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Kultur-Dialog
West-Ost
- Der europäische Standpunkt
- Kreativität als Sinn-Bild
- Culture Art als Leit-Bild
- Der asiatische Standpunkt
- Kunst als Sinn-Bild - Ästhetik
als Leit-Bild
- Quellen und weiterführende
Literatur
1. Der europäische
Standpunkt
| Suche
nach der
immerwährenden
Ganzheit
Der
europäische
Standpunkt und
damit die
europäische
Culture Art
Position können nur
verstanden
werden, wenn wir
ihn als eine
sittliche
symbolische
Darstellung
betrachten, wo
die immerwährende
Überzeugungs-Suche
nach Ganzheit
und dem Mass
aller Dinge
mittels einer
Ideologie
wegweisend sind.
Ideologie
als Mass-Stab
Dabei
sind Ideologien
ein beliebig
organisierter
Satz von
Gedanken, den
die Menschen
einerseits klar
artikulieren und
leidenschaftlich
vertreten
können, und
über den sie
sich
andererseits
überhaupt nicht
sicher sind.
Ideologien
lassen sich
dabei generell einteilen
in Links, Rechts
oder Mitte.
Die
Links-Rechts-Ideologie
Tomkins
unterscheidet so
zwischen Links
und Rechts. Links: Ist der
Mensch das Mass
aller Dinge. Rechts: Ist das
Mass unabhängig
vom Menschen.
Die
Links-Rechts-Ideologie
in der Kunst
In
der Kunst gibt
es die
wiederkehrende
Polarität
zwischen den
Romantikern auf
der linken, mit
der Betonung der
Gefühle, des
Irrationalen und
des
Persönlichen;
und dem
Klassischen auf
der Rechten, wo
die Betonung auf
der Kontrolle,
der
Einschränkung
und der Vernunft
liegt. Die
Ironie liegt
darin, dass
beide recht
haben, jedoch
nur die
entgegengesetzte
Hälfte des
Widerspruchs
sehen.
Das
ideologische
Zentrum
Tomkins
schlägt das
ideologische
Zentrum als die
wahre Quelle
einer kreativen
"Veränderung-plus-Kontinuität"
vor. Die so
definierte Mitte
wäre kein
kleinmütiger
Kompromiss zwischen der
Linken und der
Rechten,
ebensowenig eine
Aneinanderreihung
von feindlichen
Extremen, die
sich gegenseitig
aufschaukeln,
sondern eine
Bewegung
zwischen den
Polen, zwischen
den Extremen,
bei der beide in
einem einzigen
Prozess
versöhnt
würden wie dies
in der System
Art Struktur
näher
ausgeführt und
im folgenden
Sinn-Bild der
Kreativität zum
Ausdruck
gebracht wird.
|
2. Kreativität als
Sinn-Bild - Culture Art als Leit-Bild
|
Links
- Rechts -
Mitte

| Links |
Rechts |
| "Herr"
Konvergent |
"Frau"
Divergent |
| quantifizierend
-
verbal |
qualifizierend
-
bildhaft |
| Struktur
-
organisierend |
Strategie
-
improvisierend |
| zielorientiert |
richtungsorientiert |
| analytisch
-
rational |
synergetisch
-
intuitiv |
| System
Art |
Tao
Art |
| Mitte:
Kreativität
=
Konvergenz
+
Divergenz |
| Mass-Stab:
Kultur
=
Struktur
+
Strategie |
| Medium:
Kunst
=
System
+
Tao |
| MMM:
Culture
Art
=
System
Art
+
Tao
Art |
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3. Der Asiatische Standpunkt
| Tao
- der Weg des
Universums
Der
asiatische
Standpunkt und
damit die
asiatische
Culture Art
Position können nur
verstanden
werden, wenn wir
ihn (ebenfalls) als
eine sittliche
symbolische
Darstellung
betrachten, wo eine
Eingliederung in
den Lauf der
Dinge und dem
Mass aller Dinge
dem Tao
(wörtlich
"der Weg
des
Universums")
im Vordergrunde
steht.
Die
Philosophie des
T'ai Chi
"Yin"
und "Yang", die
das T'ai Chi
symbolisieren
(Diagramm des
Allerhöchsten),
sind miteinander
verflochten,
zyklisch
wiederkehrende
Polaritäten
(Wendt, 1986).
Wenn wir
irgendein
Phänomen oder
einen
menschlichen
Wert bis zu
ihrem logischen
Extrem führen,
dann können wir
feststellen,
dass sie sich in ihr
Gegenteil
verwandeln, so
wie die grosse,
glühende Sonne
in der Nacht
versinkt. Ferner
birgt das Ende
jeder Polarität
den Keim ihres
Gegenstückes in
sich, so wie
Mann und Frau
die Keime beider
Geschlechter
enthalten und jede
Jahreszeit den
Keim für die
nachfolgende
Jahreszeit kennt,
ist es auch mit
den beiden hier
behandelten
Standpunkten.
Die
Philosophie des
T'ai Chi in der
Kunst
"Yin"
und "Yang"
benutzen eine
grundsätzliche
Zweideutigkeit,
um auf die
Einheit der
möglichen
Bedeutungen
hinzuweisen und
neue
Interpretationen
zu stimulieren:
Ein Kreis, ein
Strudel, ein
geschlängelter
Pfad, ein Baum
oder die
Umarmung von
Liebenden. Sie
weisen hin auf
immerwährende
Überzeugungsversuche
zu Harmonie,
Ästhetik
(Sinnlichkeit),
Verschmelzung,
Komplementarität,
Durchlässigkeit
und
gegenseitiger
Durchdringung,
wie dies in der Abbildung
versinnbildlicht
wird.
Das
ideologische
Zentrum und die
Philosophie des
T'ai Chi
Der
Mensch ist das
Mass, aber er
muss sich auch
messen lassen.
Es handelt sich
dabei um einen
Lern-Prozess, der
in einem Zyklus
der ewigen
Wiederkehr von
Innen nach
Aussen läuft,
mit der "Yin-Yang"
Symbolik
verdeutlicht
werden kann und der
Philosophie des
T'ai Chi wie
dem Wort
"Spiritualität"
zu tun hat. Zu
tun mit einer
Sensibilität
für
Erfahrungen, die
sich auf
rationale Art
und Weise nicht
ganz erklären
lassen. Eine
Sensibilität,
welche alles
Materielle und
Psychische und
rein Geistige
einerseits und
das absolut
Unnennbare,
Nicht-Manifestierte
anderseits
trägt, umfasst
und durchzieht,
wie dies in der
bildenden Kunst
und Ästhetik der Fall ist.
|
4. Kunst
als Sinn-Bild - Ästhetik als Leit-Bild
|
Yin
- Yang - T'ai
Chi

| Yin
+ |
Yang
- |
| Gefühl |
Stilwille |
| Inhalt |
Form |
|
Ästhetik
-
Sinnlichkeit
-
Harmonie |
|
+
T'ai
Chi - |
|
5. Quellen und weiterführende Literatur
| Quelle:
Grünwald M.W.:
KCA-Reihe "Der
Kulturmanager", Dokument Nr.2,S.8ff. Leitidee: Europäische und asiatische
Kunst
Literatur:
Bleicher K.: Das Konzept
integriertes Management, Frankfurt am Main 1991,
Campus,S.72ff.,93f.,17ff.,285ff. Brendl
E.: New Game
- Wandel
meistern.1.Auflage,
Bonn 1989,
Norman
Rentrop,S.29,94,299:
Divergenz und
Konvergenz Chang
C.-Y.: Tao,
Zen und
schöpferische
Kraft.
5.Auflage,Köln
1987,Diederichs Cooper
J.C.: Der
Weg des Tao.
Eine Einführung
in die alte
Lebenskunst und
Weisheitslehre
der Chinesen.
4.Auflage,
Bern/München/Wien
1985, O.W.Barth
- Scherz Verlag
Endres H.: Das Beste aus dem Leben machen.
Ein Leitfaden zur Selbsterfüllung und Selbstmeisterung, München
1988,Knaur,S.38ff.
Greipel P.: Strategie und Kultur.
Grundlagen und mögliche Handlungsfelder kulturbewussten strategischen
Managements, Bern 1988,Haupt,S.188ff. Kreatives Lernen: Konvergierendes versus
Divergierendes
Denken Hampden-Turner
C.: Modelle
des Menschen.
Ein Handbuch des
menschlichen
Bewusstseins.
Weinheim 1986,
Beltz, S.20f.,Yin und
Yang: Die
Philosophie des
T'ai Chi; 68ff.
Linke, Rechte
und Mitte:
Silvan Tomkins
und seine
Ideologie-Kritik;
S.104: Die
Kontroverse um
die zwei
Denkstile der Kreativität:
"divergent"
Kunst-Stereotyp
und
"konvergent"
Wissenschafts-Stereotyp:
Getzels, Jackson
und Hudson Henckmann
W./Lotter K.,Hrsg:
Lexikon der
Ästhetik,
München 1992,
Beck Kunzmann P./Burkard
F.-P./Wiedmann
F.: dtv-Atlas zur Philosophie, Tafeln und Texte, München 1991,
dtv,S.48f. Ladensack
K.:
Kreativität im
Management.
Heidelberg 1992,
Sauer,
S.38,40,42,82,134,196:
divergentes und
konvergentes
Denken Markert
C.: Yin
Yang. Harmonie
von Sinnlichkeit
und Vernunft.
2.Auflage,
München
1985,Goldmann Pochat
G.: Der
Symbolbegriff in
der Ästhetik
und
Kunstwissenschaft,
Köln 1983,
DuMont,S.152ff.
Gefühl und
Symbol,S.166ff.:
Kunst- und
Stilwille Rüegg J.: Unternehmensentwicklung im
Spannungsfeld
von Komplexität
und Ethik. Bern
1989,Haupt,S.40ff.,429f.
Scheler
M.:
Philosophische
Weltanschauung.
Bern 1954,
Francke Ulrich H.: Management, Dyllick T./Probst
G.J.B.,Hrsg.,
Bern 1984,Haupt,S.343ff. Welsch
W.,Hrsg.:
Die Aktualität
des
Ästhetischen,
München 1993,
Fink Wendt
V.K.:
Polarität. Das
kosmische Gesetz
der Ureinheit.
Basel 1986,
Sphinx Willi J.: Ko-Evolution. Die Kunst
gemeinsamen Wachsens. Reinbeck bei Hamburg 1989, Rowohlt
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21.3.2002

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