Kreativität und Leadership in Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft. Publikationen: veröffentlichte mehrere Bücher, darunter den Bestseller: "Im Zeichen des Schmetterlings" . Herausgeber mehrer Bücher im Anschluss an die Zermatter Symposien. Zur Zeit erschienen von seiner kreativen Leadership-Trilogie bisher im Orell Füssli Verlag die beiden Bänder: "Maskentanz der Mediokratie. Kreative Leadership versus Mittelmass" (2000) und "Götter, Helden, Schamanen. Archetypen der kreativen Eliten" (2001).

Guntern G.:

1) Der kreative Weg: Kreativität in Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft, Zürich 1991, Moderne Industrie,S.25ff.: Kreativität und Kreativitätsforschung,S.35ff.: Einige Begriffe und Grundkonzepte zur Natur des kreativen Prozesses 
2) Kreativität - Ressource und Lebenselexier. Martinach 1992,ISO-Stiftung für Kreativitätsforschung, S. 9ff.: Das Pentagon der Kreativität: Persönlichkeit - Problem - Prozess - Produkt - Platz,11ff.: Bedingungen für ein kreatives Produkt 1. Orginalität, 2. Funktionale Angemessenheit, 3. Formale Perfektion oder formalästhetische Eleganz, 4. Wertschätzung
3) Sieben goldene Regeln der Kreativitätsförderung, 1.Auflage, Zürich 1994, Scalo,S.24ff.,66ff.: Die dromokratische Gesellschaft   
4) Der Kretivitätsforscher Dr.Gottlieb Guntern erhielt den F.-K.Rünzi-Preis. Walliser Bote vom 8.September 1997,S.5: Leadership-Definition  
5) WB-Interview mit Gottlieb Guntern vom 7.August 1997,S.9: Zu den Stärken und Schwächen des Wallis und die Elite-Frage 
6) Eliten der kreativen Leadership. Plädoyer für eine authentische Leadership und gegen phantasielose Trailership, in: io Managmeent Nr.1/2 1999,S.53-58
7) Maskentanz der Mediokratie. Kreative Leadership versus Mittelmass, Zürich 2000,Orell Füssli  

Ergänzungen:  

Borner S./Brunetti A./Straubhaar T.: Schweiz AG. Vom Sonderfall zum Sanierungsfall? Zürich 1990, Neue Zürcher Zeitung 
Fatton J.: Frauen sind wie Fondue, in: ALPHA - Der Kadermarkt der Schweiz vom 14/15.April 2001,S.3 
Gentinetta K.: Toleranz ohne Grenzen? Globale Realitäten und die politische Kultur der Schweiz, Bern 2002,Haupt 
Geyer E.: Kreativität, angewandte. in: Management-Enzyklopädie, Band 5,2.Auflage, Landsberg am Lech 1983, Moderne Industrie,S.782: Soziale Kreativität-Eigenschaften auf Basis der Untersuchungs-Ergebnisse von Erika Landau
Hampden-Turner C.: Modelle des Menschen. Ein Handbuch des menschlichen Bewusstseins, Weinheim 1986,Beltz,S.104ff.: Die Kontroverse um die zwei kreativen Denkstile - Divergent (Kunst) und Konvergent (Wissenschaft) von Getzels, Jackson und Hudson
Kälin K.,Hrsg.: Captain oder Coach? Neue Wege im Management, Thun 1995,Ott 
Kobbert M.J.: Kunstpsychologie: Kunstwerk, Künstler und Betrachter, Darmstadt 1986,Wissenschaftliche Buchgesellschaft,S.160: Methodischer Hinweis von Wolfgang Metzger  
Kramer F.: Problemlösungs-, Zielsetzungs- und Entscheidungssystematik in der Führungspraxis. Schriftenreihe "Die Orientierung" Nr.90,Bern 1987,Schweizerische Volksbank,S.31: Problem-Begriff nach Kepner und Tregoe,S.32: Begriffe Problematik und Problemsolver 
Ladensack K.: Kreativität im Management. Heidelberg 1992,Sauer,S.28ff.: Führungstätigkeit als Problembearbeitungsprozess und als Feld kreativer Anforderungen,S.68ff.: Lösung von Managementaufgaben als Problembearbeitungsprozess 
Lüscher M.: Das Harmonie-Gesetz in uns. Völlig aktualisierte und erweiterte Neuausgabe, Düsseldorf 1993,Econ,S.116ff.: Die vier Wege (Ideale) zum harmonischen Gleichgewicht 
Mann R.: Das ganzheitliche Unternehmen. Die Umsetzung des Neuen Denkens in der Praxis zur Sicherung von Gewinn und Lebensfähigkeit. 6.Auflage,Stuttgart 1995,Schäffer-Poeschel,S.130ff.: Wertschöpfung als Qualität 
Menz A.P.: Menschen führen Menschen. Unterwegs zu einem humanen Management. Wiesbaden 1989,S.99ff.: Die vier Phasen des kreativen Prozesses von Poincaré  
Müri P.: Chaos-Management. Die kreative Führungsphilosophie. München 1989,Heyne,S.121ff.: Test zur Selbstprüfung ob man ein Abstinenz-, Ordnungs-, Chaos- oder Kreativ-Manager ist?S.126ff.: Führungsstile der erwähnten Management-Typologie
Derselbe: Kontext, Kultur und Kraft - Eckpfeiler des neuen Führungsstiles, in: Kälin K./Müri P.,Hrsg.: Führen mit Kopf und Herz, Psychologie für Führungskräfte und Mitarbeiter,Thun 1988, Ott,S.113ff.: Mit Fragebogen zur persönlichen Führungsstrategie 
Neckermann B.: Verkaufserfolge mit Persönlichkeit repräsentieren, verhandeln, überzeugen, Zürich 1992,Moderne Industrie,S.22: Persönlichkeitsleits-Pyramide 
Pfister D.: Identität und Virtualität im Unternehmen. Basel 2000, PFISTER-Marketing,S.34: Welche Werte sollen unser Denken und Handeln bestimmen? aus: Bromann/Piwiner der Unternehmenskultur,Stuttgart 1992,S.64 leicht gekürzt 
Schwarz P.: Management in Nonprofit Organisationen. Eine Führungs-, Organisations- und Planungslehre für Verbände, Sozialwerke, Vereine, Kirchen, Parteien usw., 2.Auflage, Bern 1996,Haupt,S.44ff.,279ff.; Episoden-Modell,S.281ff.: Promotionsarten und Promotoren: Sach-, Macht- und Sozial-Promotoren 
Strasmann J./Schüller A.,Hrsg.: Kernkompetenzen. Was Unternehmen wirklich erfolgreich macht. Stuttgart 1996,Schäffer-Poeschel,S.85: Miss-Verständnisse 
Thom N.: Innovationsmanagement. Schriftenreihe "Die Orientierung" Nr.100,Bern 1992,S.10ff.: Kreativität und Innovationsbereitschaft 
Ulrich P./Kaiser M.: Das Unternehmen, ein guter Bürger. Corporate Citizenship im Zeichen gesellschaftlicher Mitverantwortung, new management Nr.12/200,S.25-31

Quellen-Grundlage: 

Kunsthaus Culture Art: Grundlagen zur Nachhaltigen Entwicklung der Wallis AG, Brig den 31.5.2002,S.27ff.: Die Wallis AG Führungs-Technik: Clear - Cluster - Create, S.32ff.: Die drei Wallis AG Organisations-Formen: Quality, Creativity und Selection Circle,S.40ff.: Die 5-P kreativer Leadership und Grundlagen einer sophokratischen Elite zur Bewerkstelligung von Valais Excellence  
Wallis Tourismus: Projekt-Website "Valais Excellence" mit Pressebericht zur Marke "Wallis" 

Tabellen - I + II:

Grünwald M.W.: Unternehmungsführung und Kreativitäts-Management. Die Theorie und Praxis der Moderne. Unveröffentlichtes KCA-Buchprojekt,S.63ff.: Führungs-Technik und Führungs-Politik bestimmen die Gestaltungs-Form des Führungs-Handelns wie der Handlungs-Führung  
Derselbe: Webpage zur politischen und technischen Vernunft,1999-2001,letzte Änderung: 13.7.2001 
Derselbe: Die Kunst & das Management der Moderne. Kreativität & Innovation im Zeichen globaler Vernetzung. Unveröffentlichtes KCA-Buchprojekt,S.64ff.: Farbe - Form - Funktion und Flexibilität der Schlüssel zum ganzheitlichen Qualitäts-Bewusstsein 
Derselbe: Webpage zum Sinnergie-Gehalt abstrakter und konkreter Kunst,2000-01,letzte Änderung: 13.7.2001

© 2002-04 kca - letzte Änderung: 24.11.08