| Hsün Ch'ing: Sehen wir Tao ... |
| "Sehen wir Tao als Nützlichkeit an, so suchen wir nur den eigenen Vorteil. Sehen wir Tao als Verlangen an, so suchen wir einzig Befriedigung. Betrachten wir Tao als Gesetz an, so erlangen wir nur eine Technik. Nehmen wir Tao als Macht, so suchen wir Annehmlichkeit. Sehen wir Tao als Begriffe, so sind wir allein dialektisch. Betrachten wir Tao als Natur, so finden wir einzig Ursache und Wirkung. Diese verschiedenen Auslegungen zeigen alle nur einen bestimmten Aspekt des Tao." (1) |
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Wang Pi: Worte werden gebraucht ... |
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"Worte werden gebraucht, um
Embleme (Sinn-Bilder) zu erklären. Ist das Emblem
verstanden, werden die Worte vergessen. Embleme (im
Sinne von Bild, bzw. Symbol oder Zeichen) werden
benutzt, um Vorstellungen zu vermitteln. Ist die
Vorstellung erfasst, so werden die Embleme vergessen.
Das ist das Gleiche, als wenn man sagt, die Schlinge sei
da, um Kaninchen zu fangen. Hat man das Kaninchen
erlangt, so wird die Schlinge vergessen. Das Fischnetz
ist da, um Fische zu fangen. Hat man die Fische
erlangt, so wird das Netz vergessen." (2)
Was besagt, dass Worte Gedanken nicht restlos auszudrücken vermögen und Wahrnehmung und Verstehen auf Bilder (konkrete und abstrakte) angewiesen ist. Nicht heissen soll dies, dass der "Sinn" (3) am Ende eines Weges über Worte und Bilder erreicht wird, sondern im Weg als Ganzem liegt. Soll Sinn erfahren werden, darf das Wort nicht allein bestimmend sein, sondern soll mit dem Bild verknüpft oder ihm entgegengestellt werden, und aus dem fruchtbaren Wechselspiel zwischen beiden, wird die Bedeutung des Geschehens abgeleitet, erzeugen "Begriffe und Bilder" (4) den bekannten "Sinn-e(ne)rgie-Effekt: 1 + 1 = 4 (5) |
| Anmerkungen: |
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1) Chang Chung-yuan: Tao, Zen und
schöpferische Kraft.5.Auflage, Köln
1987,Diederichs,S.25f. |
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