Strategie-Struktur

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- Der 3-dimensionale Begriff Strategie 
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Natur, der
Weg der Strategie 
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Kultur. der Weg-Weiser der Strategie 
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Zivilisation, das Weg-Ziel der Strategie 
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Die 5 Grundlagen der Strategie 
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Tao > Natur > Situation > hrung > Kunst
Mit dem Schlagwort "Strategie" ist hier der eigentliche Inhalt der Führungstätigkeit, d.h. die Unternehmenspolitik gemeint. Diese Linse fokussiert auf das, was als Leitstern, bzw. Business Mission generell bezeichnet wird. Die nachgelagerte Struktur und Organisations-Prozesse müssen strategiegerecht gestaltet werden. Hierfür ist ein entsprechender Führungs-Stil und Führungs-Methodik Voraussetzung zur Schaffung einer innovativen Unternehmens-Kultur. Womit klar zum Ausdruck kommt, dass die Strategie die Marschrichtung eines Unternehmens bestimmt, deren Entwicklung und Umsetzung eine klare Abstimmung zwischen Zielen - Massnahmen (Strategie i.e.S) und Mitteln auf auszuarbeitenden Grundlagen verlangt. Den von Hans Wüthrich (1991) eingeschlagene Weg, weg von der "Strategietechnokratie" hin zum "mentalen Management" setzen wir hier wie folgt fort:
Der 3-dimensionale Begriff  Strategie  
In den folgenden Ausführungen gehen wir davon aus, dass der Begriff Strategie und damit auch das strategische Denken unter drei vorrangigen Blickpunkten der menschlichen Realität betrachtet werden kann. Es sind dies in Anlehnung an Dyllick (1982,S.16ff,41ff.): 1. Natur, 2. Kultur, 3. Zivilisation. Zu beachten ist hierbei, dass diese drei Bereiche, bildlich gesprochen, als Ablagerungen in verschiedenen Gesteins-Schichten vorzustellen sind, welche zusammen einen dreischichtigen Berg bilden, dessen Deutung eine Wahrnehmung durch "3 Brillen" (vgl. Müri in: Huber/Daenzer, 1992,S.287ff.) verlangt: 1. Verstandesbrille: objektive äussere Wahrnehmung = Faktendenken, 2. Gefühlsbrille: subjektive äussere und innere Wahrnehmung = Wertedenken, 3. Intuitionsbrille: transzendentale innere Wahrnehmung = Bilddenken
Natur - der Weg der Strategie  
"Das Buch der fünf Ringe" (1985) des Samurai-Meisters, Philosophen, Malers und Bildhauers Myamoto Musashi (1584-1645)  behandelt äusserlich betrachtet den Weg der Schwertkunst; aber indem Musashi ihre verschiedenen Prinzipien in den fünf Büchern: dem Buch der Erde, des Wassers, des Feuers, des Windes und der Leere darstellt, erhalten wir nicht nur Einblick in den Weg der Strategie als den Weg der Natur, sondern auch die folgenden Aufschlüsse über die Kultivierung dieses Weges.
Kultur - der Weg-Weiser der Strategie  
Der Einleitung des "Buches der fünf Ringe "(S.51) können wir entnehmen, dass das "Schriftzeichen" für "Weg" sich sinojapanisch "do" liest und dasselbe ist wie das chinesische "tao" und dass dieses Schriftzeichen in den Bezeichnungen verschiedener Künste und Wege benutzt wird, z.B. "Ka-do" (Blumenweg); "Cho-do" (Teeweg) u.a.m. All diese Wege stellen die menschliche Tätigkeit in einen ganzheitlichen oder kosmischen bzw. religiösen Zusammenhang, der den Übenden zur Vollendung führen soll. Diesem Gedanken-Gang folgend kann letztlich unser ganzes Dasein unter dem Bild des Weges gedacht werden. Wo der Weg aber zum blossen Kriterium des "technischen Fortschritts" wird, dass alles immer schneller geht, da wird die Strecke zwischen Anfang und Ende immer kürzer und der Weg verschwindet und mit ihm auch die Sinn-Macht der sprachlichen Symbolik (und die "wa(h)re" Kunst").
Zivilisation - das Weg-Ziel der Strategie
Auf dem natürlichen Fundament der "fünf grossen Elemente" haben wir den Tao-Weg der Strategie errichtet und hingewiesen, was mit dem Schriftzeichen für "Weg" in der asiatischen Kultur in Beziehung gebracht wird, bzw. welche Gefahr mit dem Primat des "technischen Fortschritts" verbunden ist. Werden wir dieser Gefahr bewusst, erleben wir, dass eine sinnerfüllte Entfaltung des "Natur - Kultur - Zivilisation - Kontextes" vor allem durch Hindernisse in unserer eigenen Persönlichkeit, in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen und in unserer Umgebung blockiert werden. Entweder bleiben wir vor diesen Hindernissen stehen, oder wir umgehen sie, indem wir lernen ihre Positionen zu verändern, oder ihren Einfluss auf unser Leben zu neutralisieren. Dazu dient uns die nachfolgenden "fünf Grundlagen der Strategie" von Sun Tsus 2500 Jahre alten Meisterwerkes "Die Kunst der Strategie" (Wing,1989) als Orientierungs-Grundlage.
Die 5 Grundlagen der Strategie  
Die von Sun Tsu stammenden fünf Grundlagen der Strategie: 1. Tao, 2. Natur, 3. Situation, 4. Führung, 5. Kunst (vgl.Wing,1989,S.26ff.) definieren das Wesen und die Essenz des Strategie-Begriffs, d.h. das, was ständig im Auge behalten werden muss. Sie stellen die Fortbildung des oben erwähnten leitenden Gedankens "Weg" dar, entsprechend den stets sich ändernden Verhältnissen unserer Umwelt. In den Worten Hinterhubers (1992,S.11) ist die Strategie der "Weg, über den die Veränderung zu einem konstruktiven, tragfähigen Konzept ausgebaut wird", welcher sich in Anlehnung an die Struktur-Analyse Rombachs (1988,S.262ff.) wie folgt charakterisieren lässt. Als Richtschnur dient uns die hier näher erörterte Abkürzung: "A-M-E-N".
  A: Tao 
Tao bedeutet wörtlich Weg, über den der Prozess des kontinuierlichen Wandels in der Natur geschieht. In den Worten Musashis: "Der Weg der Strategie ist der Weg der Natur". 
M: Natur 
Alle Vorgänge, die wir in der Natur beobachten, nehmen am erwähnten Wandlungs-Prozess teil und das diesen Prozess bedingende Gesetz nennen wir "Polarität" (Wendt,1986). So gesehen sind Ziele und Mittel zwei Seiten eines gleichen Vorganges, den wir "Strategie" (Weg) nennen. Ein Weg wird in diesem Sinne erst dann begehbar, wenn die anvisierten Ziele bekannt und die zur Erreichung dieser Ziele notwendigen Mittel vorhanden sind und (dafür) eingesetzt werden.
E: Situation  > Aspekte
Wir merken uns: Ziele müssen gesteckt, anvisiert und genau fixiert werden. Sie sind über zu erkundende Wege zu erreichen und müssen durch einen bestimmten Mittel-Einsatz realisiert werden. Das wichtigste ist auch hier, die "Flexibilität" (Klimecki R.G./Probst G.J.B./Gmür M.,1993). In den Worten Senecas: "Ich wünsche mir die Kraft, die Dinge zu verändern, die ich ändern kann - und die Gelassenheit, die Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann - und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." 
N: hrung 

Die strategische Führung beruht zuerst einmal auf dem Richtungs-Gedanken, d.h. auf der Suche nach einer optimalen Ziel-Position, von der aus spezifische, präzisierbare Ziele erreicht werden können. Strategie ist so verstanden der Weg, über den diese Ziel-Position anvisiert und in entsprechenden Massnahmen zur Zielerreichung fixiert wird. 

Zischenstop:

Die Verfolgung einer Strategie setzt damit voraus, dass bestimmte Ziele feststehen, bzw. festgelegt werden, welche weiter präzisiert und den effektiven Entwicklungen angepasst werden. Die Entwicklung einer Strategie besteht somit in der Konzeption von Zielen, Massnahmen und Mitteln und bezweckt die Veränderung einer Situation. Ohne die Änderung im bestehenden Mittel-Einsatz wird dies nur mühsam zu bewerkstelligen sein, zudem Wege nicht nur erzielt, sondern auch erschlossen, angelegt und begehbar gemacht werden müssen, soll vorhandenes Potential genutzt und Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden.

A-M-E-N:  Kunst 
Der "strategische Entscheidungs-Prozess" (Hinterhuber,1992,S.19) ähnelt dem kreativen Prozess von Personen, welche künstlerisch tätig sind. Die Kunst der strategischen Führung liegt dabei in der Verbindung von Planmässigkeiten im Grossen mit dem Wage-Mut des Darauf-ankommen-lassens jenseits der Grenzen der Berechenbarkeit. Diese Art von Kunst (Hinterhuber 1992, Band 1: S.7ff.,37ff., Band 2: S.291ff.,294ff,302ff.) erlernt sich wie jede Kunst nicht auf rein rationalistischem, sondern vor allem auf empirischem Wege, d.h. auf dem Wege der Tätigkeit, welche den Neigungen des betreffenden Menschen entsprechend zu handhaben und zur Fertigkeit hin auszubilden ist. Das Wie? führt uns zur Definition, was wir unter dem Schlagwort "Struktur" verstehen.

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