II GrossRegionen 8 SubRegionen als AktionsGebeit der 13 Sterne-Republik

I. OberWallis ( d )

1. Region Goms
2.
Region Brig/Östlich Raron
3. Region Visp/Westlich Raron
4. Region Leuk


II. UnterWallis ( f )

5. Sierre Région
6. Région Sion
7. Région Martigny
8. ARMS Monthey-St.-Maurice

Zur Kultivierung der Wallis AG auf dem Weg zu Excellence ...

A: Der Bilingue Kanton Wallis-Valais ...  
M:
Ja bzw. Oui haben nicht für alle die gleiche Bedeutung ...  
E:
Das Sprach-Problem realistisch sehen und kooperativ lösen ... 
N:
Gefordert territoriale Re-Organisation der 13 Sterne-Republik  ...  

AMEN: Oder woran es der Wallis AG zur Zeit vor allem mangelt  ...

A: Der Bilingue Kanton Wallis-Valais ...

Die Zweisprachigkeit: Deutsch (Oberwallis) und Französisch (Unterwallis) ist zweifelslos ein     Wesens-Merkmal des Bilingue-Kantons Wallis-Valais. Die Sprachkompetenz ist aber regional recht unterschiedlich. Im Oberwallis bemüht man sich, als Minderheit Französisch zu parlieren. Im Unterwallis dagegen ist die Sprache Goethes quantité négligeable. Wer als Oberwalliser in Staatsdienste treten will, muss bilingue sein. Vom Gegenteil hat der hier zitierte Chefredaktor des Walliser Boten, Pius Rieder, noch nie etwas gelesen.

M: Ja bzw. Oui hat nicht für alle die gleiche Bedeutung ...

Als nur Deutsch sprechender Oberwalliser im unteren Kantonsteil um Arbeit und Aufträge nachzusuchen, ist sinnlos. Man wird mitleidig belächelt. Die Oberwalliser Staatsräte und Dienstchefs sind gezwungen, bei öffentlichen Auftritten, Wahlversammlungen und bei Medien-Konferenzen Französisch zu sprechen, wenn sie ihre Botschaft verstanden haben wollen. Das Gegenteil erfahren wir bei den Französisch sprechenden Unterwalliser Regierungs-Mitgliedern nur beim Wort Prosit. Dafür genügt eigentlich auch die Gestik des Armehebens. "Ja" bzw. "Oui" hat damit nicht für alle die gleiche Bedeutung. Dies als Anmerkung wie der von der Politik vielgepriesene Bilinguismus in der Praxis von ihnen selber praktiziert wird. Es stellt sich in dem Zusammenhang ernsthaft die Frage ob ein Verbund mit der Westschweizer Fachhochschule wirklich ausreicht oder nicht durch einen gleichwertigen Verbund mit den Deutschschweizer Fachhochschulen zu ergänzen wäre. Hier ist die Hochschule Wallis gefordert in den nächsten Jahren Kompetenzen aufzubauen, die ein sowohl als auch abdecken und auf dem westschweizer wie deutschschweizer Markt gefragt sind. 

E: Das Sprach-Problem realistisch sehen und kooperativ lösen ...

Dass ein latentes Sprach-Problem vorliegt, ist auch in der beruflichen Weiter-Bildung feststellbar und wird in den nächsten Jahren kaum kleiner. Sich einen Vorbereitungskurs zu einer höheren Fachprüfung in einer Fremdsprache vorzustellen, fällt schwer und ist auch wenig realistisch. Aus dieser Sicht ist manch ein Berufsverband gefordert, in nächster Zeit gemeinsam mit den Verbandskollegen in der West- bzw. Deutschschweiz zusammen zu sitzen und nach Kooperations-Möglichkeiten zu suchen. Womit Kooperationen über die bestehende kantonale Sprach-Grenze hinweg mit der NEAT-Eröffnung noch wichtiger werden. Sei dies Kooperationen zwischen den Sprach-Regionen und ihren Nachbar-Regionen oder zwischen den Destinationen und ihren (Kompetenz-) Zentren. Aufgrund ihrer Positionierung hat die Wallis AG als Arbeits- und. AktionsGemeinschaft permanent Kooperationen mit Institutionen und Einrichtungen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu unterhalten und ein vielseitiges Kontakt-Netz zu unterhalten, das ständig zu erweitern und den jeweiligen Erfordernissen flexibel anzupassen ist. Mit "Z-Link" bietet sich der Wallis AG ein Benchmark an, der aufzeigt, wie eine solche Kooperations-Struktur zur Erzielung von Business Intelligence zu bewerkstelligen ist. 

N: Gefordert territoriale Re-Organisation der 13 Sterne-Republik  ...

Die NEAT verteilt die wirtschaftspolitischen Karten (vor allem) für das deutschsprachige Oberwallis neu. In 30 Minuten wird man von Visp aus ein Zentrum wie Thun erreichen, also eine Agglomeration, die zu den zehn grössten der Schweiz gehört und die das Oberwallis oft unterschätzt. Thun, das ist eine Agglomeration mit 81'000 Einwohnern (gut 70'000 zählt das Oberwallis), mit 37'000 Beschäftigten, mit 11'400 Arbeitsplätzen in Industrie und Gewerbe und 24'300 Arbeitsplätzen im Dienstleistungs-Sektor. Dieser Wirtschaftsraum ist nicht in einzelnen Gemeinden, Bezirken und Subregionen wie das Oberwallis organisiert, sondern als eine Region. Davon ist das Oberwallis noch (weit) entfernt. 

Stossrichtung: Oberwallis eine Region mit einem Zentrum Brig-Naters-Visp ...

Wenn man die heutigen oberwalliser Verhältnisse auf die Stadt Winterthur als zweiten Benchmark neben Thun hier heranzieht, dann müssten dort 400 bis 500 Leute allein in der Stadt-Regierung sitzen - und es gäbe dort nicht weniger als 100 Musik-Gesellschaften. Diese starke Verzettelung erweist sich nicht nur bei der Wirtschaftsförderung als problematisch, sondern erschwert jegliche Zusammenarbeit und ruft nach Struktur-Anpassungen und einem Denken in grösseren Zusammenhängen und Leistungs-Einheiten. Nicht nur die Gemeinden müssen sich zusammenschliessen, sondern vielmehr auch die drei grossen Oberwalliser Ortschaften Brig,Naters und Visp zu einem Zentrum (Städte-Netzwerk), um mit anderen Zentren (Städten) effizienter zu kooperieren als jetzt. Da das Oberwallis heute schon stark auf die Deutsch-Schweiz ausgerichtet ist, wird gewiss die NEAT diesen Trend noch verstärken. Die Öffnung der deutschschweizer Märkte und der direkte Zugang zum Espace Mittelland wird also nicht nur das Konsumverhalten (Einkauf in den Thun oder Bern) ändern, sondern birgt auch einen gewissen staatspolitischen Zündstoff, dem es mit Weitsicht zu begegnen ist, wie dies hier skizziert wird.

AMEN: Oder woran es der Wallis AG zur Zeit vor allem mangelt ...

In unserer Studie "Zur Kultivierung der Wallis AG" gingen wir auf die nachgenannten 3 Problem-Bereiche näher ein, welcher der Wallis AG im Wege stehen um Excellence zu erreichen und damit im interkantonalen Benchmarking-Vergleich besser abzuschneiden.

  1. Basis-Problem: Struktur oder der Mangel an Transparenz und fehlender politischer und technischer Vernunft. Ignorierung der Erkenntnis, dass Struktur = Organisation + Führung bedeutet, Struktur und Person eine Einheit bilden, ein Struktur-Wandel immer zwei Komponenten umfasst. SEP 1: Substantieller Struktur-Wandel auf physisch-materieller Ebene. Wird durch eine gezielte Ressourcen-Zuordnung erreicht. SEP 2: Geistiger Struktur-Wandel betrifft die personenbezogenen Änderungen psychologisch-geistiger Art. Bedingt eine bewusste Gestaltung der Marketing - Management - Kultur. SEP = Strategisches Erfolgs-Potential bzw. Strategische Erfolgs-Position.

  2. Zentral-Problem: Mentalität oder der Mangel an Professionalität und fehlendem Vertrauen in den anderen. Feststellbar in Form von Desinteresse, Missgunst und Neid als Charakterzüge. Mentalität ist die geistig-seelische und typische Grund-Haltung eines Menschen, einer Volksschicht, Volks-Gruppe oder Landes. Hierbei wird Ethik und dessen Kern-Gedanke, die Toleranz zum Prüfstein und die Gast-Freundschaft zur Ethik-Lernwerkstatt.

  3. Folge-Problem: Dienstleistung oder der Mangel an Kultiviertheit und fehlender Total Quality Mentality, die motiviert, Freude macht und Sinn stiftet. Erfolgsentscheidend ist dazu nicht Total Quality Management, sondern dessen Führungs-Instrument: Total Quality Mind, das Bewusstsein für Ganzheitlichkeit im Sinne des Schweiz>Wallis AG TQM-Leadershipkonzeption.

Diese in der Studie "Zur Kultivierung der Wallis AG" ausführlich beschriebenen Mängel sind einerseits Defizite im BILDungs-Bereich, andererseits an Beispielen und VorBILDern, von und durch die man lernen kann, mediokratische Zustände zu überwinden, um als Wallis  ArbeitsGemeinschaft Excellence zu bewerkstelligen, das Nachhaltigkeit bewirkt.

Quellen:

Kunsthaus Culture Art: Grundlagen zur Nachhaltigen Entwicklung der Wallis AG, Brig den 31.5.2002,S.2: Zur Kultivierung der Wallis AG, S.5ff.: International Benchmark Report 2001mit Spezialauswertung für den Kanton Wallis, S.11: Gefordert territoriale Re-Organisation und Struktur-Anpassungen, Stossrichtung: Oberwallis als eine Region mit einem Zentrum Brig-Naters-Visp und den beiden Benchmarks: Oberwalis-Thun und Oberwallis-Winterthur,S.13ff.: Sprache als Kultur-Träger und Bildungs-Problem der 13 Sterne-Republik,S.39: Die drei Z-Link Kooperations-Formen: 1. Institutionalisierte Kooperationen, 2. Flexibel-institutionalisierte Kooperationen und 3. Lose Kooperationen als Wallis AG Kooperations-Struktur zur Bewerkstelligung von Valais Excellence
Dasselbe:
Studie zur Kultivierung der Wallis AG, Brig den 12.3.2002,S.5ff.: Basis-Problem: Struktur,S.11ff.: Zentral-Problem: Mentalität,S.18ff.: Folge-Problem: Dienstleistung

Abbildung:

ValaisInfo: Die 8 sozio-ökonomischen Regionen des Kanton Wallis

© 2002-05 kca - letzte Änderung: 24.11.08