Die meisten Menschen verwenden auch im Zeitalter der globalen Vernetzung nur einen einzigen Typ des Denkens. Sie sind "1-Farben-Denker" ( 1 ), meist rational und "sprachlich-analytisch" ( 2 ) geschult. Sie bauen auf die Macht der Worte und geschriebener Texte. Doch damit allein lässt sich kein "Bewusstsein wecken" - oder dann nur ein "einseitig - kopflastiges", welches die "Herzen" der Menschen nicht berührt. Folge: Berechendes Engagement, fehlende Empathie, Gefühlsarmut. Kultur verkommt, Worte zu Worthülsen und Schlagworten. Man verkennt ganz einfach, dass der Mensch ein "Sinnestier" ist, das von der Wahrnehmung lebt. Ganzheit ist gefragt, wie dies in der "Culture Art Symbolik" ausgedrückt wird.  

Mit dem Einzug des "Internets" ( 3 ) und der "Kunst" in alle Lebensbereiche reicht die wortlastige Denkhaltung und einseitige Sinn-Vermittlung über geschriebene Texte nicht mehr. Bildlich ganzheitliches Denken ist gefragt. Diejenigen, die es nicht beherrschen, werden in naher Zukunft als Analphabeten eingestuft und verlieren zusehens an Wirkung. Denn im digitalen Zeitalter, wo alle über und mit Bilder kommunizieren ( 4 ), erzielen Worte allein keine nachhaltige Wirkung mehr. Sie benötigen der visuellen Unterstützung von Bildern (Symbolen, Signeten, Zeichen) getreu der chinesischen Volksweisheit: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

 Bildlich ganzheitliches Denken ist gefragt ... 

Was hier skizziert wird, soll Ihnen einen Einblick in die Gestaltungsmittel abstrakter und konkreter Kunst  vermitteln, welches hinter dem Culture Art CD-Gestaltungskonzept steht. Es soll anregen die Welt aus dem Blickwinkel des schöpferischen Menschen wahrzunehmen und aktiv zu werden für ein achtsames Wahrnehmen des kulturellen Lebens in all seinen Formen. Wir werden Ihnen zuerst die "6-Farben Methode" ( 5 ) von De Bono vorstellen, mittels dessen "Farb-Karte" Sie den Weg in die Internet-Zukunft erfolgreich bewältigen werden. Danach stellen wir Ihnen das Denk-Gerüst des "4-Farben-Menschen" (6 ) vor, das von Max Lüscher stammt und weiter unten seine Anwendung findet. Wenn Sie schon hier mehr erfahren möchten, welchem Denk-Typ Sie angehören, welche Farben und Denk-Strukturen Sie bevorzugen, wieso gewisse "Elemente" ( 7 ) und "Tierzeichen" ( 8 ) Ihnen mehr liegen als andere, dann klicken Sie auf die Farbe Ihrer Wahl: Grün - Gelb - Blau - Rot und entdecken Sie den Geist der "4-Kulturen" der Willensnation Schweiz, welcher die politische Landschaft der "Confoederatio Helvetica" (CH) prägt und hinter dem 4-Farben-Menschenbild des Culture Art CD-Gestaltungskonzeptes steht.

 Das 6-Farben Denken nach De Bono 

Die Hauptschwierigkeiten beim Denken ist das Durcheinander. Wir versuchen, zuviel auf einmal zu tun. Gefühle, Informationen, Logik, Hoffnung und Kreativität - das alles bestürmt uns. Die in dem Buch von De Bono behandelten sechs Denk-Arten ist darauf angelegt, das Denken von dem üblichen Argumentations-Stil weg zu einem "strategischen Denken" ( 9 ) hinzuführen. Hierbei lässt sich der zu begehende Weg (Strategie) grundsätzlich in folgende zwei Phasen unterteilen: In der ersten Phase wird die Karte (Strategiegrundlage) angefertigt, in der zweiten wird auf der Karte die Route (Weg) festgelegt. Wenn die angefertigte Karte gut genug ist, dürfte die beste Route dies zu tun klar auf der Hand liegen. Gemäss der Farbdruckanalogie wird zuerst eine Farbe auf das Papier aufgetragen, dann eine zweite darüber gedruckt. Dann folgt die nächste und so weiter. In dieser Art entsprechen die sechs Denk-Arten: das rationale, geregelte, intuitive, spekulative, analytische und kreative Denken den verschiedenen Farben, die beim Kartendruck verwendet werden und die Grundlage des bildlich ganzheitlichen Denkens bilden.

De Bono charakterisiert hierbei die sechs Denk-Arten wie folgt:

Farbe Bedeutung Denk-Art und Argumentationsstil
Weiss Weiss ist neutral und objektiv. Das weisse Denken befasst sich mit sachlichen Fakten, Zahlen und Informationen.
Schwarz Schwarz ist düster und negativ.  Das schwarze Denken deckt die negativen Aspekte ab (warum etwas nicht funktioniert).
Grün Grün ist das Gras, ist die Vegetation und üppiges, fruchtbares Wachstum.  Das grüne Denken deutet auf Kreativität und neue Ideen hin.
Gelb Gelb ist sonnig und heiter und positiv . Das gelbe Denken ist optimistisch und steht für Hoffnung und positives Denken.
Blau

 

Blau ist kühl und auch die Farbe des Himmels, der über allem anderen ist.  Das blaue Denken befasst sich mit der Kontrolle und Organisation des Denkprozesses, lenkt ebenfalls den Einsatz der anderen Denkarten.
Rot Rot deutet auf Ärger, Zorn (rot sehen) und Emotionen hin. Das rote Denken vermittelt die gefühlsmässige Sicht.

In der Praxis überschneiden sich die einzelnen Denk-Arten recht häufig. Gelbes Denken und Grünes Denken überschneiden sich sehr oft. Weisses-Denken und Rotes-Denken können sich überschneiden, weil Fakten und Meinungen häufig vermischt werden. Die hier beschriebene Denkweise soll helfen das Denken zu vereinfachen, sich auf jeweils nur eine Denk-Art zu konzentrieren, anstatt zu versuchen, alles auf einmal zu bewältigen. Die beste Analogie ist der Mehrfarbendruck. Jede Farbe wird über die andere gedruckt, bis am Ende ein mehrfarbiges Bild entsteht.

Gemäss der Farbendruck-Analogie trägt jede der sechs Denk-Arten seine Denkweise auf die Karte auf. Dabei erwarten wir vom Weissen-Denken einen definitiven Beitrag an neutraler und objektiver Information. Vom Blauen-Denken erwarten wir, dass es einen Überblick über das Erreichte gibt und eine Strategie für die Wahl der Route entwirft. Vom Roten-Denken erwarten wir Auskunft über die beteiligten Gefühle, selbst wenn diese neutral sind. Vom Gelben-Denken würde wir gern positive Kommentare hören, aber das mag nicht immer möglich sein. Vom Schwarzen-Denken erwarten wir eine spezifische Kritik und vom Grünen-Denken können wir jedoch keinen Beitrag fordern. Wir können nur das Bemühen fordern. Wir können fordern, dass Zeit auf die Erzeugung neuer Ideen verwendet wird. Worauf es ankommt, ist folgendes: Nehmen Sie sich Zeit und streben Sie einen "Kontinuierlichen Verbesserungs-Prozess" (KVP) an in dem was Sie tun.

Wie bei allem kommt es auf die richtige Mischung an, auf ein nicht zu viel, sondern auf ein ausgewogenes Verhältnis der Sechs-Denk-Arten (Farben), abgestimmt auf eine entsprechende Situation (Aufgabe, Problemstellung).

 Das 4-Farben Denken nach Lüscher 

Wir haben beim Sechsfarben-Denken nach Edward De Bono folgende sechs Denk-Strukturen kennengelernt:

Denk-Art  Denk-Strukturen  
Weisses Denken Rational
Schwarzes Denken Analytisch
Grünes Denken Kreativ
Gelbes Denken Spekulativ
Blaues Denken Geregelt
Rotes Denken Intuitiv

Diesen sechs Denk-Strukturen liegen nun nach Max Lüscher vier Denk-Typen zugrunde, d.h. die Verbindung jedes nachfolgend beschriebenen Denk-Typs mit jedem anderen bildet die oben angeführte Denk-Struktur. Die Zuweisung der obigen Farben zu den sechs Denk-Strukturen entspricht dem Ideal-Zustand, in der Praxis ergibt dies in Anlehnung an Lüscher folgende Farbentsprechungen (und politischen Koalitions-Bildungen).

Denk-Strukturen nach De Bono Farbentsprechungen nach Lüscher
Rational Rot    Grün  
Analytisch Gelb Grün 
Kreativ Rot Blau
Spekulativ Gelb Rot 
Geregelt Blau Grün
Intuitiv  Blau Gelb

Der 4-Farben-Denker besitzt alle vier Denk-Typen: das gelbe-rezeptive Denken, das grüne-objektive, das rote-provokative und das blaue-reflexive Denken und ist in der Lage in den Sechs-Denk-Strukturen sowohl kombinatorisch (nach Lüscher) als auch farbdruck-analogisch (nach De Bono) zu denken.

Farben  Denk-
Typen 
Betriebs-
System
Logische Kategorien Elementares Symbol Psychische
Grundtendenz
Culture
Art
A = Grün Objektiv Ordnen Notwendigkeit Erde Gestaltung  System
M = Gelb Rezeptiv Aufnehmen Möglichkeit Luft Bewusstsein Art
E = Blau Reflexiv Verstehen Einheit Wasser Gefühl Tao 
N = Rot Provokativ Ausführen Vielheit Feuer Wille Art

Die Anwendung der einen oder anderen Denk-Struktur hängt sowohl vom jeweiligen Blickwinkel des Denkers und dem jeweiligen Standpunkt ab, den es zu erkennen gilt. Auch hier gilt die chinesische Volksweisheit: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Culture Art  

Kunst kultivieren aus westlicher, system- und östlicher, tao-orientierter  Sicht

A

E

System

Tao

M

N

Art

Art

System Art & Tao Art Felix Grünwald - Schweiz - System Art Jung Ok Im-Lemke - Südkorea - Tao Art

Weiterführende Literatur:

1) Max Lüscher: Aber ich muss nicht... Das 4-Farben-Denken. München 1991, Heyne,S.70ff. Wie der 1-Farben-Denker die anderen sieht
2) Hans-Peter Förster: Corporate Wording - Konzepte für eine unternehmerische Schreibkultur. Frankfurt am Main 1994, Campus, S.42 Die beiden Gehirnhälften: Die linke Hirnhälfte ist mehr für das sprachlich-analytische Denken zuständig (Sprechen, Lesen, Schreiben, Zahlendenken), die rechte Hemisphäre für bildlich ganzheitliches Denken (Wahrnehmung von Formen, Bildern, Strukturen. Links: digital-logisch, Entschlüsselung von Zeichen und Wörtern.Rechts: analog-emotional, Zusammenspiel und Verarbeitung von Emotionen und Bildern
 
3) Neil Barret: 30 Minuten für den Einstieg ins Internet. Offenbach 1998, GABAL. Marcel Sennhauser/Bernd Schaub: Internet-Start. Zürich 1999, Werd-Verlag. Manfred Schwarz/Patrick Kramer: go! Das Einsteigerbuch Internet. Unterschleissheim 2000, Microsoft Press Deutschland 
4) Peter Jenny: Farbhunger. Texte und Bilder zur Aufhebung der Gewaltenteilung zwischen Wort und Farbe, Begriff und Anschauung. Zürich: vdf, Stuttgart: B.G.Teubner, 1994. Derselbe: Das Wort, das Spiel, das Bild. Unterrichtsmethoden für die Gestaltung von Wahrnehmungsprozessen. Zürich: vdf, Stuttgart: B.G.Teubner, 1995. Derselbe: Bildrezepte. Die Suche des ordnungsliebenden Auges nach dem zum Widerspruch neigenden Gedanken. Zürich: vdf, Stuttgart: B.G.Teubner, 1996. Derselbe: Bildkonzepte. Das wohlgeordnete Durcheinander. Zürich: vdf, Mainz: Hermann Schmidt, 2000.
5) Edward De Bono:Das Sechsfarben-Denken. Ein neues Trainingsmodell.Düsseldorf 1989,Econ
6) Max Lüscher: Der 4-Farben-Mensch. Der Weg zum inneren Gleichgewicht. Düsseldorf 1989.
7Hajo Banzhaf: Der Mensch in seinen Elementen. Feuer, Wasser, Luft und Erde. Eine ganzheitliche Charakterkunde.München 1993, Hugendubel. 
8) Hans Endres: Menschkenntnis - schnell und sicher. München 1988, Knaur,S.66ff. Psychische Grundtendenz; elementares Symbol; körperlich materielle, seelisch-gemüthafte und geistig-ideelle Schicht mit dazugehörigem astralen Symbol  
9) Hans A.Wüthrich: Neuland des strategischen Denkens. Von der Strategietechnokratie zum mentalen Management. Wiesbaden 1991, Gabler. Hans H.Hinterhuber: Strategische Unternehmungsführung. Band 1: Strategisches Denken: Vision - Unternehmungspolitik - Strategie. 5. neubearbeitete und erweiterte Auflage, Berlin/New York 1992, Walter de Gruyter. Rolf Eschenbach/Hermann Kunesch: Strategische Konzepte. Management-Ansätze von Ansoff bis Ulrich.Stuttgart 1994, Schäffer-Poeschel,S.97ff. Hans Hinterhuber. R.L.Wing: Die Strategie der Sieger. Eine Neuübersetzung von Sun Tsus Klassiker "Die Kunst der Strategie", München 1989,Knaur,S.27ff. Die fünf Grundlagen der Strategie: 1. Tao (Weg), 2. Natur, 3. Situation, 4. Führung und 5. Kunst. Albert A.Stahel: Klassiker der Strategie - eine Bewertung. Zürich 1995, vdf Hochschulverlag,S.17ff. Sun Tzu - der chinesische Meister

2000-08 © kca. Letzte Änderung: 24.11.2008