Bildungs-Hintergrund A-M-E-N

E: Angaben zur Berufsbildung 
1982-1987 Projektmitarbeiter im Architekturbüro Felix Grünwald,Sohn&Partner,Brig

 

- Daneben Entwicklung der systemorientierten Kunst (System Art) mit 
  - Ausstellungen in Brig, Naters und Zermatt
1987-1991 Leiter der Sinn-Werkstatt: Institut für Modellentwicklung,Bern/Brig 

 

- Hinweise zur wahrgenommen Rolle und meinem Team-Profil 
  - Auswahl durchgeführter Arbeiten und Mitarbeiteranmerkungen/hinweise

1987-1991

Ökodossier, Nationale Expertenbefragung und Studie zur Interdisziplinarität,
  zusammen mit Daniel Chardon,lic.rer.pol (1),Thomas Grünwald, Redaktor SDA

 

und Christoph Kalbermatter lic.ès.sc.pol IUHEI (2). Mit letztgenanntem 

 

- Konzept-Gestaltung Ausbildungsprojekt "CIB Europe - Senior Bankers ,
  Training", UBS Zürich, Abteilung Export-Finanzierung

Anmerkungen

(1) Abschlussarbeit: Wissenschaft näher gebracht - Alte und neue 
  Erkenntniswege. Von der Wissenschafts- zur Persönlichkeitsentwicklung

 

(2) Abschlussarbeit: Das Wesen und die Funktion des Selbstmanagements

1989-1990

Entwicklung der IFM-Profile: Arbeitstechnik, Management by Intuition (*)
  System Denken und Handeln zusammen mit Caroline Biner,Diplompsychologin

Hinweis

(*) Eingesetzte Erkenntnisinstrumente: Numerologie, das magische Quadrat,

 

bzw. Quadrat von Chi-Sue, chinesische und abendländische Astrologie, 
  der Weg des Medizinrads, der Astrologie der Erde sowie die 
  Metamorphosenlehre Goethes und anthroposophische Evolutionslehre
1991-1996 M.W.Grünwald&Partner,Brig, Human Resources Development 
  im Bereiche Führung und Kunst, mit dem Produkt-Innovations-Programm: 
  - Management Art: Partner Christoph Kalbermatter, lic.ès.sc.pol IUHEI
  - System Art: Partner Felix Grünwald, Architekt ETH und Kunstmaler
  - Tao Art: Partner Jung Ok Im-Lemke, Kunstmalerin aus Südkorea

 

- Culture Art: Partner Felix Grünwald und Jung Ok Im-Lemke

1991-1992

Projektleiter Alfred Grünwald Kunstnachlass im Rahmen folgender Aktivitäten:

 

- Gedenkfeier, Ausstellung zur Verleihung des 4. Alfred Grünwald Preises,
  - Ausstellungen in Brig und Naters sowie als Handlungsbevollmächtigter 

 

der Alfred Grünwald Erbgemeinschaft Regelung der Nachlass-Edition

1995-1996

Projektleiter Culture Art Programm: Buch (Autor) mit Ausstellungen in Brig,
  Saas-Fee und Zürich unter dem Patronat der IDEE-SUISSE, in Ko-Produktion
  mit Felix Grünwald und Jung Ok Im-Lemke
1997-2005 Leiter Kunsthaus Culture Art, zusammen mit Felix Grünwald 
  -Projektleiter Forum für Management und Kultur, einer Ko-Produktion der 
  Interaction Concept AG,Aarau und dem Kunsthaus Culture Art, u.a.

 

- Veranstalter der Eröffnungsfeier der Professa'96 Fachmesse für Unter-

 

nehmungsführung, Kongresshôtel Mövenpick, Zürich-Regensdorf
  - Mitorganisatoren Swiss Artists Forum'98, Künstlermesse Bern
  - Referate und Präsentationen im Auftrage des SAV - Schweizerische Arbeits-
  gemeinschaft Vorschlagswesen und Ideenmanagement
  - 3 Buch-Projekte zur Moderne: 1. Unternehmungsführung und Kreativitäts-
  Management, die Theorie und Praxis der Moderne, 2. Die Kunst und das 
  Management der Moderne, 3. Das Tao der Moderne 
  - Projektleiter der Intiativen Pro Natur/Kultur-Kunst&Tourismus unter dem 
  Patronat des Verbandes Schweizerischer Verkehrsvereine und Brig Tourismus,
  - Ausstellungen in Brig (5), Naters, Zermatt, Bern, Weinfelden und Frauenfeld
  - Internet-Publikationen: Ein Herz für die Natur, Ein Herz für die Kultur und
  Kultureller Brückenschlag Wallis - Thurgau / Kunst & Tourismus im Dialog
  KulturTourismusWallis - Wahrnehmen was ist & Wahrmachen was sein soll ...
Seit 1999  Intensivierung der Internet-Publishingtätigkeit ...
  - Internet-Auftritt: Kunsthaus Culture Art & Stiftung Alfred Grünwald ...
  - Internet-Projekte:  Rotary SwitzerlandRotary Oberwallis ... 
  - Internet-Publikationen: Der Weg zum Besseren, Leitbilder der Kreativität
  Die Ressource Kreativität und dessen Lebenselexier, Das ABC kultur-
  bewusster Unternehmensführung, Politische und technische Vernunft
  Die Leadership-Mindware der Moderen u.a.m.
Der Bezugsrahmen: Betrachten wir den Begriff "Beruf" in der ursprünglich lateinischen Form, so wird er von "professio" abgeleitet, was soviel bedeutet wie: ein Gelübde abgeben. Daraus lässt sich wiederum das Wort "Berufung" erklären, das vom lateinischen Wort "vocatio" abgeleitet wird und eine von Gott ernannte "Funktion" oder "Station" im Leben meint. Eine Berufung zu haben, umfasst damit etwas Höheres, eine innere Stimme oder eine Seele, die weiss, warum wir tatsächlich auf dieser Welt sind. Heutzutage benutzen wir das Wort "Berufung" meistens für Menschen, die einem religiösen Ruf folgen. 

Berufung versus  Job

"Die innere Berufung hat wenig mit der Lohnhöhe zu tun, sie spiegelt vielmehr die Such nach einem sinnerfüllten Leben." (Liz Greene) In der Tat sehen aber die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer den finanziellen Ausgleich für die erbrachte Leistung als primäre Motivation an. Sie erkennen nicht, dass es Ihnen weitaus besser ginge, würden sie ihr ganzes berufliches Potential in den Alltag einbringen und weiter entwickeln. So wird der Beruf ganz nüchtern betrachtet zum "Job", der nichts anderes als eine spezifische Aufgabe darstellt, die als Teil einer Routinearbeit zu einem vereinbarten Preis ausgeübt wird. Dabei spielt die Verwirklichung persönlicher Interessen oder Neigungen häufig eine untergeordnete Rolle. In dieser Weise klammern viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihr kreatives und individuelles Potential im Beruf aus und betrachten die Arbeit als etwas, was sie tun müssen, um genug Geld für das zu haben, was sie tun wollen. 

- Arbeitsplatz als Sinn-Werkstatt  
- Werkstatt-Arbeit und künstlerisches Tun als Bildungs-Mittel
- Zwei unterschiedliche Handlungsformen: Konstruieren und Gestalten 
- Merkmale praktischer Arbeit 
- Merkmale künstlerischen Tuns 
- Der Weg zum Endprodukt...
- Entwicklung gestalten 
- Unterschied zwischen praktischem Arbeiten und künstlerischem Tun 
- Technik und Kunst = IQ + EQ 
- Gesucht: Synthese von Kunst + Technik 
- Quellen und weiterführende Literatur

"Erst wenn der innere Kern einer Person in seinem Beruf einen Ausdruck findet, kann es eine wirkliche Erfüllung in der Arbeit geben" (Liz Greene)

Arbeitsplatz als Sinn-Werkstatt

In den letzten Jahren ist eine Veränderung im Gange. Viele Menschen realisieren, dass sie, um in der modernen Arbeitswelt bestehen zu können, in dem Bereich tätig sein sollten, wo sie auch ihre ausgeprägtesten Fähigkeiten besitzen. Damit werden gleich zwei Ziele aufs Mal erreicht: An einem solchen Arbeitsplatz sind viel bessere Leistungen möglich, was die eigene Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt erhöht, und es stellt sich zugleich das Gefühl von Befriedigung und Erfüllung ein. Dies fordert allerdings dazu heraus, sich erst einmal seiner Talente und Fertigkeiten bewusst zu werden. 

Werkstatt-Arbeit und künstlerisches Tun als Bildungs-Mittel

Im folgenden sollen zwei Bildungsmittel gewürdigt und deren Vollzug erklärt werden, die völlig zu unrecht gegenüber der gedanklich-wissenschaftlichen Bildung in den Hintergrund geraten sind, die aber dann, wenn man "Bildung" nicht als Besitz eines spezifischen kulturellen Wissens versteht, sondern als die Fähigkeit der Person zu freiem, selbstbewussten Handeln zu führen, wesentliche, vielleicht unverzichtbare Bestandteile eines jeden individuellen Bildungsganges sein müssten (Brater et.al.,1988,S.129ff.)

Zwei unterschiedliche Handlungsformen: Konstruieren und Gestalten

Ein erster grundsätzlicher Unterschied bemerkt man schon in der Art der Aufgabenstellung. Im Falle der praktischen Arbeit liegt ein bestimmter Verwendungszweck, ein Bedürfnis anderer Menschen zugrunde, wie diese Aufgabe in der Regel auch als Auftrag von anderen erteilt wird. Die Aufgabe, Kunst zu schaffen, nimmt dagegen - im allgemeinen wenigstens - nicht ihren Ausgang von einem Verwendungszweck, sondern von Motiven, die mehr vom künstlerisch Tätigen ausgehen: 

  • von seinem Gestaltungswillen,
  • von der Faszination, die ein bestimmtes Motiv bzw. Thema für ihn bringt, oder auch
  • vom Geheimnis bestimmter Gestaltungen, das er lösen möchte.

Ausgangspunkt ist hier weniger der Wunsch nach einem bestimmten Produkt als der "Spieltrieb" des künstlerisch Tätigen, der in diesem Sinne "zweckfrei" arbeitet. Dieser grundlegende Unterschied, den Brater et.al zwischen beiden Tätigkeiten beschreiben zieht viele weitere Verschiedenheiten nach sich. 

Merkmale praktischer Arbeit ....

So hat dieser erste Unterschied unmittelbare Folgen für die Planbarkeit des weiteren Vorgehens: Aus dem Verwendungszweck, der jeden praktischen Arbeit zugrunde liegt, lässt sich durch rationales Kalkül bereits viel darüber ableiten, wie der zu fertigende Gegenstand, bzw. das zu fertigende Produkt aussehen muss. Damit hängt wiederum das zu wählende Material zusammen, ebenso eine Reihe wesentlicher Konstruktionsdetails. Noch bevor man mit der praktischen Arbeit begonnen hat, nimmt so das Ziel dieser Arbeit klare Konturen an, so dass man es beispielsweise in einer technischen Zeichnung oder in einem Ablaufplan fixieren kann. Wesentlich ist, dass es hier, ausgehend vom Verwendungszweck des Endprodukts, um gedankliche "Konstruktion" geht, für die eine ganze Hierarchie von relativ eindeutigen rationalen Kriterien zur Verfügung stehen, nach denen der praktische Arbeitsablauf schrittweise geplant werden kann. Wie verhält sich dies bei der künstlerischen Arbeit? 

Merkmale künstlerischen Tuns ...

Entscheidend ist hier, dass mit der Aufgabenstellung - nur eine höchst ungenaue, allgemeine Arbeitsrichtung (meist) angegeben ist, aus der die weiteren Tätigkeitsschwerpunkte keineswegs zwingend hervorgehen. Das konkrete Ziel der Arbeit kann nicht etwa der Ausgangspunkt für "konstruktive" Überlegungen sein, sondern es muss überhaupt erst noch gefunden werden. Diese Anfangssituation ist höchst unbestimmt und wirft erhebliche Orientierungsprobleme auf. Der künstlerisch Tätige muss irgendwo anfangen, aber wie und wo ist genauso wenig gedanklich bestimmbar wie der weitere Gang. Der künstlerische Tätige muss sich also auf einen grundsätzlich offenen Prozess einlassen, der mit freien Setzungen beginnt. Bei vielen Menschen, die nur wenig Übung im Umgang mit künstlerischen Arbeiten haben, fällt dies ausserordentlich schwer. Wie kommt man aber nun beim künstlerischen Prozess zum "Endprodukt"? 

Der Weg zum Endprodukt ...

Da dieses gedanklich nicht vorweggenommen werden kann, muss es sich aus der Tätigkeit selbst, aus dem künstlerischen Gestaltungsprozess erst allmählich ergeben. Die anfängliche Gestaltung bekommt plötzlich ein "Eigenleben" und  wird zum Dialogpartner. Das freie Setzen ins Unbestimmte, das die Anfangsphase des künstlerischen Gestaltens beherrscht, hört auf. Statt dessen findet der künstlerisch Tätige nun ein Gegenüber vor, das er durch weitere Setzungen verletzten, beeinträchtigen, verdecken, aber auch hervorheben, steigern, verwandeln, weiter entwickeln kann. 

Entwicklung gestalten ...

Diese Eigengestalt, die sich auf dem Blatt, einer Leinwand oder einer anderen Arbeitsfläche ergeben hat, muss der künstlerisch Tätige allerdings erst einmal entdecken, er muss wahrnehmen können, was ihm da plötzlich entgegenkommt, und er muss es zugleich identifizieren, weiterdenken, verlängern können. Damit aber ist sein weiteres Vorgehen nun immer weniger nur seine subjektive Vorstellung ausschlaggebend und immer mehr auch dasjenige, was er vor sich sieht, was die sich allmähliche verfestigte Kontur (Struktur) ihm an weiteren gestalterischen Intentionen nahelegt bzw. anregt. Damit folgt der künstlerisch Tätige dialogisch den Spuren und Hinweisen der sich entwickelnden Gestalt. Er muss nicht mehr seine Willkür bemühen, sondern einfühlsam und konzentriert dem nachgehen, was an Eigentendenzen, Gestaltungsprinzipien und Gestaltungsideen in der auf seiner Arbeitsfläche bisher entstandene Kontur enthalten ist. Das Endprodukt ergibt sich so aus dem Arbeitsprozess selbst, und es sieht in der Regel ganz anders aus, als man es sich vielleicht am Anfang vorgestellt hat.

Unterschied zwischen praktischer Arbeit und künstlerischem Tun

Was da entsteht, ist aber nicht willkürlich, nicht subjektiv-zufällig entstanden, wie oft angenommen wird, sondern es hat sich durchaus gesetzmässig aus den einmal gesetzten Anfängen ergeben. Man hat es hier mit dem Phänomen der Entwicklung zu tun, deren Ende immer offen und unbekannt, gleichwohl in den Gesetzen dessen, was sich entwickeln soll, veranlagt ist und aus diesem ergriffen und herausgearbeitet werden muss. Diese beiden so typisierten Prozesse des "Konstruieren" (Praktisches Arbeiten) und des "Gestalten" (Künstlerisches Tun) untescheiden sich durch zahlreiche weitere Merkmale (vgl. Brater et.al,1988,S.141ff.):

  • Arbeit in einer Werkstatt oder Unternehmen ist meist durch und durch planvolles Handeln mit einer deutlichen Zäsur zwischen Planung und Ausführung, zwischen der Arbeit mit dem Kopf und mit der Hand.
  • Künstlerisches Tun kennt eine solche Zäsur nicht. Der Entwurf ist hier nicht der Plan für das weitere Vorgehen, sondern selbst eher ein Ausführungsversuch oder eine erste Phase der Ausführung, die dann weiter-entwickelt werden muss. Hier wird nicht erst gedacht und dann das Gedachte getan, sondern eher umgekehrt: 
  • Es muss zuerst getan werden, bevor man etwas erkennen kann, und dieses Erkennen wird dann auch nicht zum theoretischen Plan für das weitere Vorgehen, sondern es leitet das Handeln lediglich so, dass Schritt für Schritt immer genauer erkannt werden kann. 
  • Kernleistung praktischer Arbeit ist es, den Plan, den gedanklichen Entwurf möglichst exakt und masshaltig zu realisieren, d.h. den Werkstoff, so zu bearbeiten, dass er massgenau der Vorgabe folgt. Zwar kann es sich auch während der Ausführung herausstellen, dass Veränderungen gegenüber dem ursprünglichen Plan sinnvoll sind, aber diese machen dann eben eine Revision des Plans notwendig und ändern nichts an der engen Bindung der praktischen Ausführung an die Planvorgabe.
  • Künstlerisches Tun folgt demgegenüber ganz anderen Gesetzen: Hier kommt es nicht auf die exakte Ausführung eines Plans an, sondern auf mutiges Beginnen und sensibles Wahrnehmen der sich ergebenden gestalterischen Gelegenheiten, auf ein Erkennen der Verwandlungs- und Entwicklungsmöglichkeiten aus der je konkreten, einmaligen Situation heraus. Nicht Plantreue, sondern Situationsgewandtheit, Offenheit für die Chancen des Augenblicks, Spontaneität des Wahrnehmens und Ergreifens der Situation ist hier die Kernleistung.

Technik und Kunst = IQ-Fertikeit + EQ-Fähigkeit

Tabellarisch einander gegenübergestellt können wir Kunst als "EQ-Fähigkeit" definieren Etwas "Wahrzunehmen" - "Sichtbar zu machen", dass es Erkannt wird und Technik, als "IQ-Fertigkeit" Etwas "Wahrzumachen", die uns befähigt, weiterhilft. Der dazugehörige Prozess lässt sich in Anlehnung an Brater et. al  (1988) wie folgt charakterisieren:

Technischer Arbeitsprozess (IQ) Künstlerischer Schaffensprozess (EQ)
Ist prinzipiell wiederholbar (reproduzierbar) Ist immer originell - d.h. nicht reproduzierbar
Unvorgesehene Ereignisse gelten als Störungen Anlass für Integration und Verwandlung
Einmalige Entscheidungen für Plan und Vorbereitung Kette von Entscheidungen 
Festgelegte Mass-Stäbe und verbindliche Regeln Regeln müssen immer wieder neu gewonnen werden
Normen und Standards bestimmen die Ausbildung Ausdruckformen (Medien) als Bildungsmittel 
Mess- und Prüfungstechniken als Schwerpunkt Ausführung - Prüfung und  Korrektur fallen zusammen
Ideen werden dem Material aufgeprägt Mit dem Material gefunden, aus ihm herausgeholt
Material dient als Mittel zum Zweck Material ist Medium, hinter dem die Idee sich verbirgt
Hingabe im Dienst der Aufgabe (fremde Intention) Bereitschaft selbst zum Medium zu werden
Arbeit verwandelt, stiftet einen Nutzen, befriedigt Kunst macht sichtbar, trägt den Nutzen in sich 
Zweckrationaltität (richtig) - Ziel: Effizienz Wertrationalität (Das Richtige) - Ziel: Effektivität
Vorgehen: analytisch - operativ (Rationalismus) Vorgehen: intuitiv - strategisch (Mentalismus)
Praktisches Denken + konstruktives Handeln Anschauliches Denken + gestaltendes Handeln

Im Medium des Künstlerischen begegnet man dem Abenteuer des Findens, des Entdeckens und Darstellens; im Medium der praktischen Arbeit müssen die realen Konsequenzen daraus gezogen werden. Künstlerisches Tun gibt der praktischen Arbeit Orientierung, Richtung, Sinn und Beurteilungsdistanz - Arbeit gibt der Kunst Durchsetzungskraft, Veränderungsschwung, Realitätsmacht und die Fähigkeit, das Entdeckte konkret, praktisch, sozial wirksam werden zu lassen. So kann deutlich werden, wie beides, praktische Arbeit und künstlerisches Tun, wechselseitig aufeinander angewiesen ist und eng zusammengehört.

Gesucht: Synthese von Kunst + Technik 

Jede der beiden Handlungsformen wird einseitig und gefährlich, wo sie allein und ohne Verbindung zur anderen auftritt. Am deutlichsten tritt dies heute in der Arbeitswelt zutage, wie mit dem Verlust der künstlerischen Dimension die Plattheiten des Nur-Praktischen, des "Rationalen" sich breitmachen, wo vom Zusammenhang der Arbeit abstrahiert und ihr geistiger Kern nicht mehr gesehen wird. Das dadurch ebenfalls in die Isolation getriebene Nur-Künstlerische, das sich mit dem Zweckhaft-Rationalen nicht mehr verbindet, weist auf die Gegengefahren, auf das Subjektiv-Beliebige, das abgehobene Weltferne, das den Staub des Irdischen nicht mehr schmecken zu müssen glaubt. Erst im Zusammenspiel, in der Balance zwischen beiden Kräften, in der ichhaft hergestellten Verbindung zwischen beiden, können sich diese Einseitigkeiten ausgleichen, kann aus dem bewussten Zusammenspielen solcher Tendenzen, die starr an das Gegebene, Mechanische binden und solche, die sich darüber einfach erheben zu können meinen, der rechte Handlungsweg gefunden werden, kann der Mensch zur Persönlichkeit heranreifen.

Quellen und weiterführende Literatur

Astrodata: Berufs-Analyse, Zürich 1996,S.5 

Astrodienst: Astro-Intelligence, Beruf und Berufung, Horoskop von Liz Greene, Zürich 2000,S.3

Beelich K.H./Schwede H.-H.: Denken-Planen-Handeln, Grundtechniken für zweckmässiges Lernen und Arbeiten mit vielen Erläuterungen und Anwendungsbeispielen,3.Auflage,Würzbrug 1983,Vogel
Block P.: Der autonome Manager. Macht und Einfluss am Arbeitsplatz. Frankfurt am Main 1992, Campus,S.21ff.: Das Arbeitsumfeld als Ergebnis unserer Entscheidung, S.33ff: Ursachen bürokratischen Denkens, S.72ff.: Alternativen zur Bürokratie,S.163ff.: Zwischen Autonomie und Abhängigkeit: Frieden mit unserer Umgebung,S.188ff.: Konfrontation mit der Unternehmensrealität: Immer wieder Mut,S.199ff.: Von der Vision zur Wirklichkeit: Die Bedeutung von Autonomie
Brater M./Büchele U./Fucke E./Herz G.: Berufsbildung und Persönlichkeitsentwicklung, Stuttgart 1988, Freies Geistesleben,S.35ff.: Traditionelle Berufsbildung im Spannungsfeld der Persönlichkeitsbildung, S.43ff. Neue Herausforderungen an die Berufsbildung,S.57ff.: Berufliche Handlungsfähigkeit, S.69ff.: Methodische Ansätze zur Förderung von Schlüsselqualifikationen in der beruflichen Bildung,S.129ff.: Werkstattarbeit und künstlerisches Üben als Bildungsmittel,S.173ff.: Lernen an realen Aufgaben: Perspektiven der Ausbildung am Arbeitsplatz 
Covey S.R.: Die sieben Wege zur Effektivität. Ein Konzept zur Meisterung Ihres beruflichen und privaten Lebens,4.Auflage, Frankfurt am Main 1994,Campus
De Bono E.: Taktiken und Strategien erfolgreicher Menschen. Erfolgsfaktoren erkennen. München 1991, mvg 
Domsch M.: Alternative Laufbahnen. Fach- und Projektlaufbahn,io Management Zeitschrift Nr.11/1991,S.65f.
Feyerabend P./Thomas C.,Hrsg.: Kunst und Wissenschaft, Zürich 1984,vdf 
Glasl F.: Konfliktmanagement. Ein Handbuch für Führungskräfte und Berater. 3.Auflage, Bern: Haupt, Stuttgart: Freies Geistesleben, 1992,S.25ff.: Menschenbild und soziale Konflikte,S.33ff.: Der geistige Kern der Persönlichkeit, S.42ff.: Veränderungen im äusseren Verhalten,S.132ff: Die professionelle, Dienstleistungs- und Produkt-Organisation, Typologie und Konfliktpotential 
Greiter I.: Kreativität in der Praxis. Der Schlüssel zum persönlichen und beruflichen Erfolg. Checklisten mit 222 Denkanstössen. 71 Beispiele, Insbruck November 1990, Kulturverlag
Gross G.F.: Beruflich Profi, privat Amateur? Berufliche Spitzenleistungen und persönliche Lebensqualität,Landsberg am Lech 1989,Moderne Industrie 
Jossi H.: Arbeit ist Bildung - Bildung ist Arbeit. Swiss plastics Nr.11a/1989,S.38-52 
Kassner W.: Beispiel und Vorbild in der Erziehung. 2.Auflage, Meiringen 1969, Verlag der Kunstanstalt Brügger AG 
Kirschner J.: Die Kunst, ein Egoist zu sein. Das Abenteuer, glücklich zu leben, auch wenn es anderen nicht gefällt.39.Auflage,München 1993,Knaur
Kobbert M.J.: Kunstpsychologie. Kunstwerk, Künstler und Betrachter, Darmstadt 1986, Wissenschaftliche Buchgesellschaft 
Markel R.: Karriere ist weiblich. Wegweiser für Frauen in ein erfolgreiches Berufsleben, Reinbek bei Hamburg 1989,Rowohlt 
Mercier A.
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Mumford L.: Kunst und Technik. Stuttgart 1959, W.Kohlhammer 
Svilar M.,Hrsg.: Kunst in der Exlusivität. Oder "Jeder ein Künstler"? Kulturhistorische Vorlesungen 1989/90 des Collegium Generale der Universität Bern,Bern 1991,Peter Lang 
Vester F.: Denken, Lernen, Vergessen. Was geht in unseren Köpfen vor, wie lernt das Gehirn, und wann lässt es uns im Stich? 12.Auflage, München 1985,dtv,S.141ff. Der Lernstoff und seine Aufbereitung,13 Regeln aus der Lernbiologie 
Zielke W.: Mach Dich effektiver. Ein Selbst-Management-Programm,2.Auflage,Landsberg am Lech 1985,mvg