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Ein Unternehmen entwickelt sich, durchläuft bestimmte Phasen und Prozesse. Dies geschieht aber nicht einfach, sondern wird von (Führungs-) Kräften bedingt, welche diesen eine ihrem Wesen gemässe Struktur (Ordnung bzw. Gestalt ) verleihen. Auf diese Art wird ein bestimmter Weg erkennbar, der sich dadurch bildet, indem er begangen, d.h. ausgeführt und unternommen wird. Der Zweck dieser Ausführungen liegt in der Dokumentierung des behandelten S(trategie) - S(truktur-) - K(ultur) - M(anagement) - Zusammenhanges aus Sicht der eigenen Unternehmensbiographie, wie sie im Dokument "Unternehmerisch Führen - Entwicklungskontext sichtbar machen" (1993) dokumentiert und unten aufgeführt ist.
Grundlage unserer Darstellung ist die von Bernhard Lievegoed entwickelte Theorie der drei Entwicklungs-Phasen (1974 in deutscher Übersetzung unter dem Titel "Organisationen im Wandel" erschienen), der Pionier-, der Differenzierungs- und der Integrationsphase. Friedrich Glasl (1993) ergänzt das Dreiphasenmodell der Organisationsentwicklung durch eine vierte Phase, die Assoziationsphase. Im Sinne unserer AMEN - Strukturierung stellt die Assoziations-Phase ein Nutzenpotential dar, welche je nach dem Entwicklungshintergrund der vorangeganenen Phasen eine anders geartete Organisationsform ergibt. Allianzbildungen, Schlanke Organisationen und Netzwerke sind mögliche Strukturen dieser Phase. Das Charakteristische der vier idealtypischen Entwicklungs - Phasen einer Organisation manifestiert sich in einer bestimmten Unternehmens-Identität. Diese lässt sich anhand der daneben stehenden 8 Persönlichkeits-Typen von Lawrence Miller (1990) und Peter Müri (1989) charakterisieren. Sie vervollständigen das bisherige Bild der Unternehmens - Persönlichkeit aus Sicht einer evulutionären Unternehmenspolitik, deren konstitutiven Elemente in der Darstellung rechts stehen. |
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| A = Pionierphase - Visionär und junger Wilder als Modell-Vorbild | |||||||||||||||||||
Die Geschichte der Zivilisation und die der Unternehmung weist
ein gemeinsames Grundmuster auf. Beide werden durch die schöpferische Kraft
einzelner oder kleiner Gruppen geformt. Diese Gründer (Pioniere) besitzen eine
Vision, eine Idee, die aufregend und einzigartig ist und oftmals eine, die von
anderen als Hirngespinst abgetan wird. Eine Idee, die schliesslich andere zum
Handeln bringt.
Auf dieser Stufe der Entwicklung ist Führerschaft und Management eine Sache von Taten, nicht Worten, geprägt von einem klaren Sendungs-Bewusstsein, von Stärke und Eindringlichkeit. |
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| M = Differenzierungsphase - Entwickler und Erweiterer als Modell-Vorbild | |||||||||||||||||||
Auf der ersten Entwicklungs-Stufe der Pionierphase hängt das
Gedeihen eines Unternehmens sehr stark von der einzelnen Persönlichkeit ab.
Das Zeitalter der Spezialisierung und Differenzierung tritt auf den Plan, eine Zeit, in der Verfahren und Aufbau Gestalt annehmen und die Organisation erwachsen wird. Jetzt muss auch die Führung einen anderen Charakter annahmen. Sie muss geteilt, auf mehrere Schultern verteilt und zunehmend auf Zusammenarbeit aufgebaut sein. Die führenden Manager müssen weiterhin geistig beweglich und schöpferisch sein, aber sie müssen auch in zunehmendem Mass Sachverstand entwickeln, insbesondere in den Bereichen Finanzen, Marketing, Controlling, Forschung und Unternehmenskultur.
Führer dieser Entwicklungs-Stufe müssen sich eng an die prophetische Kraft und an die starken Worte halten, die für den Visionär kennzeichnend sind. Sie müssen darüber hinaus, wie der Junge Wilde, entschlossen zur Tat schreiten. Doch da gibt es auch noch die unbedingte Notwendigkeit, die Unterstützung anderer zu gewinnen, sowie die Kommunikationsbereitschaft, auch dann ja zu sagen, wenn die Bedingungen für ein Unternehmen nicht ideal sind. Zur Abrundung sollte noch hervorragende Sachkenntnis hinzukommen, ein fast gelehrtes Streben nach technischem Sachverstand, um das Unternehmen voranzubringen. Kurz: Vorstellungskraft des Visionärs, die entschlossene Handlungsbereitschaft des Jungen Wilden und Aufgeschlossenheit gegenüber technischen Errungenschaften, macht den Entwickler und Erweiterer aus. |
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| E = Integrationsphase - Chaos- und Ordnungsmanager als Modell-Vorbild | |||||||||||||||||||
Auf jeder Entwicklungs-stufe ergeben sich Schwierigkeiten im
inneren Leben der Organisation wie auch mit der Aussen-Welt. Auf der
Differenzierungs-Stufe werden die Schwierigkeiten zunehmend im Inneren zu finden
sein, die es zu integrieren gilt. Zwischen dem Entwickler und Erweiterer gibt es
ebenso eine natürliche Verbundenheit wie auch eine natürliche Gegnerschaft,
auf dieser Stufe charakterisiert in der Gestalt eines Chaos- und Ordnungsmanagers. Diese Ambivalenz von Chaos
(Flexibilität) und Ordnung (Stabilität), prägen
entscheidend die Integrationsphase.
Im ersten Entwicklungsschritt hebt der Junge Wilde einfache Formen der Adimistration aus der Taufe, wobei er wachen Auges erbrachte Leistungen verfolgt. In der Zeit des Entwicklers und Erweiterers, in der sich eine Spezialisierung von Aufgaben und Organisation herausbildet, wächst der Bedarf für Verwaltung. Um diese Entwicklungsstufe zu überleben, müssen Unternehmer den Unterschied zwischen Führung und Management verstehen.
Das Spannungsverhältnis von Managen und Führen illustriert ein anschauliches Sprichwort: "Manager do the things right, Leader do the right things." Oder Leader sind Chaos-Manager, die mit Kultur führen; Manager hingegen Verwalter und Ordnungs-Manager, welche mit Management - Systemen führen. Hierbei sieht ein Ordnungs-Manager ein Unternehmen ganz anders als ein Chaos-Manager oder Leader.
Ein Test zur Selbstprüfung im Buch von Peter Müri (1989) gibt Aufschluss, welchem der 4 Manager-Typen man angehört: 1. Abstinenz-Manager, 2. Ordnungs-Manager, 3. Chaos-Manager oder 4. Kreativ-Manager, der neben dem Synergisten der Assoziationsphase als Modell-Vorbild dient. |
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| N = Assoziatonssphase - Synergist und Kreativ-Manager als Modell-Vorbild | |||||||||||||||||||
Wenn die Lebensstufe des kreativen Managements beginnt, ist das Unternehmen
erwachsen geworden. Eine der grossen Herausforderungen an die Führung auf
dieser Stufe ist, ein Gleichgewicht zwischen dem nötigen schöpferischen und
technischen Sachverstand einerseits und der Kompetenz in Finanz- und
Planungsfragen andererseits herzustellen. Es gilt die richtige Mischung von
Führungsqualitäten zu finden, die es erlaubt, die menschlichen Kräfte
gleichermassen auf eine Zusammenarbeit im Inneren wie auch auf den Wettbewerb
draussen zu richten. Wenn wir sie finden, wird das Unternehmen nicht untergehen,
sondern es wird aufblühen. Hierzu ist die Führungspersönlichkeit des Synergisten
und die Leitfigur des Kreativ-Managers gefragt.
Der Synergist vereint auf dieser Entwicklungs-Stufe die Vorzüge des Chaos- (Flexibilität) und Ordnungs-Managements (Stabilität) und unterliegt der begrenzten Sichtweise nicht mehr, welche die Ausrichtung auf nur eine der beiden Management-Formen zwangsläufig bedeutet. Er erreicht das Ziel des Kreativ-Managers in der Balance zwischen Chaos und Ordnung, |
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| AMEN = Dynamische Unternehmens-Entwicklung als CI-Modell | |||||||||||||||||||
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Das Wort Modell bedeutet hier nicht nur Muster oder Vorbild. Ein Modell ist auch ein Entwurf oder eine Nachbildung in kleinerem Mass-Stab, zum Beispiel die Nachbildung eines Bauwerkes. Und ein solches Modell macht sich jeder Mensch von der Welt, die er erlebt. Dabei lassen sich alle Menschen in ihrem Verhalten von ihrem ganz persönlichen Modellen leiten. Wie sie reagieren, welche Wahl sie jeweils treffen, das wird von ihrem Modell bestimmt. Dabei ist bei jeder Modell-Bildung ein Modell-Abbild (Objekt) von einem Modell-Vorbild (Subjekt) zu unterscheiden, dessen Gestaltung auf einer bestimmten Grundlage, mit einem bestimmten Vorder- und Hintergrund basiert. In unserem Fall diente uns als Modell-Vorbild die 8 Persönlichkeits-Typen von Miller und Müri, deren Charakteren wir im Entwicklungsmodell eines Unternehmens von Glasl/ Lievegoed (abgebildet) finden. Diese sachliche Modell-Abbildung verkörpert das zu lösende Kern-Problem des Unternehmens: Entwicklung. Entwicklungs-Phänomen Als Entwicklung bezeichent Lievegoed (1993,S.33) das Phänomen, das auftritt, wenn sich das Wachstum innerhalb einer bestimmten Struktur (Gestalt) fortsetzt, bis eine Grenze erreicht wird, nach welcher das bestehende Modell die grössere Quantität nicht mehr ordnen kann und entweder Desintegration oder der Sprung zu einem höheren Ordnungsniveau auftreten. Periode der Zunahme innerhalb einer bestimmten "Gestalt" (Struktur) und Perioden der Krise und des Sprunges zu einer nachfolgenden "Gestalt" wechseln miteinander ab und zwar biologisch bei Pflanzen, Tieren und Menschen wie bei Organisationen, Unternehmen und Projekten. Beschreiben wir dieses Phänomen auf einem hohen Abstraktionsniveau, dann lassen sich nach Lievegoed (1993,S.34) folgende Gesetzmässigkeiten feststellen:
Dynamische Unternehmens-Entwicklung Für die Phasen in der Entwicklung eines Unternehmens lassen sich nach Glasl (1993,S.100ff.) generelle Metaphern finden und folgende Kernaufgaben wie Randprobleme lokalisieren, die in enger Beziehung zu den geannten 4 Management-Formen von Peter Müri (1989,S.126ff.) stehen:
Abstrakt lässt sich sagen: Die Dynamik der Entwicklung von Unternehmen (jeglicher Grössenordnung) erfliesst immer aus polären Qualitäten und den daraus geweckten Veränderungs-Energien. Im Übergang von einer Phase zur nächsten bringt jedes neu entwickelte Konzept eine Lösung der aufgetretenen und wahrgenommenen Kernprobleme - gleichzeitig schafft es aber zusätzlich neue Probleme, die als ungewollte Begleiterscheinungen und Randprobleme auftreten. Was in der einen Phase als Randproblem neu aufgetaucht ist und die Lösungskonzepte dieser Phase überfordert, wird in der nachfolgenden Phase als Kernproblem in Angriff genommen. Und die wirksame Behandlung des neuen Kernproblems löst wieder ein neues Randproblem aus, das bereits wieder die Herausforderung für die nächste Entwicklungsphase präsentiert. Erst durch neuerlichen Perspektivenwechsel wird das Randproblem in seiner Bedeutung erkannt und erweist sich als die Herausforderung, als das Kernproblem des nächsten Entwicklungsschrittes usw. usf. A-M-E-N. |
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| Die Zeit-Raum Struktur dynamischer Unternehmens-Entwicklung | |||||||||||||||||||
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| Das Corporate Identity Modell dynamischer Unternehmens-Entwicklung | |||||||||||||||||||
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| Eigene Unternehmensbiographie | |||||||||||||||||||
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Die Gründung des Kunsthauses Culture Art steht im folgenden Unternehmens - Entwicklungs - Zusammenhang:
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| Quellenhinweise und weiterführende Literatur | |||||||||||||||||||
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Benesch H.: dtv-Atlas zur Psychologie. Band 1,München
1987,S.38f. Modelltheorie |
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1993-2005 © kca. Letzte Änderung: 27.5.05