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Plus |
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| Unter Corporate Design verstehen wir eine übergreifende sichtbare Darstellung des Denkens und Handelns einer Institution oder Person. Übergreifend darum, weil es beim Corporate Design in erster Linie um die Manifestierung einer inneren Verfassung (Identität bzw. Gesinnung) eines Unternehmens und seiner Führungskräfte geht. Mit anderen Worten geht es hier um die Sichtbarmachung der Wert-Haltungen hinter dem Schweiz AG* TQM-Leadershipkonzept, dessen Gestaltungs-Mittel Design (engliches Wort für Formgebung) ist. Zuerst allgemein betrachtet aus einer "aufgeklärten" Welt-Sicht, die wir danach management-philosophisch konkretisieren anhand den beiden Sphären der Unternehmung und deren Handhabung im Wert-Schöpfungs-Prozess. * Schweiz AG = moderne Bezeichnung für Schweizer Eidgenossenschaft bzw. Confoederatio Helvetica (CH) | ||
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Dualität |
Polarität |
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| Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die Welt zu sehen. Man könnte sich vorstellen, wir hätten zweierlei Brillen, mit denen wir sie betrachten könnten. Aber die Brillen sind sehr unterschiedlich. Nicht nur rein äusserlich von ihrem Design her, sondern insbesondere in ihrer Wirkung. Durch beide Brillen sehen wir völlig unterschiedliche Bilder. Je nachdem, ob wir die eine oder die andere Brille aufsetzen, sehen wir die Welt völlig anders. Wir nennen diese Brillen, die uns für die Betrachtung der Welt zur Verfügung stehen: Dualität und Polarität. Lassen Sie uns den Blick durch diese beiden Brillen werfen. Zuerst durch die Brille, die wir "Dualität" genannt haben. Sie ist uns vertraut. Das dualistische Prinzip haben wir von Jugend an gelernt. Alle Menschen lernen das so in der Kindheit, weil es die Eltern, Lehrer und alle Menschen, die in unserem Umfeld sind, nicht besser wissen. Denn es ist das Bild der Welt, das sich von Generation zu Generation überträgt. Seit dem Sündenfall. Man könnte sagen, die Brille der Dualität ist das, was man als Erbsünde bezeichnet. Weil diese dualistische Weltsicht - ohne sie zu hinterfragen - von Generation zu Generation als Selbstverständlichkeit weitervermittelt wird [Rudolf Mann. Der ganzheitliche Mensch: Lebenssinn und Erfüllung im Beruf,Düsseldorf 1991, Econ,S.105ff.] | ||
| Wahrnehmung | Beurteilung | |
| In der Welt der Dualität verbinden wir jede Wahrnehmung durch die Sinnesorgane mit einer Bewertung. Mit einem Urteil. Mit einer Unterscheidung zwischen der einen Seite und der anderen Seite, mit der Unterscheidung zwischen gut und böse, richtig und falsch. Dualität heisst mit anderen Worten Wahrnehmung und Beurteilung in einem Schritt, Polarität bedeutet dagegen Wahrnehmung ohne Urteil. Wer sich der Polarität bewusst ist, nimmt automatisch wahr, dass überall dort, wo ein Pol zu erkennen ist, ein anderer existiert. Sonst könnten wir den ersten nicht wahrnehmen. Unsere Einstellung erst macht aus dem, was wir wahrnehmen, etwas, was wir als richtig oder falsch empfinden. Wenn wir etwas beurteilen möchten, dann teilen wir was ursprünglich als Einheit (Ganzes bzw. System) erscheint zunächst in Gegensätze (Teile oder Elemente), wie z.B. in den natürlichen Gegensatz Geist und Materie. Jede Beurteilung wird noch treffender (gezielter), wenn man nach der ersten Gegensatz-Unterscheidung noch eine zweite erfolgt, wie hier in Strategie und Operation. Diese 4-heit liegt in der Natur des Denkens begründet. Denn es sind immer 4-Denk-Kategorien (drei für den Raum als Länge, Breite und Höhe und die vierte für die Zeit), die wir auf das anwenden, was wir zu verstehen versuchen. Der Beweggrund dieses Begreifen-Wollens ist das natürliche Streben des Menschen nach Ganzheit ("Total"), symbolisiert im "Plus-Zeichen" des Schweiz AG TQM-Leadershipkonzept, dem folgende Management-Philosophie von Hans Ulrich zugrundeliegt. | ||
| Geist | Materie | |
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Die dem Schweiz AG TQM-Leadershipkonzept zugrundeliegende Management-Philosophie [vgl. Hans Ulrich: Management, Bern 1984,Haupt,S.344ff.], geht von einer gedanklichen Trennung von Unternehmung und Umwelt in eine materielle und eine geistige Sphäre aus. Beide Sphären sind nach Hans Ulrich nicht nur in der Umwelt vorhanden, sondern durchdringen auch die Unternehmung [vgl. Abbildung]. Die geistige Sphäre ist die Welt des Denkens und Fühlens von Menschen, der Werte, Bedeutungen und Urteile, des Planens und Entscheidens, also dessen, was den Menschen heraushebt aus der ganzen übrigen Welt und ihn unterscheidet von anderen Lebewesen und von der "toten" Natur. Die materielle Sphäre ist die Welt des Naturgegebenen, der Objekte ausserhalb des Menschen, aber auch des Handelns, der Verwirklichung des Vorgedachten und -geplanten. In der materiellen Sphäre des Machbaren sind wir begrenzt durch die Naturgesetze, die den materiellen Aufbau der Welt und die Evolution des Lebens beherrschen, in der geistigen Sphäre des Denkbaren durch die Leistungsgrenzen unserer angeborenen Erkenntnisapparates. Die beiden Sphären sind nicht unabhängig voneinander, sondern unauflösbar und zirkulär miteinander verknüpft. Was wir denken und fühlen, bestimmt unser Handeln, und unser Handeln verändert die materielle Umwelt, diese wiederum verändert unser Denken und Fühlen und führt zu verändertem Handeln und so fort. Der vielzitierte gesellschaftliche Wandel vollzieht sich also auf zwei Ebenen: Es verändern sich sowohl die Werte und Einstellungen, das Wissen der Menschen wie auch - über das menschliche Handeln - die materielle Welt selbst, die wir erfahren und beurteilen und die uns zu neuen Werten und neuem Wissen führt. Es ist hoffnungslos, das eine als Ursache und das andere als Wirkung aufzufassen; wie beim Huhn und beim Ei, bedingt das andere, beide sind voneinander abhängig und stehen gewissermassen in einer ständigen Auseinandersetzung miteinander, wie dies in der Beschreibung des Wert-Schöpfungs-Prozesses der Unternehmung wie folgt zum Ausdruck kommt. |
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| Wert | Schöpfung | |
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Wie bei so vielen Worten der deutschen Sprache können wir bereits an dem Begriff Wert-Schöpfung die beiden genannten Sphären (Ebenen) erkennen, über die Nutzen kreiert und Gewinn in einem Unternehmen abgeschöpft wird [Vgl. Rudolf Mann: Das ganzheitliche Unternehmen. Stuttgart 1995, Schäffer-Poeschel, S.130ff.: Wertschöpfung als Qualität] quantitativ ...
qualitativ ...
Nutzen kreieren
Das Richtige
richtig
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© kca: 15.12.1999 - Letzte Änderung: 20.12.2002 |
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