UnternehmenSPhilosophie  

"Ein Weg bildet sich dadurch, indem er begangen wird." Dschuang Dsi. Was zählt ist das Gehen oder wie ein chinesisches Sprichwort sagt: "Auch eine Reise von 10000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt"
Grundlageninformationen zur KCA - UnternehmenSPhilosophie
- Auf vielerlei Weg und Weise ... 
- Das - ist nun mein Weg, - wo ist der eure? 
- Innen-nach-Aussen-Strategie vs. Aussen-nach-Innen-Strategie 
- Verschiedene Einstellungen und Unternehmenskulturen 
- Der ethische Hintergrund: Charakter-Ethik vs. Image-Ethik

- Führung von Innen eine Gewissensfrage 
- Führung von Aussen eine Frage von Vertrauen und Übereinstimmung  
- Grundlagen der KCA Innen-nach-Aussen-Strategie bestehend aus 
- Sechs Bildungs-Bausteinen: 1. Welt-, 2. Menschen-, 3. Verhaltens-,  
- 4. Meinungs-, 5. Urteils- und 6. Entscheidungs-Bildung
- Grundlagen der KCA Aussen-nach-Innen-Strategie bestehend aus der
- Dokumentationsreihe "Der Kulturmanager" und dem Buch-Projekt zur Moderne
Kultur>Marketing-Management erfordert kompetentes Handeln
- Die 3 Meta-Kompetenzen der Informationsgesellschaft 
- Die 5 Kern-Kompetenzen des Managements 
- Formale Kompetenz die Kern-Kompetenz der Kunst 
- Das Kompetenzen-System der Kunst fördert die Persönlichkeitsbildung 
- Das Kompetenzen-System des Managements fördert das Persönlichkeitsformat 
- Die 7-P der Innovationsfähigkeit und 7-I der Persönlichkeitsprofilierung
"Auf vielerlei Weg und Weise ..."
"Auf vielerlei Weg und Weise kam ich zu meiner Wahrheit: nicht auf einer Leiter stieg ich zur Höhe, wo mein Auge in meine Ferne schweift. Und ungern nur fragte ich stets nach Wegen, - das ging mir immer wider den Geschmack! Lieber fragte und versuchte ich die Wege selber. Ein Versuchen und Fragen war all mein Gehen: - und wahrlich, auch antworten muss man lernen auf solche Fragen! Das aber - ist mein Geschmack: - kein guter, kein schlechter, aber mein Geschmack, dessen ich weder Scham noch Hehl mehr habe."
"Das - ist nun mein Weg, - wo ist der eure?"
"Auf Nietzsches Frage: "Das - ist mein Weg, - wo ist der eure?" findet sich unsere Antwort in Form der hier vorgestellten UnternehmenSPhilosophie. Wesensmerkmal des dort skizzierten Weges sind die vier Buchstaben "AMEN". Mittels dieser Strukturierungshilfe werden wir diejenigen Grundlagenwerke vorstellen, deren Textbeiträge in die KCA-UnternehmenSPhilosophie einflossen. Hierbei werden wir zwei grundlegende strategische Stossrichtungen voneinander unterschieden, welche die "F+E" Tätigkeit des Kunsthauses Culture Art als Bildungswerkstatt für Kunst-Kreativität-Kultur&Innovation charakterisieren:
  • Forschung als Innen-nach-Aussen-Strategie,
  • Entwicklung als Aussen-nach-Innen-Strategie. 

Zuerst werden wir definieren, was wir darunter verstehen und welche Einstellungen bzw. Unternehmenskultur damit in Beziehung steht. Danach die damit zusammenhängenden Grundlagen anführen, welche im Rahmen der Verfolgung dieser beiden Strategien resultierten, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

  Innen-nach-Aussen-Strategie vs. Aussen-nach-Innen-Strategie
Bei der "Innen-nach-Aussen-Strategie" geht es vereinfacht um die Kultivierung dessen, was wir "Innen-Politik" bzw. "In-Weltmission" bezeichnen. Konkret bedeutet dies, Aktivierung des "internen Human-Potential" von Mitarbeitern, den "internen Kunden" eines Unternehmens. In Stichworten:
  • Innen-nach-Aussen-Strategie
  • Innen-Poltik
  • In-Weltmission
  • Internes Humanpotential
  • Mitarbeiter als interne Kunden

Bei der "Aussen-Politik" bzw. "Um-Weltmission" wird eine "Aussen-nach-Innen-Strategie" verfolgt. Bedeutet dieser Weg Konzentration auf die Bedürfnisse des "externen Human-Potentials" unserer "Marktpartner", dem was wir "externe Kunden" bezeichnen. In Stichworten zusammenfasst:

  • Aussen-nach-Innen-Strategie
  • Aussen-Politik
  • Um-Weltmission
  • Externes Humanpotential
  • Marktpartner als externe Kunden

Unter dem Sammelbegriff "Marktpartner" werden vereint:

  • Beschaffungsmarktpartner, wozu Lieferanten gezählt werden
  • Arbeitsmarktpartner: Arbeitgeber und Arbeitnehmer
  • Kapitalmarktpartner: Kapitalgeber und Investoren/Sponsoren
  • Absatzmarktpartner, Partner, welche in irgend einer Art und Weise bei unserer Leistungsverwertung behilflich sind, Verlage, Galerien, Medien etc.
Verschiedene Einstellungen und Unternehmenskulturen

Diese beiden Strategietypen entsprechen dem "Introversion"  bzw. "Extraversion" Einstellungstypus C.G.Jungs, welche das Wesen und die Kultur des Unternehmens: Kunst + Philosophie auf der einen, bzw. Marketing + Management auf der anderen Seite charakterisieren. In Kurzform:

  • Introversion auf das Subjekt zentriert
  • Extraversion auf das Objekt zentriert
  • Kunst + Philosophie als introvertierter Unternehmens-Typus
  • Marketing + Management als extravertierter Unternehmens-Typus

Wenn das zwischen diesen beiden unterschiedlichen Unternehmens-Typen bestehende Gleichgewicht gestört ist, weil die eine Seite als besser, lohnender oder realer angesehen wird, werden deren Negativcharakteren bemerkbar:

  • Aus Kunst wird reiner Formalismus, d.h. Technik ohne Inhalt
  • Aus Philosophie reine Theorie ohne jeglichen Praxisbezug
  • Aus Marketing reiner Materialismus ohne Werte und Gehalt
  • Aus Management reine Bürokratie ohne Emotionale Qualität und fehlender Flexibilität

Das Ziel einer ausgewogenen und konstruktiven Politik muss daher sein, nicht den einen Weg (Unternehmenstypus) auf Kosten des anderen zu bevorzugen, weil er besser, lohnender oder realer erscheint, sondern ein Gleichgewicht anzustreben, eine Synthese von In- und Um-Weltinteressen, damit aus dem Wechselspiel von Kunst - Philosophie und Marketing - Management das entsteht, was wir Kultur nennen. Das Mittel dazu nennen wir Führung. 

Der ethische Hintergrund: Charakter-Ethik vs. Image-Ethik

Grundsätzlich können wir eine Führung von Innen von einer Führung von Aussen unterscheiden. Kunst und Philosophie sind das Tätigkeitsfeld einer Führung nach Innen. Marketing und Management das Tätigkeitsfeld einer Führung nach Aussen. Die Beschäftigung mit beiden führt uns zur Unterscheidung dessen was Covey Charakter-Ethik bzw. Image-Ethik in seinem Bestseller "Die sieben Wege zur Effektivität" bezeichnet. 

Primäre und sekundäre Grösse  

Heutzutage wird Erfolg zusehens als eine Funktion der Aussenwirkung des richtigen Marketings und Managements definiert. Die Eigenschaft der Charakter-Ethik: Integrität, Demut, Treue, Mässigung, Mut, Gerechtigkeit, Fleiss, Einfachheit und Bescheidenheit welche wir aus der Beschäftigung mit Kunst und Philosophie gewinnen, werden zu Schlagworten degradiert, zu Worthülsen ohne Überzeugungskraft.

So können wir fast täglich aus den Medienmeldungen feststellen, dass vielen Führungsverantwortlichen in Wirtschaft und Politik mit sekundärer Grösse - das heisst sozialer Anerkennung für ihre Talente - es in ihrem Charakter an primärer Grösse oder Güte mangelt. Was letztlich doch konsequent mitteilt, ist eben der Charakter, die Glaubwürdigkeit in dem was wir sagen und tun. Das hat nichts zu tun, ob wir nun redegewandt sind oder nicht, ob wir Techniken für zwischenmenschliche Beziehungen beherrschen oder nicht. Denn letztlich vermitteln wir das, was wir sind, viel besser als das, was wir sagen oder tun. 

Halten wir fest:

  • Führung nach Innen basiert auf Charakter-Ethik
  • Führung nach Aussen zielt auf eine Image-Ethik
  Führung von Innen eine Gewissensfrage
Gewiss alles hat seinen Preis. Jedes Produkt wie jede Dienstleistung. Sie müssen "Gewinn" erzielen, einen "Nutzen" stiften. Aber zu oft, wird vor der "Nutzen-Kreierung" die "Gewinn-Abschöpfung" versucht. Es wird immer wieder vergessen, dass das erste die Ursache, die Voraussetzung für das zweite ist. "Nutzen kreieren" ist der Weg, "Gewinn abschöpfen" das anvisierte Ziel. Wird dies nicht eingesehen, haben wir ein Problem, die Differenz von dem was ist zu dem was sein sollte. 
  • Nutzen kreieren ist der Weg von Kunst und Philosophie
  • Gewinn abschöpfen das Ziel von Marketing und Management

Wir haben es bei der Führung von Innen mit einem "Ziel-Bewertungskonflikt" zu tun. Die Lösung dieses Konfliktes liegt nicht ausserhalb von uns, sondern in uns selber - in dem was wir "Gewissen" nennen. Diese innere Führung des Menschen, welche bei Aristoteles "Entelechie" heisst, d.h. innere Zielgerichtetheit, ist unablässig und konstant auf einen zu handhabenden Weg gerichtet, auf eine in unserem Wesens-Kern gleichsam einprogrammierte Lebensaufgabe oder Mission. 

  • Gewissen ist die innere Führung des Menschen,
  • gerichtet auf eine in unserem Wesenskern gleichsam
  • einprogrammierte Lebensaufgabe oder Mission

Erleben wir dieses einprogrammierte Wissen, können wir von einer erlebten Einsicht bzw. Vision sprechen. Nach seinem besten Wissen und Gewissen handeln, bedeutet Dreierlei. Erstens: Alles ist eine Frage der Zeit und die Essenz dieser Zeit heisst Tao. Zweitens: Zeit und Raum bilden eine untrennbare Einheit, eine vierdimensionale Gestalt, der wir den Namen "AMEN" geben. Drittens: Die Dimension Zeit ist immer relativ, d.h. in Beziehung zur erlebten Einsicht und zum erlebten Wissen einer Person zu setzen und diese Zeitkompetenz hat mit Urteilskraft, mit Erkennen und mit Erfahrung von Sinn zu tun. 

  • Erlebtes Wissen und Einsicht als Kernwerte
  • Charakter und Gesinnung als Richtwerte

Mit anderen Worten bei der  "Innen-nach-Aussen-Strategie" geht es um die Lösung des "Ziel- Bewertungskonfliktes" unserer "In-Weltinteressen" und damit um die Lösung des Wertschöpfungsproblems eines Unternehmens. Nämlich, den wahren Wert eines Unternehmens in den Menschen zu erkennen, deren Potential das eigentliche Vermögen, der eigentliche Gewinn eines Unternehmens darstellt. Dieser innere Wert, den es zu schätzen gilt, hat eine bestimmten Gehalt, kennt einen bestimmten Preis und hat mit "Gut", aber auch mit "Güte", "Echtheit", "Aufrichtigkeit" und "Charakter" zu tun. Diese Wertschöpfung, die es zu würdigen gilt, hat mit anderen Worten mit Gestalt, aber auch mit Abbild, Vorbild und Modell-Bildung zu tun und wird bewerkstelligt mittels dem 4-K Führungsstil der Moderne: Konstruieren, Kommunizieren, Koordinieren und Konzentrieren. 

Führung von Aussen eine Frage von Vertrauen und Übereinstimmung

Und worum geht es bei der "Aussen-nach-Innen-Strategie"? Zuerst einmal geht es um die Lösung des "Weg-Beurteilungskonfliktes" unserer "Um-Weltinteressen". Dies heisst konkret, dass es um die Klärung unserer Vor-Urteile gegenüber dem Andersartigen geht. Diese tief in uns sitzende Problematik möchten wir anhand der Typologie von Peter Block einer Lösung zu führen. Eine Lösung, welche den menschlichen Verantwortungskreis von seiner vorherrschenden "abgrenzenden Selbstverwirklichung" loslöst und transzendiert hin zu einem "ökologischen Selbstverständnis", in dem nicht nur die Lebens-Elemente: Land (Erde) und Meer (Wasser), Luft und Licht (Feuer), Platz haben, sondern die gesamte natürliche "Mit-Welt", die Pflanzen- wie die Tierwelt. 

Mit welchen Typen wir es bei der Visionsdurchsetzung zu tun haben

Wie alles Gewordene, seien es Pflanzen, Tiere oder Menschen, weist auch der unternehmerische Weg in seiner Entwicklung von der Visionsfindung (Führung von Innen) bis zur Visionsdurchsetzung (Führung nach Aussen) ein bestimmtes grundlegendes Muster auf. Auf Zeiten des Aufstiegs, der Evolution und Differenzierung, folgen Zeiten des Abstiegs, der Involution und Integration. Dieses Grundmuster wiederspiegelt sich auch in den beiden Begriffs-Paaren: Verbündete-Feinde und Mitläufer-Gegner. In Anlehnung an das Kapitel "Mehrheitsbildung für unsere Vision: Verhandeln mit Feinden und Verbündeten" des Werkes "Der autonome Manager" von Peter Block, soll hier aufgezeigt werden, wie sich eine Vision durchsetzen lässt,nicht auf Kosten anderer, sondern durch ständiges Wachsamkeit von Innen und unablässigem Bemühen unser Bestes zu geben.

Der Sinn-Gehalt von Verbündeten: Grosses Vertrauen/Grosse Übereinkunft: 

Diejenigen Personen und Gruppen, die unsere Vision teilen und sie auf dem gleichen Weg erreichen wollen werden unsere Verbündete und (Markt-) Partner. Zwischen ihnen und uns herrscht grosses Vertrauen und eine hohe Übereinstimmung in der Vorstellung von Sinn und Zweck eines anvisierten Zieles und in der Frage des dafür erforderlichen Mittel-Einsatzes. Verbündete verdienen die Bezeichnung Partner nicht nur aus dem Grunde, weil sie bestens über unsere Vorhaben informiert sind, sondern auch darum, weil wir ihnen alles anvertrauen können, ohne gleich Angst haben zu müssen, dass dies später gegen uns verwendet wird.

Der Sinn-Gehalt von Feinden: Geringes Vertrauen/Geringe Übereinstimmung 

Der Weg bis zur Visionsdurchsetzung führt uns nicht nur mit Verbündeten und Gleichgesinnten zusammen, sondern auch mit Andersdenkenden, verschiedener Couleur als der unsrigen. Zwei Blickwinkel entscheiden letztlich, ob Menschen in unseren Augen zu Verbündeten oder Feinden werden: Übereinstimmung (Aussen-Sicht) und Vertrauen (Innen-Sicht). Entweder herrscht Übereinstimmung über das von uns anvisierte Ziel, oder wir streiten uns. Entweder herrscht Vertrauen über den Weg dorthin oder Misstrauen. Gründe für Übereinstimmung (Kongruenz) oder Streit (Konflikt) können die scheinbar unterschiedliche Optik von Vernunft (Übereinstimmung) und Liebe (Vertrauen) sein. Dass dieser Schein oft trügt, wissen wir aus Erfahrung und wie er aufzulösen ist, interessiert uns hier vor allem 

Der Sinn-Gehalt von Gegnern: Grosses Vertrauen/Geringe Übereinstimmung

Wesens- und Interessens-Gegensätze machen Menschen zu Feinden und schwierige Situationen (Sach-Zwänge) zu Gegnern. Im Gegensatz zu einem Feind, vertauen wir einem Gegner, aber im Gegensatz mit Verbündeten weichen unsere Auffassungen in der Handhabung einer Sach-Lage voneinander ab, sind nicht vereinbar sind und damit nicht kongruent. Die Aufgabe von Gegnern besteht darin, uns herauszufordern zu einem Wettkampf (Wettstreit bzw. Wettbewerb), um so den gemeinsamen Feind, nämlich eine bedrängende Sach-Lage zu meistern. Feinde fordern uns persönlich, Gegner sachlich. So verstanden sind unsere persönlichen Feinde und unsere sachlichen Gegner (Kritiker) unsere besten Freunde um körperlich und geistig FIT (F = Flexibilität, I = Innovationsfähigkeit, T = Timing) zu bleiben. 

Der Sinn-Gehalt von Mitläufern: Geringes Vertrauen/Grosse Übereinstimmung

Menschen, die zwar hinter unserer Vision und unseren Zielen stehen, aber nicht mit der ganzen Information herausrücken und damit ihre eigenen Wege gehen, nennen wir Mitläufer oder Konkurrenten. Ihnen gegenüber verhalten wir uns taktisch. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, finden wir es notwendig, das Wort "Taktik" wie folgt zu schreiben "Takt-ik", womit alles schon gesagt ist. "Takt-ik" kommt von "Kontakt" und Kontakte werden durch "Takt" und "Sympathie" geschaffen, d.h. durch das Gefühl für ein der jeweiligen Situation angepasstes Verhalten, wie dem Empfinden und der Zuneigung zu anderen Menschen auf Grund gleichartigen Denkens oder ähnlicher Empfindungen.

Der Sinn-Gehalt von Ewig-Neutralen: Geringes Vertrauen/Unklare Übereinstimmung

Gewiss treffen wir auf unserer Mission (Visionsdurchsetzung) auch auf solche Menschen, die einfach keine Position beziehen (wollen), weder für noch gegen unsere Vision. Mit dieser Art von Menschen-Typ lässt sich zwar leicht reden, aber am Ende einer Unterredung wissen wir nie ganz genau, woran wir bei ihnen eigentlich sind. Das Gebot dieser Ewig-Neutralen ist langsam vorzugehen, vorsichtig zu sein, Risiko zu meiden und sich nicht festlegen zu lassen. Wäre unser Wunsche nach Sicherheit nicht so existentiell, würden wir uns gewiss nicht so über diese Beamten-Mentalität aufregen. Solches bürokratisches Verhalten bei Mitmenschen akzeptieren bedeutet, dass wir es auch bei uns akzeptieren können, nicht immer die flexibelsten, innovativsten und schnellsten (FIT) zu sein. 

Wie bereits gesagt bildet der "interne Kunde" und das "interne Human-Potential" von Mitarbeitern den Gestaltungsrahmen dieser Strategie, aus dessen Verfolgung die 6 Bildungs-Bausteines des "Kunst-Projektes" resultierten, dessen Texte die Vorlage  für die  Ausarbeitung der KCA-UnternehmenSPhilosophie und deren Paradigmen lieferte.

Kunst-Projekt

Das Kunst-Projekt gibt Auskunft über einen zurückgelegten Weg, der um das Jahr 1985 mit der Entwicklung des Modelles Kunstökologie begann und im Jahre 1991 mit der Entwicklung des Modelles Kunstphilosophie endete. Es wurde von 1991 bis 1996 durchgeführt und versucht die Erkenntnisse einer neuen Weltsicht bewusstseins-bildend aufzuschliessen und ein neues Führungs- und Kunstverständnis zu vermitteln.

Ablauf und Aufbau des Projektes

  • In der Phase I wurden drei Werke erarbeitet, welche den Forschungshintergrund der KCA-UnternehmenSPhilosophie liefern und die drei Bildungs-Bausteine der technischen Vernunft kennt: 1. Welt-Bildung, 2. Menschen-Bildung, 3. Verhaltens-Bildung 
  • In der Phase II wurden ebenfalls drei Werke erarbeitet, welche ihrerseits den Entwicklungshintergrund der drei KCA-Paradigmen liefert und die drei Bildungs-Bausteine der politischen Vernunft kennt: 4. Meinungs-Bildung, 5. Urteils-Bildung und 6. Entscheidungs-Bildung

Baustein 1: Welt-Bildung

  • Titel: Ganzheitliches Denken und der Prozess Innovation - Kreativität - Führung. 
  • Leitmotiv: Es geht um den Paradigmenwechsel in der Wissenschaft (Philosophie), wie seine Konsequenzen für eine bewusstseinsfördernde Wissenschaftstheorie und -lehre.
  • Inhalt: Es wird in dem Werk nach der Änderung der Denkansätze, der Wertvorstellungen in der Wissenschaft und Philosophie gesucht, nach einem Leerstellengerüst für Sinnvolles und Ganzheitliches, um eine mehrdimensionale Ordnung von Entscheidungsproblemen der Wissenschaft vorzunehmen. Damit wird die Bereitstellung eines problembezogenen Ordnungsrahmens wie eines Vorgehensmodelles angestrebt, zur integrativen Konzipierung von Problemlösungsrichtungen, unter Beachtung kontextualer und situativer Bedingtheiten der Wissenschaftsentwicklung, die als Konzeptionshilfen für die Eigenreflexion oder für den Dialog zur Positionierung von Sachlagen und Absichten dienen
  • Struktur: Einführung: Begreifen was da ist. I. Teil: Einleitung - Definieren was neu ist. II. Teil: Grundlagen - Verstehen was sinnvoll ist. III. Teil: Anwendung - Erklären was zu erzielen ist.  
  • Gewidmet: Felix Grünwald, Daniel Chardon, Christoph Kalbermatter, Caroline Biner und Jung Ok Im-Lemke.

Baustein 2: Menschen-Bildung

  • Titel: Vernetztes Denken als Führungsmodell. Bewusstseinsformung in 10 Schritten
  • Leitmotiv: Paradigmenwechsel in der Management-Wissenschaft, wie seine Konsequenzen für eine bewusstseinsfördernde Führungstheorie und -lehre 
  • Inhalt: Anhand eines Identitätskonzeptes, bestehen aus 10 Arbeitsschritten zur Bewusstseinsformung (Mind Design) wird aufgezeigt, wie sich damit einerseits die Eigeninteressen zur Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit, andererseits die Interessen der Gemeinschaft, in der man lebt, harmonisieren lassen, damit die Kunst des gemeinsamen Wachsens (Ko-Evolution) möglich wird.
  • Struktur: Teil I: Begriffliches Denken als Führungsphilosophie. Teil II: Vorstellungsdenken als Führungsethik. Teil III: Selbstgefühle als Führungspsychologie. Teil IV: Willenskraft als Führungstechnik. Teil V: Tatkraft als Führungspolitik. Teil VI: Spielerisches Denken als Führungstraining. Teil VII: Kreatives Denken als Führungsprofil. Teil VIII: Synchrones Denken als Führungskraft Teil IX: Vernetztes Denken als Führungsmodell. 
  • Gewidmet: Christoph Kalbermatter 

Baustein 3: Verhaltens-Bildung

  • Titel: Führen mit System und Kreativität. Grundlagen und Anwendung des System- und Kreativ-Managements
  • Thematik: Paradigmenwechsel in der Managementlehre, wie seine Konsequenzen für eine bewusstseinsfördernde Führungsmethodik und -praxis.
  • Inhalt: Die Weiterentwicklung der gewonnenen Erkenntnisse will einen Bezugsrahmen für eine konkrete Profilierung der Veränderung unseres Managements- und Führungsdenkens bereitstellen. Der dazugehörige Satz von Begriffen, Gesetzen, Theorien und Perspektiven als Inhalten führt uns zu einem sozial zu interpretierenden, akzeptierten Netzwerk von Verpflichtungen einer zu betrachtenden "community of science". Dieses zu interpretierende und akzeptierte Netzwerk trägt den Namen System-Management und die dazugehörige Verpflichtung Kreativ-Management. Die Kunst des Management besteht nun darin, rechtzeitig zu erkennen, wann das eine und wann das andere geboten erscheint, um eine balancierte Synthese von harten und weichen Faktoren zu erreichen.
  • Struktur: System - Untersysteme - Teilsysteme - Systemelemente - Prozess der Systemstrukturierung - Anschauungsbeispiel zum System-Management. Grundlagen und Anwendung des Kreativ-Managements
  • Gewidmet: Christoph Kalbermatter

Baustein 4: Meinungs-Bildung 

  • Titel: Kunst-Methodik. Versuch einer begrifflichen Systematisierung
  • Leitmotiv: Paradigmenwechsel in der Philosophie und Kunst-Wissenschaft, wie seine Konsequenzen für eine bewusstseinsfördernde Kunsttheorie
  • Hintergrund: Kunst soll nicht als Medium für Kreativität, sondern als das Kreative selbst verstanden werden. Dieses Kreative ist als eine Weise des Bewegens und Machens, als eine blosse Produktionsform zu verstehen, als eine am Produkt konkret sichtbare Methode, als eine Methode aus Freiheit eines Spiels bewusster und unbewusster Kräfte.Die Funktionalität der Kunst besteht darin, dass sie Ideal ist, aber als Ideal einer Methode aus Freiheit
  • Inhalt: Wie beim Baustein Weltbild wird hier nach der Änderung der Denkansätze, der Wertvorstellungen in der Philosophie und Kunst-Wissenschaft gesucht, nach einem Leerstellengerüst für Sinnvolles und Ganzheitliches, um eine mehrdimensionale Ordnung von Entscheidungsproblemen der Kunst vorzunehmen. Damit wird die Bereitstellung eines problembezogenen Ordnungsrahmens wie eines Vorgehensmusters angestrebt, zur integrativen Konzipierung von Problemlösungsrichtungen, unter Beachtung kontextualer und situativer Bedingtheiten der Stilvielfalt, die als Konzeptionshilfen für die Eigenreflexion oder für den Dialog zur Positionierung von Sachlagen und Absichten dienen.
  • Struktur: 1. Fragestellung - Das Prinzip des Vorgehens: Wie erreichen wir unser Ziel? Wie sieht der genaue Weg aus? Wo stehen wir und wohin wollen wir? 2. Problem-Analyse - Das Prinzip der Freiheit: Entwicklungs-, Lenkungs- und Gestaltungsfreiheit. 3. Aufgaben-Analyse - Das Prinzip der Kunst: Kunststil - Kunstregeln - Kunstwerk. 4. Synthese-Analyse - Das Prinzip der Konzeption: Tao Art - System Art - Gestaltung und Mind Design.
  • Gewidmet: Jung Ok Im-Lemke und Felix Grünwald

Baustein 5: Urteils-Bildung 

  • Titel: Kunst-Didaktik: Kunst aus inter- und transdisziplinärer Sicht
  • Leitmotiv: Paradigmenwechsel in der Kulturpolitik, wie seine Konsequenzen für eine bewusstseinsfördernde Kunstlehre
  • Inhalt: Diese Arbeit soll helfen Kunst als Ideal zu verbalisieren. Das dazugehörige Aktivitätsfeld strategische, taktisch und operativ zu skizzieren. Die daraus resultierende Grundrichtung sowohl systematisch, als auch methodisch zu konzipieren. Dadurch soll das Nutzenpotential der Kunst als eine Produktionsform, eine ideale Weise der Kreativität einsichtig, die dafür erforderliche Innovationsfähigkeit und -bereitschaft förderbar gemacht werden. Dies soll hinführen zum Culture Art Modell bzw. zur Tao Art und System Art Pyramide als strategische Erfolgspositionen der Konzeption. System Art, Tao Art und Culture Art werden hier als regulative Ideen der zugrundeliegenden unternehmerischen Initiative angesehen, die quasi als Sinnmodelle auf einen übergeordneten Sinnzusammenhang verweisen. Wirklichkeit, Lebenspraxis und Kultur bilden ein Sinnstiftungs-Potential,d.h. als Kristallisationspunkte bilden sie diesen übergeordneten Sinnzusammenhang, an dem man sich orientiert und der sich je nach Sinnmodell verändert. Dieses sich ändern der Kristallisationspunkte erlaubt es, dass der Ausgangspunkt ständig besser und bestimmter erfasst werden kann und damit sinnvolles Gestalten ermöglicht wird.
  • Struktur: 1. Kunst-Projekt: Kunst und Wissenschaft. Aufbau - Ablauf. 2. Kunst-Konzept: Kunst und Politik. A. Culture Art: Kultur und Kunst. B. Tao Art: Lebenspraxis und Kunst C. System Art: Wirklichkeit und Kunst. 3. System-Sicht: Kunst und Philosophie 4. System-Natur: Kunst und Ethik. 5. Tao erleben: Kunst und Psychologie. 6. Tao gestalten: Kunst und Technik
  • Gewidmet: Jung Ok Im-Lemke und Felix Grünwald

Baustein 6: Entscheidungs-Bildung

  • Titel: Culture Art - Die Kultur der Kunst
  • Leitmotiv: Kunst kultivieren aus westlicher und systemorientierter Sicht wie östlicher und tao-orientierter Sicht
  • Inhalt: Ausgehend vom Lebenslauf der beiden Kunstschaffenden Felix Grünwald und Jung Ok Im-Lemke wird am Beispiel eines "kulturellen Brückenschlags Schweiz-Südkorea" aufgezeigt, wie sich aus diesem ein personenübergreifendes (Kultur-) Leitbild (Band 1), bzw. (Kultur)-Modell (Band 2) herausarbeiten lässt, das dokumentiert wie die Förderung von Mensch - Kreativität - Innovation im Bereich der bildenden Kunst möglich ist.
  • Struktur: Band 1: Brückenschlag Natur&Kunst als der Hintergrund und Leitbild der systemorientierten Kunst. 4-Elemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde als Methodik, innere und äussere Natur als Gestaltungsmodell und impressiver,expressiver und konstruktiver Stil als Betrachtungsweisen. Band 2: Brückenschlag Kultur&Kunst als Hintergrund der tao-orientierten Kunst. Tao des Himmels, der Erde und Menschen als Modell, Der Prozess der Abstraktion als Merkmal der Tao Art Konzeption.
  • A3 Ausstellungsordner: 1. Die Natur als Vorbild des kreativen Schaffens. Der kreative Weg von Felix Grünwald. Die kreativen Phasen in der Natur und der kreative Prozess der Natur. 2. Hintergrund, Vordergrund und Grundlagen des Tao Art. Hintergrund des Tao Art: Lebenspraxis und ganzheitliche Ausbildung. Vordergrund des Tao Art: Menschliches Erleben und Kreativitätsentfaltung. Grundlagen des Tao Art: Gedankenbilder und Sinnbilder
  • Mitarbeit: Felix Grünwald und Jung Ok Im-Lemke

Der "externe Kunde" und das "externe Human-Potential" bilden den Gestaltungsrahmen dieser Strategie, aus dessen Austragung mit Kapital- und Absatzmarktpartnern die hier angeführten Quellendokumente der KCA-UnternehmenSPhilosophie und deren Paradigmen resultierte. Ausgangspunkt bildet die Dokumentationsreihe "Der Kultur-Manager", welche 1995 zum Produkt-Innovations-Programm von M.W.Grünwald&Partner führte, aus dessen Realisierung die drei Buch-Projekte zur Moderne entstanden. 

Produkt-Innovations-Programm von M.W.Grünwald&Partner

Produktionsaspekte und Produktionsebenen sowie Produktionsgehalt: inhaltliche und formelle Seite des Produkte, unterteilt in

3 Management-Zielpositionen 3 Kunst-Zielpositionen
System-Management als Richtziel System Art als Richtziel
Tao-Management als Grobziel Tao Art als Grobziel
Kultur-Management als Feinziel Culture Art als Feinziel

System- und Tao-Management sind hier gleichbedeutend mit Struktur- und Strategie-Management. Struktur - Strategie und Kultur sind die drei vorrangigen Perspektiven zur Betrachtung einer Unternehmung, sei dies das der Kunst oder Unternehmensführung (Management).

Dokumentationsreihe "Der Kulturmanager"

Diese Reihe behandelt die drei wichtigsten Schichten der menschlichen Realität: Natur - Kultur - Zivilisation und untersucht deren Beziehung zum Kunst-Kreativität-Kontext des obgenannten Kunst-Projektes. Realisiert wurde diese Dokumentationsreihe 1993 unter Mitarbeit von Felix Grünwald (1), Jung Ok Im-Lemke (2 + 3) und Christoph Kalbermatter (3) nach dem in der KCA-UnternehmenSPhilsophie erwähnten 4-L Unternehmenskonzept. Eine schematische Darstelltung des behandelten Sinn-Gehaltes vermittelt Ihnen die folgende Übersicht.

  1. Kreativität entwickeln - Die Aufgabe des Kulturmanagers: Der Weg der Natur als Leitfaden. Eindruck und Ausdruck erlebter Natur als Leitidee. Systemorientierte Kunst als Leitbild. Die Natur in ihren Elementen als System-Modell. Die kreativen Phasen in der Natur als System-Betrachtungs-Gegenstand. Der kreative Prozess der Natur als System-Gestaltung. 
  2. Kreativität lenken - Der Auftrag an den Kulturmanager: Der Weg der Kultur als Leitfaden. Europäische und asiatische Kunst als Leitidee. Bildende Kunst als Leitbild. Form, Farbe und Gestalt als Leitbegriffe der bildenden Kunst. Form: Sprache der äusseren Natur. Farbe: Sprache der inneren Natur. Gestalt: Sprache der menschlichen Natur. 
  3. Kreativität gestalten - Die Arbeit des Kulturmanagers: Der Weg der Zivilisation als Leitfaden. Leitbegriffe zum Anforderungsprofil eines Kulturmanagers: Sinn entwickeln, Funktionen lenken und Instrumente gestalten. Kompetentes Handeln als Leitidee. Bewusst-Sein als Leitbild. 

3 Buch-Projekte zur Moderne 

Die in der Reihe "Der Kulturmanager" gewonnen Erkenntnisse fanden ihre Weiterentwicklung in den 3 Buch-Projekten zur Moderne. Ihnen voran gingen die in den Anmerkungen erwähnten Dokumente. Dem letztgenannten entstammen die Textauszüge dieser Webpage. 

  1. Unternehmungsführung und Kreativitäts-Management. Die Theorie und Praxis der Moderne im Zeichen globaler Vernetzung. Teil I: Unternehmungsführung - Die Theorie der Moderne. Der Weg zur Management-Kreativität in 4 Stufen. Teil II: Kreativitäts-Management - Die Praxis der Moderne. Der Weg zur Innovationskraft in 4 Stufen. Inhaltsverzeichnis
  2. Die Kunst und das Management der Moderne. Kreativität und Innovation im Zeichen globaler Vernetzung. Teil I: Vom Sein zum Bewusstsein. Teil II: Dem Bewusstsein die gewünschte Richtung geben Teil III: Vorstoss zu den Quellen der Kreativität und Innovation. Teil IV: Wenn das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Inhaltsverzeichnis
  3. Das Tao der Moderne. Unternehmerisches Denken und Handeln im Zeichen globaler Vernetzung. Grundlagen des 4-K + 4-S Stiles der Führungs-Kunst.  Inhaltsverzeichnis

Anmerkungen:

Das Werk Unternehmungsführung und Kreativitäts-Management stellt eine Weiterentwicklung zweier vorangegangener Einzeldokumente dar, die von der eingereichten Verlagseite als zu wenig umfangreich angesehen wurden. 

  • Die 8 Erfolgsfaktoren der Unternehmungsführung: 1. System, 2. Struktur, 3. Tao, 4. Strategie, 5. Markt, 6. Kultur, 7. Kunst und 8. Technik" lieferte die Vorlage für die Ausarbeitung des Teiles: Unternehmungsführung. 
  • Kreativitäts-Management: Der Weg zum Erfolg in 4 Stufen. Stufe 1: Kreativität anstreben, Stufe 2: Kreativität abfordern, 3. Kreativität umsetzen, Stufe 4: Kreativität aktualisieren, die Vorlage des Teiles: Kreativitäts-Management. 

Beim zweiten Dokument lag das Problem nicht (bloss) am Umfang, sondern (auch) am Umstand, dass das Werk farbig gestaltet war und  4-Farben Bilder enthält, was die Produktion verteuert. Siehe dazu nachfolgende Anmerkungen. 

  • Die Kunst und das Management der Moderne. Neuland des Human Ressources Development im Kontext der Trilogie: System, Tao und Kultur. 

Wie hart der Buchmarkt und wie nervenaufreibend das Publizieren vor der Internet-Zeit war, belegt folgende Tatsache, zitiert aus dem Werk "Autor sucht Verleger" von Wilhelm Ruprecht Frieling (Autor und Verleger). Dort steht auf Seite 22f: "Das Kassenbuch macht letztlich das Programm. Diese Auseinandersetzung zwischen Buch und Scheckbuch wird auf dem Rücken der Autoren ausgetragen. Einen neuen und unbekannten Autor herauszubringen ist für einen Verleger ein kaum kalkulierbares Risko. Die Gefahr für den Verlag, dabei empfindliche Verluste zu erleiden, ist gross. Schaden nehmen will indes niemand. Überleben heisst die Devise." 

Vom Kulturverlag zur Marketing-Organisation

Das Selbstbild als "Kulturverlag", als "Kulturverleger mit Kulturauftrag", wo das einzelne Buch und der Autor im Vordergrund steht, hat sich von den 70er bis in die 90er Jahre in Richtung "Marketing" verlagert, was ein Denken in "Chancen-Risiken" von der Verlags-, wie von der Autorenseite heute unabdingbar macht. Unabdingbar sind in dem Zusammenhang auch die zwei bekannten strategischen Erfolgsfaktoren: Aufmerksamkeit und Konzentration. Aufmerksam gegenüber dem, was war und Konzentration auf das, was sich daraus machen lässt, sind gefordert. Wieso ist diese konzentrierte Aufmerksamkeit für einen Autor ebenso wichtig wie für einen Verleger.

Konzentration als spürbarster Wesenszug

Dazu nochmals Ruprecht Frieling: "Der für den Autor spürbarste Wesenszug der Konzentration auf dem Buchmarkt - [P.S. Dies gilt für den Kunstmarkt analog] - manifestiert sich in seinem sinkenden Veröffentlichungschancen: Von den vielen Büchern, die jedes Jahr neu erscheinen, stammt bereits kaum ein Prozent von neuen Autoren. Neuentdeckungen kommen stets aus dem Ausland, als gäbe es keinen deutschsprachigen Nachwuchs. Dieses Missverständnis wird sich in den nächsten Jahren zu Lasten der Autoren weiter zuspitzen."

Was für den Buchmarkt gilt, gilt auch für den Kunstmarkt

Was, wie das P.S. nahelegt, auch für den Kunstmarkt gilt und die Verkaufschancen von Bildern. Bei all den sich bietenden Ausstellungsmöglichkeiten gilt es zwei Verkaufsvoraussetzungen zu bedenken, die für das Erreichen von Kundenzufriedenheit unabdingbar sind: 1. Erst das Erfüllen von Erwartungen schafft zufriedene Kunden! 2. Die Zufriedenheit des Kunden beginnt zuerst im Kopf des Verkäufers. Macht sich somit ein Kunstmaler oder dessen Absatzhelfer kein Bild oder keine Gedanken von den Erwartungen seiner potentiellen Kunden, so ist Kundenzufriedenheit und der Ausblick auf Erfolg höchst unwahrscheinlich. 

Kompetentes Handeln wird gefordert

Kultur schaffen bedeutet aus der heute vorherrschenden Optik marktorientierter Unternehmungsführung kurz: Wert-Rationalität mit Zweck-Rationalität verbinden, Effektivität mit Effizienz, oder: Das Richtige (Strategie) richtig (Operation) tun, was kompetentes Handeln erfordert.

Das KCA Kompetenzen-System

Das zur Erlangung einer gewinnversprechenden Markt-Position notwendige Kompetenzen - System soll hier kurz skizziert werden. Hierbei unterscheiden wir 3 Meta-Kompetenzen von 5 Kern-Kompetenzen der Handlungskompetenz  Differenzierungs-Potential der operativen Kern-Elemente des Komeptenzen-System der Kunst, deren strategische Zielposition Kultur ist. Danach geht es um die Ausdifferenzierung der operativen Kern-Elemente des Kompetenz-Systems der Unternehmungsführung (Management), mit der strategischen Zielposition: Markt. Zur Erfüllung der marktbestimmenden situativen Kompetenz werden beide Kompetenz-Systeme nach dem Corporate Design System des 4-Farben Denkens gestaltet und nach der AMEN-Struktur Strategie gegliedert.

Zur Wahrnehmung der Verbindungen des riesigen, unsichtbaren Netzes, das wir Markt nennen, sind aus der Sicht der Moderne vor allem drei Meta-Kompetenzen erforderlich:

  1. Situative Komeptenz 
  2. personale Kompetenz
  3. Managementkompetenz

Unter Managementkompetenz wird hier eine Kompetenzform verstanden, die wir auch mit Handlungskompetenz übersetzen können, der Gesamtqualifikation eines Unternehmers. Mit anderen Worten ist Managementkompetenz das wesensbestimmende Charaktermerkmal einer modernen Unternehmer- bzw. Führungspersönlichkeit. Bei der Ausbildung der Handlungskompetenz eines Managers sind 5 Kernkompetenzen massgebend. Nachfolgend aufgeführt und in Klammern gesetzt die dafür erforderliche idealtypische Stilausrichtung bzw. Verhaltensorientierung.

Die fünf Kern-Kompetenzen des Managements heissen nach dem von uns entwickelten Kompetenzen-System:

  1. Führungskompetenz: Mitarbeiterorientierung
  2. Soziale Kompetenz: Beziehungs-/Kundenorientierung
  3. Methodische Kompetenz: Aufgaben-/Leistungsorientierung
  4. Planungskompetenz: Sachorientierung
  5. Gesprächskompetenz: Personenorientierung

Sie fragen sich vielleicht, was für eine Art Handlungskompetenz Kunstschaffende charakterisiert? Wir nennen die Gesamtqualifikation von Personen, die sich mit Kunst beschäftigen "formale Kompetenz". Der Name ist der Substanz der Kunst, der Form entlehnt. Kunst ist wie die Kreativität ein formales Phänomen, das sich selbst organisiert. Das Wesen dieser sich selbst organisierenden Unternehmensform entspringt dem Freiheitsbedürfnis des Menschen. Die Essenz dieses Bedürfnisses symbolisieren die drei I: Imagination, Inspiration und Intuition. Diese drei "I" der Erkenntnistheorie Rudolf Steiners bilden den Wesensgehalt des Systems Kunst, dessen Ziel die Befriedigung des menschlichen Freiheitsbedürfnisses ist. Soll Freiheit mittels Kunst bewerkstelligt werden, bedarf es der Funktionsfähigkeit moderner Unternehmungsführung. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Imagination bedarf unternehmerischer Gestaltungsfreiheit, Inspiration unternehmerischer Lenkungsfreiheit und Intuition unternehmerischer Entwicklungsfreiheit. 

Die 4 Strategischen Erfolgspositionen der bildenden Kunst und kreativer Wertschöpfung

Formale Kompetenz ist die notwendige Bedingung dazu und basiert auf den 4 strategischen Erfolgspositionen der bildenden Kunst: 

  1. Visualisieren
  2. Präsentieren
  3. Moderieren und
  4. Gestalten bzw. Kultivieren

In Beziehung gesetzt zum in der KCA-UnternehmenSPhilosophie erwähnten Kunststil ergibt dies das strategische Erfolgspotential kreativer Wertschöpfung und künstlerischer Kultur:

  1. Signet-Visualisierung
  2. Signal-Präsentation
  3. Symbol-Moderation und
  4. Struktur-Gestaltung

Was es hierbei zu beachten gilt:

Im Gegensatz zu anderen Gebieten und Menschentypen, bildet im typischen Künstler wie in der Kunst Form und Material eine untrennbare Einheit, sind Person und Produkt zusammenhängend. Bedingt das Wollen der Person Kunst zu schaffen, so das Können der Person ein Produkt zu gestalten. Kunst kommt damit, nicht wie der Markt es sich wünscht von Können, sondern vorrangig von Wollen, dies erklärt auch, wieso meist das Werk eines Kunstschaffenden erst dann geschätzt wird, wenn die betreffende Person Format erreicht hat und wenn die Produktion in geordneten Bahnen verläuft. Mit anderen Worten wirkt in der Künstlernatur ein sechster Sinn, eine Art inneres Auge, mit dem das Geistige (Form) in der Materie (Inhalt) wahrgenommen wird. 

Kunst und Kreativität wahrgenommen bedeutet ...

Kunst und Kreativität wahrgenommen bedeutet in dem Sinne, Form und Inhalt vereinen, bedeutet Bilder und Zeichen, bzw. Symbole für sich sprechen lassen. Bedeutet aber auch Gestaltung einer inneren geistigen und einer äusseren materiellen Projektionsfläche. Übereinstimmung und Stimmigkeit von Aussen und Innen sind gefragt. Format und den passenden Rahmen von Markt und Gesellschaft gefordert. Wie auf der Seite der Imagination, Bilder von Kunsthändlern und Galerien vermarktet werden, ist dies auf der Seite der Inspiration, der Worte und Begriffe ebenfalls eine eingespielte Maschinerie aus Produktion und Handel. Der Wettbewerbskampf hat sich wie bereits erwähnt auf dem Kunst- als auch auf dem Buchmarkt drastisch verschärft. Konzentration und Spezialisierung sind die Folge. Format wird zur Marktnorm, verkörpert das, was notwendig ist, um sich gegenüber Mitbewerbern erfolgreich durchzusetzen. Hierzu hilft das von in der Zusammenarbeit mit den oben erwähnten Mitarbeitern entwickelte KCA Kompetenzen-System die Förderung der Persönlichkeitsbildung bzw. zur Erreichung des angestrebten Persönlichkeitsformates. Wir beschränken uns hier auf eine weitere Differenzierung der einzelnen Kern-Kompetenzen, ohne auf das dazugehörige Instrumentarium an Techniken und Formularen einzugehen. 

Das Kompetenzen-System der Kunst fördert die Persönlichkeitsbildung

Das im Rahmen des Kunst-Projektes entwickelte KCA Kompetenzen-System der Kunst basiert auf den vier operativen Kern-Elementen: A = Fachliche Kompetenz, M = Sachliche Kompetenz; E = Formale Kompetenz und N = Kreative Kompetenz, welche untereinander in einem engen Abhängigkeits- und Beziehungsverhältnis stehen, was durch Farbgebung und Darstellung kenntlich gemacht wird. Sie stehen zu einander wie Yin und Yang, bedingen und ergänzen sich einander. Mal schwingt das unten Stehende oben auf, mal geht das was Oben ist unter usw.usf.

 A= Fachliche Kompetenz M = Sachliche Kompetenz
Fähigkeiten bilden Kunstfertigekeiten erwerben
Formen zeichnen Konstruktionen erfahren
Farben malen Kreationen ermitteln
Figuren modellieren Konzeptionen entwerfen
E = Formale Kompetenz N = Kreative Kompetenz
Strukturen projektieren Platz selektionieren > schaffen
Symbole moderieren  Problem ent-wickeln > lösen
Signale präsentieren Prozess lenken > führen
Signete visualisieren Produkt gestalten > formen
   
Das Komptenzen-System des Managements fördert  das Persönlichkeitsformat

Das KCA Kompetenzen-System des Managements basiert auf den vier operativen Kern-Elementen: A = Führungskompetenz, M = Soziale Kompetenz, E = Methodische Kompetenz, N = Handlungskompetenz. Bevor der dazugehörige Begriffsinhalt farbtypologisch spezifiziert wird, sei hier kurz definiert was wir unter dem Schlagwort "Kompetenz" verstehen.

Der Begriff Kompetenz

Der Begriff Kompetenz wird hier nicht aufgefasst, um die Übereinstimmung zwischen Verantwortung und Entscheidungsbefugnis auszudrücken, sondern um die Ausgewogenheit zwischen situativen Anforderungen des unternehmerischen Weges und der Markt-Position zu gewährleisten. In Klammern gesetzt die dafür notwendige Bedingung (Voraussetzung):

  1. Führungskompetenz (Wollen)
  2. Soziale Kompetenz (Lernen)
  3. Methodische Kompetenz (Wissen)
  4. Handlungskompetenz (Können)
  5. Planungs- und Gesprächskompetenz (Format)

Zusammen ergibt dies das personale Kompetenzen-System des Managements. Für den Vergleich mit dem personalen Kompetenzen-System der Kunst, verzichten wir auf die Differenzierung der beiden letztgenannten Kompetenzen, die für sich selbst selbst sprechen und auch für die anderen Kompetenzenbereiche notwendig sind. 

A = Führungskompetenz
Kongruenz anstreben und herstellen
Kontext sichtar machen und formulieren
Kreativität entfalten und kultivieren
Kräfte aktivieren und konzentrieren
M = Soziale Kompetenz
Ideen fordern und fördern
Versuche machen und ordnen
Experimente unternehmen und ausführen
Projekte entwerfen und bewerkstelligen
E = Methodische Kompetenz
Informationen auswählen und Leitmotive selktionieren
Informationen aufnehmen und Leitbegriffe entwickeln
Informationen besprechen und Leitideen lenken
Informationen verarbeiten und Leitbilder gestalten
N = Handlungskompetenz
Grundlagen dokumentieren und planen
Ziele moderieren und entscheiden
Massnahmen präsentieren und anordnen
Mittel visualisieren und kontrollieren
 

Kulturseitig bedeutet strategisches Handeln die Optimierung der 3 Personality-Mix-Elemente

  1. Problem, 
  2. Position und
  3. Potential

Marktseitig die Optimierung der 4 klassischen Marketing-Mix-Elemente

  1. Produkt,
  2. Plazierung,
  3. Promotion und
  4. Preis

Zusammen ergibt dies das 7-P Modell der Kreativität. Diese 7 P unternehmerischer Innovationsfähigkeit gilt es zu nutzen, soll Gewinn (Profit) erzielt werden.

Wie lässt sich dieses Ziel erreichen? Den zu unternehmenden Weg dorthin weisen die foglenden 7 "I" von Duch:

  1. Innovation braucht Ideen, denn Innovationen (Erneuerungen) ohne Ideen können keine sein. 
  2. Innovation braucht Investitionen, denn Ideen ohne Investitionen müssen Ideen bleiben.
  3. Innovation braucht Identität, denn ohne die passende Unternehmensidentität wird Innovation zur Unternehmenskrise.
  4. Innovation braucht Information, denn ohne Information wird die Information zum Blindflug
  5. Innovation braucht Implementierung, denn erst die Implementierungskraft eines Unternehmens macht aus Ansätzen Umsätze.
  6. Innovation braucht Instrumente, denn erst das Instrumentarium macht aus Investitionen Gewinn und 
  7. Innovation braucht Initiative, denn diese Faktorenkombination wird erst durch Initiative wirksam.

Nach dem Ganzheitsprinzip wird die Stärkung sowohl der schöpferischen Kraft (Kreativität), als auch der Innovationskraft und mit ihnen die Effizienzsteigerung der kreativen und innovativen Prozess-Abläufe vor allem dadurch erzielt, wenn voneinander abhängige Faktoren nicht isoliert behandelt werden, sondern im Zusammenhang. Ratsam ist auch, nicht bei allen Punkten gleichzeitig anzusetzen, sondern zunächst bei jenem, welcher die anderen blockiert. Dies alles setzt neben professioneller Kreativität (7-P) auch planvolles strategisches wie netzwerkartig strukturiertes Vorgehen voraus, wie dies hier beispielhaft vorgeführt wurde.

Ratsam ist zudem auch, jeden unternommenen Schritt zu dokumentieren, um sich ein strategisches Selbstverständnis anzueigenen. Dazu empfehlen wir aus zwei Gründen Ihre Dokumente in Sichtbuchformat zu erarbeiten. Das Sichtbuchformat hilft Ihnen nämlich sowohl den kommunikativen als auch den informativen Prozess-Vorgang Ihrer Wegbegehung auf rationelle Art und Weise zu führen. Zwei Vorteile des Sichtbuchformat seien abschliessend besonders betont. Erstens Ordnung und zweitens Flexibilität. Ordnung wie in einem Ordner und Flexibilität wie das Verwenden von Ordnungsmappen. Die Rationalität liegt in der vorgenormten Anzahl von buchmässig eingefassten Zeigetaschen. Diese genormte Anzahl zwingt zu einem rationalen Umgang mit der Information und ist behilflich die wertvollste und kostbarste Ressource schätzen zu lernen, die wir haben - Zeit!

Texte aus: Das Tao der Moderne. Unternhemerisches Denken und Handeln,S.59ff.,98ff.

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