Management Art Paradigma  Mindware

Wir werden politische und technische Probleme vernünftig gelöst? Wie wir aus Politik Unternehmens-Politik und aus einem politischen Führungs-System eine politische Führungs-Kultur, die diesen Namen auch wirklich verdient? Diese und weitere Fragen zur Ausgestaltung eines kultivierten Handelns beantwortet dieser KCA-Beitrag für ein besseres Verständnis der Prozesse und Bedingungen, unter denen Kultur im komplexen System der Unternehmensführung entsteht und geschaffen wird. Im Zentrum unserer Ausführungen steht der unten abgebildete Führungs-Prozess der politischen und technischen Vernunft, welcher Ihnen einen Einblick vermittelt in das vielschichtige und mehrstufige Verfahren kulturellen Schaffens und kultivierten Handelns aus unternehmenswissenschaftlicher Sicht.

Politische + technische Vernunft = Management Art = Unternehmensführung und Kunst

Bei der Behandlung der einzelnen Elemente und Funktionen unternehmenspolitischen und kunsttechnischen Führungshandelns werden wir feststellen, dass diese eine natürliche Einheit - ein System bilden und unlösbar und zirkulär miteinander verknüpft sind, wie wir das aus der den einzelnen Abbildungen ersehen können. Wir werden weiter feststellen, dass dies ebenso zutrifft für den damit verbundenen Führungs-Stil der politischen und technischen Vernunft, dem Nutzenpotential des "Management Art", der Synthese von Unternehmensführung und Kunst. Am Ende finden sich eine Auswahl der zentralen Werke, welche dieser Weiterentwicklung des Zürcher-Ansatzes zu einer integrierten Führungslehre zugrundeliegt wie er aus normativer Sicht auf der KCA-Unternehmensphilosophie Webpage behandelt wird.

Abb. 1: Der Führungs-Prozess politischer und technischer Vernunft
  Das Führungs-System der politischen Vernunft

Aus der Abbildung 1 geht hervor, dass die Führungs-Aufgabe der Politik einerseits vier Unternehmens-Elemente umfasst:

  • Grundlagen

  • Ziele

  • Massnahmen (Strategien)

  • Mittel (Potential bzw. Ressourcen)

andererseit damit vier Tätigkeitsarten oder Unternehmens-Funktionen verbunden sind:

  • Selektionieren bzw. Handeln

  • Entwickeln

  • Lenken

  • Gestalten

Gesamthaft betrachtet bedeutet dies, dass die Handlungs-Fähigkeit des politischen Systems weitgehend vom engen Wechselspiel zwischen:

  • Grundlagen und Selektionieren

  • Zielen und Entwickeln

  • Massnahmen und Lenken

  • Mitteln und Gestalten

abhängt und als solches vernünftig geregelt sein will.

Damit wird die Klärung einer funktions-fähigen Handlungs-Grundlage, die Wahl und Bestimmung von zu entwickelnden Zielen, die Durchsetzung von zu lenkenden Massnahmen wie die Bereitstellung und Ausgestaltung von dafür einzusetzenden Mitteln zum Kern-Problem unternehmens-politischer Führungs-Praxis. Mit anderen Worten: die Grundlagen, Ziele, Massnahmen und Mittel einer politischen, bzw. praktischen Vernunft stellen ein funktions-fähiges Handeln dar, d.h. ein Handeln, das sein Ziel in der Entwicklungs-Fähigkeit, seine Strategie in der Lenkungs-Fähigkeit und sein Potential in der Gestaltungs-Fähigkeit sieht und zu verwirklichen sucht.

Welche Ausdrucks- oder Verhaltensweise damit einhergeht, ist eine Frage des Führungs-Stiles und Gegenstand des folgenden Teiles. Zuerst werden wir uns nach der Perspektive fragen, welche massgebend ist, damit im politischen System Probleme auf "kultivierte", sprich "vernüftige" Art ausgewogen und gerecht gelöst werden. Danach beantworten wir, was dazu erforderlich ist

Der 4-K Führungs-Stil der politischen Vernunft

Die Begriffe Kongruenz, Kontext, Kreativität und Kraft bezeichnen diejenige Perspektive, welche massgebend ist, damit im politischen System Probleme "vernünftig", d.h. auf "kultivierte Art" gelöst werden. Dabei stehen folgende Fragestellungen und Perspektiven im Vordergrund:

*  Basierend auf welchen Grundlagen soll gehandelt werden?
> Handlungsorientierte Sicht
=
KONGRUENZ-PERSPEKTIVE

*  Welche Ziele sollen verfolgt werden?
> Entwicklungsorientierte Sicht
= KONTEXT-PERSPEKTIVE
*  Mit welchen Massnahmen sollen diese Ziele erreicht werden?
> Lenkungsorientierte Sicht
=
KREATIVITÄTS-PERSPEKTIVE
*  Welche Mittel sollen dafür eingesetzt werden?
> Gestaltungsorientierte Sicht
=
KRÄFTE-PERSPEKTIVE

Damit aus Politik Unternehmens-Politik und aus dem politischen Führungs-System eine politische Führungs-Kultur wird, die diesen Namen wirklich verdient, ist ein Perspektiven-Wechsel im Sinne des 4-K Führungs-Stiles notwendig:

 

Kongruenz wird dann erreicht, wenn Ziele, Massnahmen und Mittel eine Einheit bilden und übereinstimmen, bzw. in Übereinstimmung gebracht werden.

 

Ein Kontext wird dann erkennbar, wenn die zur Diskussion stehende Grundlage sichtbar gemacht wird und in einem umfassenden Sinn-Zusammenhang steht, bzw. gebracht wird.

 

Kreativität entfaltet sich überall dort, wo divergentes Denken (Aus Einem Vieles machen, Kunst als Vorbild) und konvergentes Denken (Aus Vielem Eines machen, Wissenschaft als Vorbild) kultiviert wird.

 

Der Einsatz der vier Grund-Kräfte einer Unternehmens-Persönlichkeit: 

  • Logik: Geisteskraft

  • Phantasie: Vorstellungskraft

  • Empathie: Einführungskraft und

  • Vitalität: Körperkraft

werden von einer fünften Kraft, der

  • Willenskraft

geführt und gesteuert (Führungs- bzw. Steuerungskraft) und sollte stets unter der Devise "Ergänzung zur Ganzheit" geschehen. Dies bedarf einer Ergänzung der drei Dimensionen: Kopf, Herz und Bauch um die vierte - das Rückgrat, dem Kennzeichen von Charakter und Aufrichtigkeit.

Das Führungs-System der technischen Vernunft

Unter dem Blickwinkel der Technik rückt in der Beschreibung des Führungs-Prozesses der politischen und technischen Vernunft das Problem-Verhalten ins Zentrum unserer Betrachtung. Hier stellt sich uns die Frage: Womit und wodurch lassen sich die genannten Probleme des politischen Führungs-Systems kongruent lösen? Gibt es dazu generelle Erkenntnisse oder plausible Auffassungen?

Gemäss der obigen Abbildung sind die idealtypischen Führungs-Elemente des Problemlösungs-Verfahrens der technischen Vernunft folgenden:

  • Planung

  • Entscheidung

  • Ausführung (Anordnung)

  • Kontrolle

Nach diesem Führungs-System dienen Planung und Entscheidung (idealtypisch) der Willens-Bildung, Ausführung und Kontrolle der Willens-Durchsetzung und Willens-Sicherung.Dabei werden die planenden, entscheidenden, anordnenden und kontrollierenden Aktivitäten der Führungs-Technik durch die kontinuierlichen Führungs-Funktionen künstlerischen Schaffens ausgeübt:

  • Projektieren bzw. Gestalten

  • Moderieren

  • Präsentieren

  • Visualisieren

Die Kultur eines Unternehmens ist damit vereinfacht gesagt das Ergebnis der Pflege dieses kunst-technischen Führungs-Prozesses und wird erkennbar an Symptomen, deren Haupt-Ausprägungen vier S sind:

  • Struktur

  • Symbol

  • Signal und

  • Signet

Der 4-S Führungs-Stil der technischen Vernunft

Die Begriffe Struktur, Symbol, Signal und Signet sind nicht nur Symptome unserer technischen Kultur, sondern können auch als sogenannte Artefakte bzw. Produkte des kreativen Prozesses der Unternehmens-Gestaltung angesehen werden. Diese stecken im wesentlichen dessen Handlungs-Rahmen ab, der sich wie folgt definieren lässt:

 

Im allgemeinen verstehen wir unter dem Wort die geistige Vorwegnahme der Ausführung. Als Prozess hat Planung unter dem Aspekt der Projektierung mit konstruieren und Grundlagen dokumentieren zu tun. Genauer gesagt handelt es sich um einen Prozess der Informations-Beschaffung und Informations-Verarbeitung zur Steuerung nachgelagerter Realisations-Handlungen. Dieser Prozess kann dabei zu einer dauerhaft wirksamen Struktur (Organisation), bzw. zu einer einmaligen  (Disposition) oder nur für eine begrenzte Zeit gültigen Ordnung (Improvisation) führen.

 

Entscheidungen treffen bedeutet Auswählen. Dabei werden im Entscheidungsprozess nach der Regel Ziele vorgegeben, Probleme besprochen sowie Lösungsmöglichkeiten gesammelt und Alternativen bewertet. Auf einen einfachen Nenner gebracht heisst dies: Entscheidungen kommunizieren und Ziele moderieren. Dieser Prozess symbolisiert, dass etwas zusammengesetzt, bzw. dass etwas abgemacht oder vereinbart wird.

 

Nach der Phase der Vorbereitung (Planung), der Auswahl (Entscheidung) folgt generell die Phase der Realisierung (Ausführung) und Überwachung (Kontrolle). Die Notwendigkeit der Anordnung als Schaffung bzw. Herstellung einer bestimmten Ordnung ergibt sich zwingend aus der sozial-ökonomischen Forderung nach effizienter multipersonaler Problemlösung. Im Kern ist damit Anordnung (in etwa) identisch mit der Aufgabe Ausführungen zu koordinieren und Massnahmen zu präsentieren. Hierbei heissen Zeichen, die sich auf den Empfänger richten, Signale; sie haben Appell-Funktion. All jene Hinweis-Zeichen, die ein Aufgaben-Träger benutzt, um etwas auszuführen bzw. anzuordnen, haben diese Funktion; von der Präsentation, d.h. vorzeigen und vor Augen führen, bis zur Schaffung und Herstellung einer bestimmten Ordnung.

 

Wenn Planungs-Werte (Soll-Werte) und Ausführungs-Werte (Ist-Werte) verglichen werden, nennt man dies durch die Bank Kontrolle. Dabei kann das Ergebnis, bzw. der Prozess dorthin Gegenstand der Kontrolle sein. Effektivität, d.h. die Erreichung gewollter und anvisierter Ziele ist der Gegenstand der Ergebnis-Kontrolle und das Zweck-Mittel-Verhältnis, kurz Effizienz genannt, derjenige der Prozess-Kontrolle. Geleitet werden beide Kontroll-Vorgänge von der strategisch-operativen Suchfrage: Tun wir das Richtig richtig?

  • Erzielung von Effektivität + Effizienz 

Wert-Rationalität (Richtige) zielt auf die Frage: Welches sind die Motive (Beweggründe) zu denen man etwas braucht? Notwendige Bedingung ist ein Bedarf, ein Bedürfnis (Mangelsituation) oder Problem (griechisch nicht gelöste Frage). Zweck-Rationalität (richtig) zielt dagegen auf die Frage: Lohnt sich das Projekt, der Auftrag, der Kunde, das Produkt? Um zu sehen, ob es sich lohnt, werden Berechnungen angestellt und Analysen gemacht. 

  • Wert- und zweckrationale Kontrollen

Mittels wert- und zweckrational ausgerichteten Kontrollen lassen sich Defizite der übrigen Phasen kompensieren und Lernvorgänge für spätere Führungsabläufe wahrnehmen, bzw. einleiten. Womit anders formuliert Kontrolle Visualisierung und Signet zugleich ist. Die Visualisierung geschieht derart, dass Kontrolle Wesentliches an den Tag und Dinge auf den Punkt bringt. Der Zweck des Signets liegt darin, dass Kontrolle Kennzeichen jedes überlegten Vorgehens ist und wie das Signet (Logo bzw. Firmen- oder Marken-Zeichen) auf Kontinuität und Konsistenz (Einheitlichkeit) hinweist.

 

Führungs-Kultur bewerkstelligen und Führungs-Kunst praktizieren

Wir wollen nun die beiden behandelten Führungs-Stile der politischen und technischen Vernunft einander gegenüberstellen und angeben, welche Ursache-Wirkungs-Beziehungen für die Bewerkstelligung von Führungs-Kultur, bzw. Führungs-Kunst von Bedeutung sind. Abschliessend werden wir das Ganze in einer Abbildung zusammenfassen, welche visualisiert, wie unser Gehirn und der Geist kultivierten Handeln funktioniert. Stichwort: 4-K + 4-S = Total Quality Mind.

 

Abb. 2: Führungs-System und Führungs-Stil der politischen und technischen Vernunft
Anmerkungen:

Jede dieser farblich gekennzeichneten System-Ebenen unternehmens-politischen und führungs-technischen Handelns, die über einer anderen liegt, stellt die Ursache der jeweils unter ihr liegenden dar. So haben wir auf der Ebene darunter das Symptom, auf der Ebene darüber die jweilige Ur-Sache. Genau genommen stehen 4-Ursache, 4-Wirkungen bzw. 4-Konflikts-Arten gegenüber:

  • Stoff- und Material-Ursache als Verteilungs-Konflikt

  • Antriebs- und Bewegungs-, bzw. Motivations-Ursache als Beurteilungs-Konflikt

  • Zweck- bzw. Ziel-Ursache als Bewertungs-Konflikt

  • Form-Ursache als Beziehungs- und Bedürfnis-Konflikt.

Dies ergibt 4-Ursache-Wirkungs-Beziehungen, welche bei nicht Beachtung zu den obgenannten 4-Konflikts-Arten führen und kultiviertes Handeln erforderlich machen.

 

Mittel-Massnahmen-Beziehung:

Das Problem dieser Beziehung liegt darin, dass im Gegensatz einem (Heil-) Mittel Massnahmen (Wege) weder falsch noch richtig, sondern dem Wort nach mehr oder weniger massgebend, bzw. wegweisend sind. Dies bringt ein Verfahren in Schritten und Stufen mit sich, ein Ermitteln und Erkunden der zu den Gegebenheiten passenden Vorgehensweise.

 

Weg-Ziel-Beziehung

Die Beurteilung von Wegen (Vorgehensweisen) fällt uns aus dem Grunde meist schwer, da die Zahl der Vorgehensweisen, die uns helfen eine bestimmte Ziel-Vorstellung (Absicht, Vorsatz) zu reichen, vielfältig ist. Auch wenn es zwar (potentiell) viele Wege (Möglichkeiten) gibt, um zu einem Ziel zu gelangen, so passt am Ende nur einer wirklich. Welchen Weg wir auch verfolgen, jeder führt zu einem bestimmten Ziel. Welches Ziel wir auch zu erreichen gedenken, Be-Weg-ung ist dafür erforderlich, damit etwas eintritt, bzw. erreicht wird. Ohne dieses sich auf den Weg machen wird ein Ziel nicht wirklich bewusst erlebt, gescheige erfahrbar.

 

Ziel-Grundlagen-Beziehung

Nur solange wir einem Plan (Skizze, Entwurf, Arbeitspapier u.ä.m.) folgen, sind wir uns bewusst, was wir tun und zwar willentlich. Denn man kann nur etwas willentlich tun, wenn man zuerst weiss, was man eigentlich will. Alles andere dürfen wir eigentlich nicht Wille nennen, sondern Wunsch, Trieb, Drang, Streben, Absicht oder Hoffnung und dergleichen mehr.

 

Grundlagen-Potential-Beziehung

Unser Wille entscheidet letztendlich über Tun oder Nicht-Tun und bestimmt ein Unternehmen oder Unterlassen. Dieses Verhalten beruht auf Be-Weg-Gründen, die aus den 5 menschlichen Grund-Bedürfnissen resultieren:

  • Sein-Wollen: Geltungs-Streben

  • Mitteilen-Wollen: Kontakt-Streben

  • Haben-Wollen: Besitz-Streben

  • Wissen-Wollen: Informations-Streben

  • Wirken-Wollen: Aktions-Streben

Das Verhalten eines Menschen wird aber nicht nur durch seine Antriebe (Motive) bestimmt, sondern auch seine Fähigkeiten. Dies bedeutet, dass das, was der Mensch will auch von seinem Können abhängt. Das Produkt aus Wollen (Bereitschaft) und Können (Fähigkeit) nennen wir Wollen-Können (Fertigkeit), das dazugehörige Leistungs-Verhalten Unternehmens-Führung, dessen wichtigste Grund-Funktion die hier behandelte Unternehmens-Politik ist, welche von seinen Handhabern Wandlungs-Kompetenz (Qualifiaktion) bzw. TQ (Transformations-Qualitäten = Flexibilität) verlangt.

Abb. 3: Der Total  Quality Mind des 4-K + 4-S Führungsstiles der pol.+techn.Vernunft

 Anmerkungen:

Was unser Gehirn im besten Fall auf einen Blick (Vision) wahrzunehmen vermag, symbolisieren die in der TQM-Darstellung des Führungs-Stiles der politischen und technischen Vernunft abgebildeten 8 Punkte. Zusammen bilden sie ein "Oktal-System", d.h. ein vernetztes System bestehend aus 8 Gesichtspunkten. Das stilisierte "Q" (Qualität bzw. Quint-Essenz) als 9 Punkt symbolisiert das umgreifende Band der Vernunft (Einheit suchende Kraft), der Essenz eines kultivierten Geistes.

  • TQM-Vision bestehend aus:

  • 8 Punkten = Oktal-System

  • 3 horizontale Ebenen = Raum-Position

  • 1 vertikal Ebene = Zeit-Richtung

Wie aus der Abbildung zu ersehen ist, sind diese 8 Punkte miteinander verknüpft und durch 3 horizontale Ebenen (Raum-Position) und 1 vertikale Ebene (Zeit-Richtung) miteinander verbunden. All diese Faktoren stehen untereinander in einem engen Beziehungs- und Abhängigkeitsverhältnis. Das bedeutet, dass wir es hier mit einem Netz-Werk von sich ergänzenden Polaritäten zu tun haben, welches ein dialektisches, ganzheitlich-vernetztes Denken und strategisches,prozessorientiertes Handeln erforderlich macht. Dies ist die Voraussetzung, um zu einer politisch und technisch vernünftigen Lösung zu gelangen, welche als ausgewogen bezeichnet werden kann.

  • Logik und Zweck-Rationalität

  • Phantasie und Wert-Rationalität

Konkret bedeutet das, dass dafür nebst Logik und Zweck-Rationalität ebenso Phantasie und Wert-Rationalität beansprucht werden. Es genügt nicht, alle zur Verfügung stehenden Daten und Erfahrungs-Werte systematisch zu nutzen und kritisch zu überprüfen. Dies mag vielleicht kultiviert erscheinen, aber gewiss nicht schöpferisch. Hierzu müssen auch ir-rationale und unlogische Gedanken in Betracht gezogen und von diversen Seiten beleuchtet werden.

  • Das Richtig richtig und aufrichtig tun

  • Richtige = Strategie

  • richtig = Operation

  • aufrichtig = Takt-ik

Letztlich muss man sich aber bewusst sein, dass alles eine Gewissens-Frage ist; ob Zweck-Rationalität (richtig = Operation) oder Wert-Rationalität (Richtige = Strategie), die Personalität (Aufrichtigkeit = Identität, Ge-Sinn-ung, bzw. Ge-Wissen  = Norm) entscheidet, was wir gemäss unseren Vorstellungen, Überzeugungen und Interessen als angemessen, passend, beispielhaft oder vorbildlich erachten.

  • Aufrichtigkeit eine Frage von Charakter und Gesinnung

  • Corporate Personality als Wertmass-Stab

Aufrichtigkeit ist nicht nur das Kennzeichen von Personalität, sondern auch das Merkmal eines offenen und ehrlichen Geistes (Charakters). Denn wo Menschen nicht aufrichtig zueinander sind, wird taktiert und nicht offengelegt, was gedacht, gefühlt und beabsichtigt wird. Man ist einfach nicht ehrlich zueinander. Dieser Mangel an Offenheit und Ehrlichkeit ist weitverbreitet und zeigt seine negativen Auswirkungen in der De-Motivation der Mensch und in dem was wir innere Kündigung nennen. Die Folge davon: Kulturelle Werte verkommen, das Engagement bleibt aus und der Einsatz wirkt berechnend.

  • Alles eine Frage des richtigen Zeit-Raumes

Oft wird in dem Zusammenhang übersehen, dass jeder Mensch nicht nur frei sein will, sondern auch etwas braucht, worüber er frei verfügen kann: Zeit-Raum, Lebens-Raum, bzw. Handlungs-, Entscheidungs- und Aufgabenspiel-Raum. Auch wenn wir diese Raum-Einheiten für unsere Persönlichkeits-Entwicklung wie die Luft zum Atmen brauchen, steht dieser Bedarf in unserer hochspezialisierten, arbeitsteiligen Informationsgesellschaft nicht frei zur Verfügung.

  • Zeit-Raum ein knappes und kostbares Gut

  • Erfordert zu dessen Nutzbarmachung Effektivität und Effizienz

  • Das Zusammenspie von Kopf (IQ) und Herz (EQ)

Dieser Zeit-Raum, um den sich unser ganzes Leben dreht, stellt ein knappes und kostbares Gut dar; ein Gut, das nach dem ökonomischen Prinzip der Knappheit effektiv erfahren und effizient behandelt sein will; ein Gut, das wie in der TQM-Darstellung abgebildet sowohl immaterieller (Zeit) wie materieller Natur (Raum) ist und das wir uns gewiss alle von Herzen (EQ Essenz) wünschen, aber nur zusammen mit unserem Kopf (IQ Essenz) vernünftig zu erreichen vermögen. Dieser Kopf lehrt uns, dass die Verwirklichung dieses materiellen und immateriellen Wunsches dem Prinzip der Konzentration der Kräfte folgen muss, da die Mittel (Instrumente, Materialien und Ressourcen) zur Verwirklichung diess Bedürfnisses (Haben-Wollen bzw. Besitz-Streben) beschränkt sind.

  • Gestaltung unseres Entwicklungs-Frei-Raumes

  • Wollen - Wissen - Können - Hoffen - Dürfen als Erkenntnis-Quellen

Die Gestaltung unseres Entwicklungs-Frei-Fraumes setzt in diesem Sinne Können (Fähigkeit), Wollen (Bereitschaft) und Dürfen (Rahmen-Bedingungen) voraus. Das Können bekommt durch das Wollen und das Dürfen je eine neue Dimension. Dabei legt das Hoffen die Grenze zwischen Wissen und Können fest und öffnet den Raum des Dürfens. Hoffen stellt wie das Wissen und Können eine eigene Art oder Quelle der Erkenntnis dar.

  • Können und Wollen als Schlüsselgrössen

Ohne Können, ohne das Wissen der Umsetzbarkeit, schliesst sich der Regel-Kreis von Wollen-Wissen-Können nicht. Aber ohne Wollen, d.h. eigenen Willen, sprich Engagement und Motivation ist alles so gut wie unmöglich. In den Worten Bruno Neckermanns:

  • Ohne Wollen keine Lernen

  • Ohne Lenern kein neues Wissen

  • Ohne neues Wissen kein Können

  • Ohne Können kein Format.

Dies die Erfolgs-Leiter der Persönlichkeits-Bildung. Was dazu benötigt wird, erkennen wir, wenn wir das Wort Information wie folgt schreiben: In-Form-at-ion.

  • In-Form-at-ion der Schlüssel zum Erfolg

  • Culture Art der Schlüsselbegriff des 4-K + 4-S Führungsstiles

Mittels Informations-Aufnahme und -verarbeitung wird Format erreicht, kommen wir in Form. Hierbei werden über unsere Sinnes-Organe (Wahrnehmungs-Modus) die Eindrücke der Aussen-Welt in die Sprache des Gehirns übertragen, die als chiffrierte Botschaft die Grundlage unseres Denkens sind. Im Gehirn werden die aufgenommenen Informationen in der linken Gehirn-Hälfte (4-K Führungs-Stil als Abbild, Kultur bzw. politische Vernunft als Vorbild) vor allem in sprachlicher und in der rechten Gehirn-Hälfte (4-S Führungs-Stil als Abbild, Kunst bzw. technische Vernunft als Vorbild) in bildlicher Form verarbeitet.

Die für ein Unternehmen und seine Mitarbeiter passende Formgebung (Design) entwickelt sich heirbei meist unbewusst entlang der Gestaltungs-Strategie der Kunst, welche sich in dem 4-S : Führungs-Stil der technischen Vernunft manifestiert:

  • Signet

  • Signal

  • Symbol

  • Struktur

. Sie hat zum Ziele, ein Unternehmen jeder Grössen-Ordnung, mit all seinen Facetten sinnvoll wahrnehmbar zu machen und Gestalt zu verleihen. Auf diese Art bildet sich in gewisser Weise ein Unternehmer seine Vorstellung über die Kultur seines Unternehmens; symbolisiert in dem 4-K Führungs-Stil der politischen Vernunft:

  • Kongruenz

  • Kontext

  • Kreativität

  • Kraft

Die Suche nach der passenden Gestalt und Führungs-Kultur macht uns hierbei sensibel, um im komplexen Prozess der Unternehmens-Entwicklung den Blick für das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren. Zusätzlich verhilft uns diese Sensbilität im Knäuel der vernetzten dynamischen Markt-Aktivitäten sinnvolle und nutzbringende Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zu erkennen und dadurch den Wert-Schöpfungs-Prozess eines Unternehmens nachhaltig zu beeinflussen. Wo aber ein kulturbewusstes, strategisches Management auf Kosten einer rein technokratischen Unternehmensführung geopfert wird, herrscht Bürokratie und der von Erich Fromm in seinem Buch "Psychoanalyse und Ethik" beschriebene "Marketing-Charakter2.

Das Ziel einer kultivierten Unternehmensführung kann damit nie sein den einen Pol (Kultur) auf Kosten des anderen Pols (Management) zu fördern, weil er lohnender oder realer erscheint. Diese beiden Pole - wie wir zeigten -, sind gleichwertig, sie ergänzen sich und brauchen einander, um zu einer poltisch-technisch vernünftigen Lösung zu gelangen. Wenn das zwischen ihnen bestehende politisch-technische Gleichgewicht jedoch gestört wird, kippt vieles in sein Gegenteil:

  • Form wird zum Formalismus

  • Materie zu Materialismus

  • Kapital zu Kapitalismus

und aus den den 4-K der politischen Vernunft werden dann die 4-K der politischen Unvernunft:

  • Konflikte

  • Krisen

  • Katastrophen

  • Kriege

denen Willkür (Beziehungsfilz), Gewalt, Ohnmacht und Angst zugrundeliegen. Mittels dem hier vorgestellten 4-K und 4-S Führungs-Stil der politischen und technischen Vernunft soll diesen Auswüchsen eines nicht kultivierten Geistes im Sinne des Zitates von Seneca begegnet werden: " Ich wünsche mir die Kraft, die Dinge zu verändern, die ich ändern kann - und die Gelassenheit, die Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann - und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

Quellenangaben und weiterführende Literatur
"Die Frucht geht zurück auf das Werk, das Werk auf das Erkennbare, das Erkennbare auf die Erkenntnis, die Erkenntnis auf das, was ist und nicht ist. Nach der Erkenntnis richtet sich das Verlangen, nach dem Verlagen die Absicht, nach der Absicht das Werk, aus des Werkes Wurzel geht die Frucht hervor."

Mokshadharma

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