Walliser Bote - 26. Februar 1996 - Seite 7
 

Culture Art Buchvernissage

Brig - Culture Art - so heisst die prägende Aufschrift der jüngsten Erscheinung aus dem Rotten Verlag. Die zweiteilige Publikation ist den Interessenten am vergangenen Samstag in der Klubschule Migros, Brig vorgestellt worden.

Aus der Buchvernissage in der Klubschule Migros, Brig (von links): Philipp Mengis, Felix Grünwald, Jung Ok Im-Lemke, Dr.Olaf J.Böhme, Marc W.Grünwald und Christoph Kalbermatter

Herausgeber

Herausgeber des Doppelbandes ist Dr.Olaf J.Böhme, Präsident von "IDEE-SUISSE", Schweizerische Gesellschaft für Ideenmanagement. Seine Leitidee "etwas bewegen und in Gang setzen" folgt sein Engagement für das Zustandekommen der Publikation Culture Art, für deren Realisation und die Culture Art Ausstellungen in Brig und Saas-Fee Marc W.Grünwald verwantwortlich war.

Verlagsleiter

Verlagsleiter Philipp Mengis suchte an der Buchvernissage nach einer Erklärung, nach der sinngemässen Eindeutschung des englischen Ausdrucks "Culture Art". 

Was heisst "Culture Art"?

Heisst dies schlicht und einfach "Kulturkunst", "Kunst und Kultur", "Kultur in der Kunst"? Und da stellte sich gleich die Frage: "Was ist überhaupt Kunst?"

Was ist überhaupt Kunst?

1. Die Sentenz ...
2. Die Experten ... 
3. Das Buch Culture Art 
A. Werk zweier Vertreter 
M. Felix Grünwald 
E. Jung Ok Im-Lemke 
N. Marc W.Grünwald

Als Wurzel der Kunst gelte laut Defintion die Einbildungskraft, die Phantasie, die Kreativität, d.h. die schöpferische Kraft des Künstlers, der Künstlerin, die das allgemein menschliche, ästhetische Bewusstsein der Kunstaufnehmenden anspricht. Philipp Mengis gestand, dass er je länger je mehr Mühe habe, dieser Interpretation zu folgen. Was dem Besucher zugemutet wird, übersteige heute bei weitem die dem Lexikon entnommene Behauptung, wonach die Kunst das ästhetische Bewusstsein ansprechen sollte. 

1. Die Sentenz ...

"Die Kunst muss nichts, die Kunst darf alles", werde heute von vielen Kunstschaffenden ad absurdum geführt. Und so komme, was kommen müsse: "Entweder schütteln immer mehr Menschen den Kopf, weil sie ihre Unkenntnis der heutigen Kunst bedauern oder - und was gefährlicher ist - sie befassen sich überhaupt nicht mehr mit Kunst und Künstlern."

2. Die Experten ...

Philipp Mengis wies auf die vielen Expertenmeinungen die sagen, die Kunst sollte systemorientiert sein, sollte regelhaft strukturierte Zusammenhänge von Einzelheiten zusammenhängen. 

3. Das Buch Culture Art

Culture Art sei eine Richtung, die versucht, die Kunst in verschiedene Sektoren aufzuteilen, ohne den ganzheitlichen Eindruck aus den Augen zu verlieren. Oder, wie es nach Verlagsleiter Mengis, der Autor, Marc W.Grünwald, treffend formuliert: "Das Leitbild von Culture Art ist Farbe und das Zusammenspiel von formbildenden Kräften."

A. Werk zweier Vertreter

Im Doppelband Culture Art begenen uns mit Jung Ok Im-Lemke und Felix Grünwald zwei Vertreter, die die Kunst aus westlicher und aus östlicher Sicht angehen. Sie interpretieren das Zusammengehen von formbildenden Kräften durch Farbe ganz unterschiedlich. 

M. Felix Grünwald 

Felix Grünwald erscheint in Band 1 unter der Leitidee "Kunst kultivieren aus westlicher und systemorientierter Sicht". In seinem Vorwort beschreibt Dr.Alois Grichting seinen Freund, Felix Grünwald, als "einer, der die Idylle sucht, der in seinem Wesen Naturmensch geblieben ist, der die Landschaft, die vor ihm liegt, zu schätzen weiss, der ihre mit der Tages- und Jahreszeit wechselnden Stimmungen fein registriert und wiedergibt".

E. Jung Ok Im-Lemke 

Jung Ok Im-Lemke tritt mit ihrer Kunst in Band 2 unter dem ergänzenden Titel "Kunst kultivieren aus östlicher und tao-orientierter Sicht" hervor. Jung Ok Im-Lemke begann vor fünf Jahren eine systematische klassische Kunstausbildung, vernehmen wir im Vorwort von Dr.med.Ingrid Ineichen-Abrecht. "Jung Ok Im-Lemke verfeinerte und entwickelte die Kalligraphie weiter und verstand es, asiatisches Kutlurgut mit europäischem Wissen zu verfeinern." 

N. Marc W.Grünwald

Christoph Kalbermatter würdigte kurz mit einigen sinnreichen Gedanken den Autor Marc W.Grünwald. Kalbermatter sprach als Freund Grünwalds mit dem er nach seinem Studium u.a. eine Forschungsarbeit zum Thema "Interdisziplinarität" verfasste.

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